Computer Praxistipps

Citrix, EMC und Kraft Foods setzen neues PC-Konzept ein

Lesezeit: 2 Minuten Bei Citrix, EMC und Kraft Foods ist das Konzept Bring Your Own PC to Work bereits im Einsatz. Dadurch können diese Firmen sogar 30 % der IT-Kosten sparen. Außerdem kann viel Zeit, Unzufriedenheit und Nerven gespart werden. Erste Annäherungsversuche sind auch in Deutschland zu beobachten.

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Citrix, EMC und Kraft Foods setzen neues PC-Konzept ein

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"Künftig kann jeder Nutzer Endgeräte seiner Wahl, etwa ein Notebook, sowohl privat als auch beruflich nutzen. Viele Unternehmen fördern diesen Trend, indem sie Mitarbeitern einen Zuschuss zahlen, wenn diese ihr eigenes IT-Equipment im Unternehmen einsetzen", so Rajat Kakar von Fujitsu Technology Solutions. Und das ist die Essenz des Konzeptes Bring Your Own PC to Work.

Weniger Risiken – mehr Chancen?
Folgendes ist schon länger bekannt: Es gibt nur wenige Mitarbeiter, die mit ihren Standard-Computern am Arbeitsplatz zufrieden sind. Dem einen gefällt die Auflösung nicht, für den anderen ist der Speicherplatz nicht ausreichend – und wieder ein anderer beschwert sich über die Schnelligkeit.

Es stimmt also, dass "die Leute eine sehr persönliche Beziehung zu ihren technischen Geräten haben. Die Freiheit zu haben, den Computer kaufen zu können, den man will, ist wie eine Belohnung. Und ein zufriedener Mitarbeiter ist normalerweise auch ein produktiver", so Charles King, Analyst von Punt-IT. Auch Natalie Lambert von Citrix begrüßt die Idee von Bring Your Own PC to Work: "Mit dem Modell kann dem Zusammenrücken von Berufs- und Privatleben computertechnisch stärker Rechnung getragen werden als bisher."

Die Unternehmen lagern auch gerne die Risiken aus – auch auf ihre Mitarbeiter. Das Schöne bei dem Bring Your Own PC Konzept ist es, dass die beiden Parteien eine Win-Win-Situation entwickeln können: Der Mitarbeiter erhält von der Firma ein Budget, um sich einen beliebigen Rechner zu beschaffen, und der Rechner bleibt sein Eigentum. Gleichzeitig überträgt ihm aber das Unternehmen die Aufgabe in Form von Wartung, Reparaturen und Pflege (und die damit verbundenen Risiken), so spart die Firma sogar 30 % der IT-Kosten ein.

Die auf den Mitarbeiter übertragenen Risiken lassen sich minimieren, indem er bereits bei Beschaffung des Rechners einen Servicevertrag bei dem jeweiligen Anbieter unterschreibt. Für ein Rundum-sorglos-Paket zahlt ein Privatnutzer z. B. bei HP oder Dell ca. 100 EUR im Jahr, und in der Regel läuft der Service-Vertrag über einen Zeitraum von drei Jahren.

Zurückhaltend und konservativ – das kann sich schnell ändern
Das kontinentale Europa (darunter auch Deutschland) bleibt konservativ, was das Konzept angeht. Da es aber immer schwieriger wird, Kostensenkungspotenziale zu finden (und dabei noch die Belegschaft zufrieden zu stellen), kann sich das sehr schnell ändern.

Erste Annäherungsversuche sind auch in Deutschland zu beobachten. Die Mitarbeiter von Siemens wurden zum Thema "Computertechnik zu Hause und im Büro" befragt. Folgendes kam dabei heraus:

  • auf privater Ebene ist die technische Ausstattung oft besser als auf der beruflichen
  • privat wird strenger auf Kosten geachtet als am Arbeitsplatz
  • zu Hause wird mit dem Computer pfleglicher umgegangen als im Büro.

Das ließ die Entscheidungsträger bei Siemens nachdenken, einige Szenarien entwerfen und handeln.

Sollten die Mitarbeiter ihre Laptops mitbringen?
Natürlich nicht alle und nicht überall. Die Mitarbeiter sollten ein Wahlrecht haben, ob sie an der Initiative "Bring Your Own PC to Work" teilnehmen oder nicht. Bei Ctitrix etwa haben sich über 20 % der Mitarbeiter entschlossen, bei der Initiative mitzumachen.

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