Familie Praxistipps

Computersucht – Wie Sie diesem Problem vorbeugen können

Lesezeit: 2 Minuten Computer und Internet sind heute ein bedeutender Bestandteil der Kindheit und Jugend. Das Medium ermöglicht die Beschaffung von Wissen; Foren sowie Netzwerke ermöglichen eine Kommunikation untereinander. Dennoch gibt es die Gefahr, süchtig nach den virtuellen Welten zu werden. Hier stellt sich die Frage: Was können Sie tun, um der Computersucht vorzubeugen?

2 min Lesezeit
Computersucht – Wie Sie diesem Problem vorbeugen können

Computersucht – Wie Sie diesem Problem vorbeugen können

Lesezeit: 2 Minuten

Wie wird ein Kind überhaupt computersüchtig?

Die Gründe für eine Sucht nach dem Computer und vor allen Dingen dem Internet sind nicht im Medium selbst zu sehen. Vielmehr sind es ganz reale Auslöser, die für das Verhalten entscheidend sind. Viele Kinder und Jugendliche sind in der realen Welt Außenseiter und werden teilweise sogar von ihren Mitschülern ausgelacht.

Zugleich haben auch die Eltern immer weniger Zeit für die Kinder. Dies ist oft durch die moderne Lebensführung bedingt. Beide Elternteile gehen arbeiten und auch in der Freizeit werden die Kinder nicht immer vollständig eingebunden, da viele verschiedene Faktoren privater Natur ebenfalls viel Zeit verbrauchen.

Die Kinder selbst leiden meist unter diesen beiden Faktoren, ohne dass dies direkt ersichtlich ist. Je mehr ein Kind über seine Probleme schweigt, desto wahrscheinlicher sucht das Kind im Anschluss einen Ersatz für die fehlenden Kontakte. Gerade hier bietet sich das Internet an. In zahlreichen Foren haben sie Gelegenheiten mit anderen Jugendlichen zu sprechen.

Flucht aus der realen Welt

Nicht selten entstehen dabei gute Kontakte. Reale Treffen finden dabei zwar nicht statt, dennoch hat das Kind oder der Jugendliche nach langer Zeit zum ersten Mal das Gefühl, dass er wieder akzeptiert wird und dass er im Netz die Chance hat, Freunde zu finden. Der Computer und das Internet werden zu einem Ersatz für die reale Welt.

In Videospielen zeigen Betroffene, dass sie durchaus in der Lage sind, Erfolge zu erzielen – Eine Erkenntnis, die in der realen Welt häufig fehlt. Vielmehr ist ihr Leben häufig von Misserfolgen geprägt, die sich negativ auf das Selbstwertgefühl auswirken. Durch die Erfolge im Internet erfahren Kinder eine Aufwertung ihrer Person und das Selbstbewusstsein steigt.

So bekommen Sie das Problem in den Griff

Grundsätzlich ist es nicht notwendig, jede Minute mit dem Kind zu verbringen. Es ist vielmehr die Qualität innerhalb des Umgangs, die von den Kindern und Jugendlichen geschätzt wird, auch wenn dies nicht immer gezeigt wird. Eltern können der Computersucht vorbeugen, wenn sie dem Kind qualitativ hochwertige Zeit schenken.

Möglichkeiten hierfür sind Spieleabende, die mit den klassischen Brettspielen absolviert werden können. Meistens hat der Nachwuchs Spaß an diesen Spielen, auch wenn dies nicht direkt gezeigt wird.

Auch wenn es in der Moderne in anderer Form verbreitet ist: Der Computer gehört nicht in das Zimmer eines Teenagers. Vielmehr sollte er an einem Ort stehen, der von der Gemeinschaft genutzt wird. In dieser Atmosphäre besteht die Möglichkeit, sich mit dem Nachwuchs auszutauschen und die virtuellen Welten mit ihnen gemeinsam zu erleben.

Eine Kommunikation in der realen Welt kann durch das gemeinsame Erleben der virtuellen Welt entstehen. Diese Kommunikation ist eine wirkungsvolle Vorbeugung gegen die Computersucht.

Nutzen Sie Ihre Vorbildfunktion

Grundsätzlich sollten Eltern echt sein. Das bedeutet auch, dass die Meinung zum Computer, zum Internet und zu den Spielen offen gesagt werden muss. Auch wenn gerade Jugendliche häufig den Eindruck erwecken, dass sie nicht zuhören – sie tun es. Lehnen die Eltern das Verhalten am Computer ab, dann wirkt die Vorbildfunktion, sodass das Computer- und Internetproblem verringert wird.

Grundsätzlich gilt der Grundsatz, dass der Nachwuchs mit seinen Fähigkeiten anerkannt werden muss. Zudem ist die beste Vorbeugung die normale Erziehung, die mit Liebe, Wertschätzung und Zuneigung kombiniert wird.

Bildnachweis: nadezhda1906 / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):

Bitte warten...

PPS: Ihnen hat der Beitrag besonders gut gefallen?

Unterstützen Sie unser Ratgeberportal: