Praxistipps Verein

Commons als Alternative zum klassischen Verein?

Lesezeit: 2 Minuten Immer wieder sind Commons in aller Munde. Im Vergleich zum eingetragenen Verein bieten sie neue Möglichkeiten mit Zukunft. Schließlich gehören sie zu den Vorreitern einer gemeinsamen und nachhaltigen Welt. Ein kurzer Überblick verschafft Klarheit und entschärft gleichzeitig scharfe Gegenargumente. Sachliche Informationen stellen die Grundlage für ein attraktives Miteinander dar.

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Commons als Alternative zum klassischen Verein?

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Was sind Commons?

Der ursprünglich englische Begriff hat mittlerweile auch in der deutschen Sprache Einzug gehalten. Commons werden als Gemeinschaft oder Netzwerke beschrieben. Ressourcen verschiedenen Ursprungs befinden sich in der frei verfügbaren Nutzung für ihre Mitglieder. Dabei geht es nicht nur um natürliche Quellen, welche Wasser, Luft oder Land zur Verfügung stellen.

Vielmehr geht es um kollektive Erzeugnisse. Dazu gehören Wissen, Wissenschaft oder Kultur. Im Einzelfall können sie ebenso von einer einzigen Person kreiert worden sein. Im Endeffekt geht es um eine gemeinsame Nutzung. Die Allgemeinheit bekommt uneingeschränkte Möglichkeiten, diese Ressourcen zu nutzen. Viele dieser Gemeingüter können darüber hinaus ausschließlich durch ihre gemeinsame Nutzung weiter bestehen. Auch die Sprache gehört in diese Kategorie.

Haben Vereine noch eine Chance?

Weltweit existieren verschiedenste Formen von Gemeinschaften. Genossenschaften gehören ebenso dazu, wie Vereine. Letztere sind gerade in ihrer gemeinnützigen Form als klassische e. V. den Commons sehr ähnlich. Es geht um ein gemeinschaftliches Interesse, welches durch Satzung und Kontrollorgane reguliert wird. Auch im Verein gilt die Grundidee der Commons, nach welcher der Vorteil für eine Person zum Vorteil für alle anderen wird.

Im Zeitalter der Medien und Globalisierung bieten Commons jedoch klare Vorteile. So bieten die mediale Vernetzung und Verwirklichung geradezu eine grenzenlose Möglichkeit, um weltweite Netzwerke aufzubauen. Der Vorteil gegenüber Vereinen liegt darin, dass ihre Konzepte und Grundideen flexibler an die stetige Weiterentwicklung durch die Mitglieder selbst angepasst werden können.

Wo geht die Reise hin?

Der Haken der Vereine liegt auch in ihrer staatlichen Verankerung. So unterliegen sie strengen Richtlinien, welche jedoch dem eigentlichen Konzept moderner Gemeingüter widersprechen. Beispielsweise definiert das Bürgerliche Gesetzbuch den Sachverhalt "geistiger Diebstahl". Allerdings ist dieser nach neuester Auffassung von Gemeinschaften nicht mehr zeitgemäß. Schließlich kann keine Idee geklaut werden, denn sie lebt im Urheber auf Dauer weiter.

Kritiker vertreten die Meinung, dass diese von Natur aus sehr liberale Auffassung zu keiner Zeit von Gesellschaften gelebt werden konnte. Beispiele wie Patente oder Urheberrechte werden in diesem Zusammenhang stets als Sündenböcke genannt. Der aktuelle Trend zeigt, dass es dennoch die Möglichkeit neuer Wege gibt. So bieten Creative Commons einen gewaltigen Sturm gegen scharfe Lizenzrechte & Co. Kreative Güter, wie Fotos, Comics und andere werden hierbei für die Gemeinschaft nutzbar.

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