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Cyber-Mobbing: Wie nutzen Täter die neuen Medien?

Lesezeit: 3 Minuten Cyber-Mobbing kennt kein Zeitlimit, die Opfer können 24 Stunden belästigt werden. Fotos, Videos oder Gerüchte finden ein breites Publikum und können nur schwer wieder gelöscht werden. Die Täter legen sich neue Identitäten zu, die nicht immer mit der realen Person zusammenhängt und schlüpfen so in verschiedene Rollen. Cyber-Mobbing Opfer können nur schwer nachweisen wer der Täter ist und sind so den Belästigungen hilflos ausgeliefert.

3 min Lesezeit
Cyber-Mobbing:  Wie nutzen Täter die neuen Medien?

Cyber-Mobbing: Wie nutzen Täter die neuen Medien?

Lesezeit: 3 Minuten

Cyber-Mobbing, der negativ Trend aus Groß-Britannien, hat Deutschland erreicht. Immer mehr Kinder und Jugendliche verbringen Ihre Freizeit im Internet und knüpfen neue Bekanntschaften über Communities, Instant Messenger oder soziale Netzwerke. Die Kinder und Jugendlichen lernen nicht nur neue Freunde kennen, sie pflegen ihre Freundschaften via Internet.

So verlagert sich Mobbing in den Cyber-Space. Cyber-Mobbing   bietet dem Täter Anonymität, was diesen nur schwer dazu bewegt von seinem Oper abzulassen. Opfer von Cyber-Mobbing erleiden oftmals schwere seelische Verletzungen, da sie ständig mit den Attacken ihres Peinigers konfrontiert sind. Cyber-Mobbing kennt keine Pause, die Täter können ihrem Opfer 24 Stunden am Tag demütigen.

Genau aus diesem Grund es ist wichtig präventiv einzugreifen. Die neuen Medien bieten nicht nur negative Seiten sonder eine Menge positive Seiten. Es ist wichtig, den Kinder und Jugendliche beide aufzuzeigen, damit diese sie nicht missbrauchen. Hierfür ist es wichtig sich mit dem Nutzen der neuen Technologien auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Welche Technologien gibt es? Wie kann ich diese positiv Nutzen? Wie sähe ein möglicher Missbrauch aus? Wenn die neuen Kommunikationsmöglichkeiten von allen Seiten betrachtet werden, können Kinder und Jugendliche die Gefahren besser abschätzen.

Cyber-Mobbing: Moderne Kommunikationsmittel

Das Handy ist kaum noch aus unseren täglichen Gebrauch wegzudenken. Fast jeder Erwachsene hat mindestens ein Gerät und fast jedes Kind oder Jugendlicher hat ebenfalls eines. Das Handy ist sehr nützlich gerade um Kinder mehr Unabhängigkeit zu bieten, da sie erreichbar sind. Neben der Kommunikation mit Text, Bild und Filmen, kann zusätzlich Musik gehört werden. Viele Handys bieten auch die Möglichkeit ins Internet zu gehen und Emails zu schreiben.

Möglicher Missbrauch dieses Mediums:

  • Es können anonyme Anrufe getätigt werden, gemeine Nachrichten verschickt werden.
  • Drohungen, Einschüchterungen und Beleidigungen können über das Handy kommuniziert werden.
  • Es können demütigende Videos aufgenommen werden, die später im Internet veröffentlicht werden (Happy Slapping).

Cyber-Mobbing: Instant Messenger

Instant Messenger bieten die Möglichkeit mit vielen Freunden auf einmal zu schreiben, zu chatten oder zu reden (über Kopfhörer). Es ist eine schnelle, effektive Möglichkeit in Kontakt zu bleiben. Dabei spielt es keine Rolle wo man sich gerade befindet, sei es in Deutschland oder Australien.

Möglicher Missbrauch dieses Mediums:

  • Hier können beleidigende Nachrichten, Bilder oder Videos verschickt werden.
  • Täter können ich wahllos viele Account anlegen und somit anonym die Opfer bedrohen, beleidigen oder bloßstellen.

Cyber-Mobbing: Chatrooms

Menschen aus aller Welt können sich zeitgleich über gemeinsame Interessen unterhalten. Chatrooms bieten eine sehr gute Möglichkeit neue Freundschaften überregional zu schließen.

Möglicher Missbrauch dieses Mediums:

  • Auch hier können anonyme Nachrichten verschickt werden.
  • Gruppen können verschiedene Personen absichtlich ignorieren, ausschließen.
  • Freundschaften können mit falschen Absichten geschlossen werden, zum Beispiel um an persönliche Informationen zu kommen.

Cyber-Mobbing: E-Mail die elektronische Post

E-Mail ist aus unserem Privatleben oder Arbeitsleben kaum noch wegdenkbar. Die schnelle, unkompliziert Art Dateien, Bilder oder Briefe weltweit günstig zu verschicken, zeichnet dieses Medium aus.

Möglicher Missbrauch dieses Mediums:

  • Es können bedrohliche oder andere bösartige Nachrichten versendet werden.
  • Viren können als Anhang versendet werden.
  • Es kann auf Accounts zugegriffen werden, um die persönlichen Mails weiterzuleiten, die Mail Adresse kann verwendet werden um strafbare Mails zu senden oder wichtige, private Mails können gelöscht werden.

Cyber-Mobbing: Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit neue oder alte Freunde zu treffen oder zu finden. Junge Menschen können zusätzlich kreativ werden im Internet und z.B. Musik veröffentlichen. Homepages oder Profile können erstellt werden.

Möglicher Missbrauch dieses Mediums:

  • Unfreundliche Kommentare zu Bildern oder an die Pinnwand schreiben.
  • Bilder oder Videos veröffentlichen die nicht veröffentlicht werden sollten.
  • Auf einen fremden Account zugreifen und mit diesen Unsinn anstellen.
  • Es können Gruppen gebildet werden, die sich absichtlich gegen eine Person richten.
  • Es können „Fake“ Profile erstellt werden, die vorgeben eine bestimmte Person zu sein, um jemanden zu schikanieren oder zu demütigen.

Cyber-Mobbing: Video- Portale

Hier können sich Kinder und Jugendliche kreativ ausleben, indem sie interessante, künstlerische Videos abrufen, kreieren oder hochladen.

Möglicher Missbrauch dieses Mediums:

  • Demütigende Videos über eine andere Person veröffentlichen.
  • Private Aufnahmen online stellen, die zum Beispiel die Expartner(in) in der Öffentlichkeit bloßstellen.

Die Liste des positiven und negativen Nutzens der neuen Technologien ist lang, hier sind nur ein paar Beispiele aufgelistet. Bevor Kinder oder Jugendliche online gehen, sollten sich Eltern und Lehrer über die einzelnen Kommunikationsmittel informieren. Nur wenn man Kinder und Jugendliche frühzeitig aufklärt und ihnen den positiven Nutzen aufzeigt, können Cyber-Mobbing Attacken präventiv entgegen gewirkt werden.

Bildnachweis: terovesalainen / stock.adobe.com

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