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Chondropathia patellae: Wie Sie die Verschleißerkrankung erkennen

Lesezeit: < 1 Minute Der verschleißbedingte Knorpelverlust der hinteren Kniescheibe wird auch als Chondropathia patellae bezeichnet. Dabei verringert sich die knorpelige Rückfläche der Kniescheibe, die im Normalfall eine reibungslose Verbindung mit der Vorderseite des Oberschenkel- und Schienbeinknochens bildet und ein gelenkiges Gleitlager darstellt. Wie entsteht diese Verschleißerkrankung und wie äußert sie sich?

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Chondropathia patellae: Wie Sie die Verschleißerkrankung erkennen

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Chondropathia patellae: Wie Sie die Verschleißerkrankung erkennen

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Die häufigste Ursache: Verlagerte Kraftverteilung

Zu einem solch unphysiologischen Knorpelabrieb der Kniescheibe kommt es aufgrund einer verlagerten Kraftverteilung im Gleitlager der Kniescheibe innerhalb des Kniegelenks. Ein solches Missverhältnis kann durch eine Beinachsenfehlstellung entstehen. Ein extremes X- (meist bei Frauen) oder O-Bein (meist bei Männern) verändert dabei die Kraftverhältnisse und somit auch die Zug- und Gleitrichtung der Kniescheibe.

Die typische Schmerzsymptomatik

Bei einer Chondropathia patellae äußern sich die Beschwerden als stechende Schmerzen unter der Kniescheibe. Diese werden beim Hinknien, Bergabgehen und nach längerem Sitzen („Theaterknie“) meist deutlich verstärkt. Außerdem kann es zur Instabilität des betroffenen Kniegelenks kommen, welche sich durch plötzliches Wegknicken des Knies bemerkbar macht.

Aufgrund des verstärkten Knorpelabriebs entsteht eine erhöhte Reibung zwischen Kniescheibenrückfläche und Ober- und Schienbeinknochen, die sich durch Scheuergeräusche beim Beugen und Strecken des betroffenen Knies äußern kann.

Diese Beschwerden können oft schon im Kindesalter, vor allem in der Wachstumsphase, auftreten. Unbehandelt kann diese Erkrankung im
fortgeschrittenen Alter zu verstärktem Knorpelabrieb und später zur Kniegelenksarthrose führen.

Eine OP wird nur selten durchgeführt

Erkannt wird die Chrondropathia patellae nicht nur durch Röntgenuntersuchung, sondern auch durch eingehende spezielle Tests, die von einem Arzt oder Physiotherapeuten durchgeführt werden. Dazu gehören unter anderem die genaue Untersuchung der Kniescheibenbewegung sowie die Schmerzprovokation durch Druck auf die Kniescheibe.

Sehr selten wird eine solche Symptomatik operativ behandelt. In diesem Fall wird das Kniescheibengleitlager korrigiert. Viel öfter erfolgt die nicht operative Therapie durch Muskelkräftigung und -dehnung sowie Elektrotherapie und Bandagen.

Bildnachweis: Dirima / stock.adobe.com

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