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Cloud-Dienste: Darauf sollten Sie achten

Lesezeit: 2 Minuten Cloud-Services werden immer mehr in Anspruch genommen. Laut Prognosen soll das B2B-Geschäft in Deutschland im kommenden Jahr ein Marktvolumen von mehr als 7,5 Mrd. Euro erreichen. Doch welchen Service braucht man überhaupt für welche Aufgaben und worauf muss man bei der Auswahl achten? Wir haben für Sie einen Überblick zusammengestellt.

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Cloud-Dienste: Darauf sollten Sie achten

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Das aktuelle Angebot an Cloud-Diensten wird in drei Ebenen unterteilt.
Die unterste Ebene, auch "Infrastructure as a Service" (IaaS) genannt, bildet die Basis: Hierbei wird Speicherplatz und Rechenleistung zur Verfügung gestellt.

Weiterführend können auch "Platform as a Service" (PaaS) und "Software as a Service" (SaaS) gemietet werden. Der Unterschied zwischen SaaS und PaaS liegt vor allem darin, dass die Plattformen für Entwickler bereitgestellt und von ihnen gestaltet werden, während sich SaaS direkt an den Endkunden wendet. Die meisten SaaS-Anwendungen besitzen deshalb auch eine grafische Oberfläche, die Kunden direkt nutzen können.
Platform-as-a-Service-Dienstleistungen dienen beispielsweise für den Aufbau von Onlineshops. Man zahlt für den Zugriff, nicht pauschal für die Anschaffung. Oft wird bei diesen Angeboten eine monatliche Nutzungsgebühr an den Betreiber der Software, der Plattform oder des Cloud-Servers gezahlt.

Der Vorteil von Cloud-Services im Gegensatz zu stationären Servern ist, dass man genauso viel Speicherplatz anmieten kann, wie man gerade benötigt. Er lässt sich schnell und flexibel reduzieren oder vergrößern. Mit der Wahl eines seriösen Anbieters werden Sie nur für die tatsächlichen Leistungen und genutzten Kapazitäten bezahlen.

Lokale Hardware- und Software-Ressourcen lassen sich auf Mindestmaß reduzieren. Damit sind Cloud-Services vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen interessant, die von der effizienten Nutzung ausgelagerter Ressourcen profitieren wollen

Welcher Cloud-Server ist der beste?

Wenn Sie für Ihr Unternehmen einen Cloud-Server mieten wollen, müssen Sie zunächst klären, wie viel Speicherplatz Sie benötigen und welcher Betrag Ihnen für den Service zur Verfügung steht. Die Anbieter unterscheiden sich je nach Umfang der Leistungen und vor allem im Hinblick auf die Performance der jeweiligen Cloud-Server. Teilweise gibt es erhebliche Schwankungen bei der Performance über einen längeren Zeitraum (Viability).

Für den nordamerikanischen Markt hat kürzlich eine Studie des Cloud Spectators ergeben, dass es erhebliche Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis der Cloud-Anbieter gibt, insbesondere wenn man Performance-Schwankungen einbezieht. Im "Cloud Vendor Benchmark 2016" – so der Name der Studie – wurde ein "Value Score" ermittelt, mit dem sich die getesteten Unternehmen ranken lassen.

Dabei erreichte der Anbieter 1&1 den ersten Platz. Getestet wurden Clouds von Google, IBM, RackSpace und Ubiquity sowie 13 weiteren Anbietern mit jeweils vier unterschiedlichen Speichergrößen.

Achten Sie auf die Sicherheit

Eine der Hauptfragen beim Cloud Computing ist die nach der Datensicherheit. Deshalb kommt es bei der Wahl eines Cloud-Dienstes immer auch darauf an, wie die in der Cloud gelagerten Daten verschlüsselt werden. Experten empfehlen, sensible Daten schon vor der Übertragung in die Cloud selbst zu verschlüsseln. Denn wenn dies erst auf dem externen Server geschieht, ist der Schlüssel ebenfalls dort gelagert und die Sicherheit somit nicht mehr gewährleistet. Wenn beispielsweise ein Administrator auf die Cloud zugreife, habe er dann auch Zugriff auf die Daten.

Bei sorgfältiger Planung biete die Cloud jedoch mindestens so viel Sicherheit wie der Speicherplatz auf dem lokalen Server, so der Cloud-Experte Gerardo Dada. Kritische Datenlecks kämen in der Cloud sogar seltener vor als im eigenen Rechenzentrum. Künftig soll es durch die Anwendung NGCERT (Next Generation Certification) möglich sein, auf Knopfdruck herauszufinden, wie sicher ein Cloud-System ist und welchen Standards es entspricht.

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