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Computersucht – Wie können Sie Ihrem Kind helfen?

Lesezeit: 2 Minuten Bei einer Computersucht verliert ein Kind nach und nach den Bezug zur Realität. Es wird zunehmend in der Welt von Feen, Trollen und anderen Computerfiguren gelebt, während die Freunde in der realen Welt immer mehr abnehmen. Der Grund für die Abnahme der realen Freunde und der damit verbundenen Vereinsamung ist darin zu finden, dass andere mit Erzählungen und Spielideen nicht mithalten können.

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Computersucht – Wie können Sie Ihrem Kind helfen?

Computersucht – Wie können Sie Ihrem Kind helfen?

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Hinweise für eine Computersucht

Eine Sucht baut sich im Laufe der Zeit auf, was deren Gefährlichkeit ausmacht, denn meistens werden die Warnhinweise erst wahrgenommen, wenn es bereits zu spät ist.

  • Spiele, die nicht der Altersgruppe entsprechen, erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit.
  • Es fällt Kinder auffällig schwer, sich von ihrem Spiel zu trennen, unabhängig ob gänzlich ausgeschaltet oder kurze Pausen eingelegt werden sollen.
  • Termine, wie zum Beispiel der Schulbeginn, Nachhilfe oder andere zeitlich wichtigen Vereinbarungen, können aufgrund eines Spiels oder eines Chats nicht wahrgenommen werden.
  • Das Nutzen des Internets für schulische Recherchen nimmt immer mehr zu, bis irgendwann der Bezug des Webaufenthalts zur Schule verloren geht.

In extremen Fällen kann es zu Situationen kommen, in denen ein Besuch der Schule verweigert wird, um am heimischen Computer zu bleiben. Anhaltende Unruhe und Nervosität sind deutlich wahrnehmbar, wenn ein Computer nicht benutzt werden darf oder kann. Die schulische Leistung leidet unter dem Suchtverhalten sehr, sodass der auf einem Kind lastende Druck stetig wächst.

Was tun bei Computersucht?

Kinder, die regelmäßig fast schon zwanghaft ihre Zeit vor dem Computer verbringen, können als computersüchtig bezeichnet werden. Fallen die Anzeichen auf, dass ein Kind ohne Computer nicht mehr in der Lage ist, seine Freizeit zu gestalten und sich immer mehr im World Wide Web verliert, ist es meistens schon zu spät.

Bei einer Sucht ist es notwendig klare Regeln aufzustellen, die einen kompletten Computerverzicht beinhalten. Kinder, die unter dieser Erkrankung leiden, haben über ihr Suchtverhalten keine Kontrolle mehr. Aus diesem Grund ist es ratsam, Computer und Laptop komplett aus dem Haushalt zu verbannen.

Des weiteren ist es ratsam, fachliche Hilfe in Form eines Psychologen hinzuzuziehen. Das Gestalten der Freizeit ohne Laptop und Co muss neu erlernt werden, was eine tatkräftige Unterstützung bedarf. Neben einem Anmelden bei infrage kommenden Kursen wie Leichtathletik, Schwimmen, Selbstverteidigung oder andere Freizeitangebote ist es notwendig, immer eine Kontrollfunktion auszuführen.

Die heutige Zeit ist untrennbar mit dem Internet und Computer verbunden, was es erschwert, eine Nutzung komplett zu verbieten. Mittlerweile ist das Fach „Computer“ ein fester Bestandteil des Lehrplans. Nutzt ihr Kind ihren Computer und das World Wide Web ist es ratsam, eine Kindersicherung einzuführen. Eine Kindersicherung verhindert, dass Kinder auf gewalttätige oder sexuell dominierte Webseiten gelangen.

Des weiteren ist es ratsam, um einer Computersucht vorzubeugen, feste Zeiten zu vereinbaren. Die Computer-Nutzungszeiten sollten ein bis zwei Stunden täglich nicht überschreiten, um genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Schule und andere Freizeitaktivitäten zu lassen.

Bildnachweis: UMB-O / stock.adobe.com

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