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Chemische Verhütungsmittel – Tipps zur Anwendung und Wirkungsweise

Spermizide - so werden die chemischen Verhütungsmittel auch genannt - enthalten chemische Substanzen zur Empfängnisverhütung. Diese Empfängnisverhütungsmittel wirken auf verschiedene Arten. Wie wendet man chemische Verhütungsmittel richtig an? Was muss man bei der Anwendung beachten?

Chemische Verhütungsmittel - Tipps zur Anwendung und Wirkungsweise

Chemische Verhütungsmittel – Tipps zur Anwendung und Wirkungsweise

Die chemischen Verhütungsmittel gibt es in unterschiedlichen Formen

Wer ein Spermizid anwenden möchte, kann unter den verschiedenen Darreichungsformen wählen. Chemische Verhütungsmittel gibt es in Form von Vaginalsalben, Gels oder Cremes, Vaginalzäpfchen, Vaginal-Tabletten aber auch in Form von Sprays und Schäumen zur Anwendung im Vaginalbereich.

Welche Substanzen sind in den chemischen Verhütungsmitteln enthalten?

Die gebräuchlichste Substanz in den Spermiziden ist Nonoxinol-9. Diese Substanz hat eine samenabtötende Wirkung. Es gibt aber auch noch chemische Verhütungsmittel, die auf Säurebasis wirken. Bestandteile in diesen Spermiziden sind meist Milch- oder Zitronensäure. Die säurehaltigen Spermizide hemmen die Beweglichkeit der Samenzellen.

Wie wirken Spermizide?

Die chemischen Verhütungsmittel wirken meist auf mehrfache Weise:

  • ein zäher Schaum oder Schleim verschließt den Muttermund
  • die chemischen Substanzen töten die Samenfäden ab
  • in der Scheide wird ein saures Milieu geschaffen, wodurch die Spermien absterben

Sind chemische Verhütungsmittel sicher?

Wenn Spermizide allein als Verhütungsmittel angewendet werden, sind sie relativ unsicher im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden. Die Versagerquote kann bis zu 25% betragen. Werden chemische Verhütungsmittel in Verbindung mit einem Diaphragma oder einer Portiokappe angewendet, wird die Sicherheit beider Verhütungsmethoden erheblich verbessert.

Wie werden Spermizide richtig angewendet?

Die Spermizide benötigen etwas Zeit, um sich in der Scheide aufzulösen. Vor der Auflösung sind sie unwirksam. Aus diesem Grund sollte man mindestens 15 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr die chemischen Verhütungsmittel, genau wie in der Gebrauchsanweisung angegeben wurde, in die Scheide einführen. Die maximale Wirkungszeit beträgt etwa 2 Stunden. Findet nach dieser Zeit Geschlechtsverkehr statt, muss ein neues Spermizid angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Spermiziden auftreten?

  • Wärmegefühl in der Scheide oder am Penis
  • leichtes Brennen in der Scheide oder am Penis
  • bei empfindlichen Frauen kann eine Reizung oder Entzündung der Scheidenhaut auftreten

Bitte beachten Sie:
Chemische Verhütungsmittel und Kondome sollten nicht gleichzeitig angewendet werden. Die Spermizide könnten das Kondom rissig und brüchig machen. Es gibt Spermizide, die „kondomverträglich“ hergestellt wurden. Bitte beachten Sie den Beipackzettel!

Bildnachweis: Ralf Geithe / stock.adobe.com

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