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Charisma für die Priester und Demut für die Öffentlichkeit

Lesezeit: 2 Minuten Ein Bischof, dem Charisma zugeschrieben wird und der die Öffentlichkeit mit Gesten der Demut täuscht. Bischof Mixa lässt die Frage aufkommen, ob Charisma bei Führungskräften nicht doch gefährlich ist.

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Charisma für die Priester und Demut für die Öffentlichkeit

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Angesichts der momentan in den Medien herrschenden Diskussion um die Misshandlungs- und Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche fragt man sich hin und wieder doch, ob Menschen mit Charisma in Führungspositionen richtig sind.

Der umstrittene Bischof Mixa, von vielen Menschen als charismatisch empfunden, hielt bis zuletzt an seiner Meinung fest: Die paar Ohrfeigen schaden doch nicht. Die dargebrachten Gesten der Demut schienen keineswegs wirklich echt und führten schlussendlich durch die aufgebrachte Öffentlichkeit zum Rücktrittsgesuch an den Papst.

Falsche Demut wird durch Charisma unterstützt
Charisma ist eine große Chance, Menschen zu faszinieren und die eigenen Ziele mit ihnen zu teilen. Was aber, wenn die Ziele nicht durch und durch ethisch vertretbar sind? Was, wenn sich falsche Demut zum Charisma gesellt und Menschen in die Irre führt? Wenn die falschen Gesten der Demut durch das Charisma noch verstärkt werden?

Generell ist mit Charisma immer eine große Verantwortung verbunden. Und ja, auch ich bin dafür, dass Menschen mit Charisma, die leitende Funktionen inne haben, immer wieder hinterfragt und kontrolliert werden.

Charisma bedarf der Demut
Demut sollte generell – unabhängig vom Charisma einer Person – grundlegende Einstellung zu einem so hohen Amt sein. Demut gegenüber den Mitstreitern und gegenüber dem eigenen Verantwortungsbereich. Nur so lässt sich gewährleisten, dass die Selbsteinschätzung eine realistische bleibt, dass kein Missbrauch des Amtes stattfindet. Dies gilt auch für Nicht-Charismatiker, wie uns die Bankenkrise eindrücklich bewiesen hat. Und genau hier scheint auch die Crux bei Bischof Mixa zu liegen: Die Demut ist abhanden gekommen. Die Folgen sind für die Opfer erniedrigend und für die Kirche rufschädigend.

Traumpaar: Demut und Charisma
Demut und Charisma müssen sich die Waage halten. Denn ohne Demut ist Charisma ein gefährliches Spielzeug, das in hohem Maße externer Kontrolle bedarf. Und so sollte es für Menschen in Führungspositionen selbstverständlich sein, ob sie nun über Charisma verfügen oder nicht, dass der eigene Fokus auf der persönlichen Demut liegt. Doch wie erreicht man das? Indem man sich selber immer wieder reflektiert, sich Feedback einholt, der eigenen Person gegenüber kritisch bleibt. Unter solchen Umständen sind Charisma und Demut ein Traumpaar.

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