Homöopathie Praxistipps

Cantharis in der Schwangerschaft anwenden

Cantharis in der Schwangerschaft anzuwenden ist unbedenklich. Bei Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten hat sich das homöopathische Mittel als Alternative zu Antibiotika bewährt. Doch auch bei anderen Beschwerden hat Cantharis eine positive Wirkung. Lesen Sie mehr dazu in diesem Artikel.

Cantharis in der Schwangerschaft anwenden

Cantharis in der Schwangerschaft anwenden

Cantharis ist auch bekannt als spanische Fliege, ein Insekt aus der Ölkäfer-Familie. Die Spanische Fliege kommt überwiegend im Süden Europas vor. Bei Gefahr sondert die männliche spanische Fliege ein Sekret ab, das schlecht riecht und die menschliche Haut stark reizen kann. Es kann sogar zu einer Blasenbildung kommen. Wird dieses Sekret oral aufgenommen und geht über die Verdauungsorgane durch den Körper, dann kann es zu Nierenschäden und Entzündungen in den Harnwegen kommen.

Cantharis bereits seit der Antike als Heilmittel bekannt

Bereits im antiken Griechenland wurde das Gift der spanischen Fliege eingesetzt, um Todesurteile zu vollstrecken. Der pulverisierte Körper des Insekts galt damals schon als Heilmittel bei Erkrankungen der Harnwege. Darüber hinaus war die spanische Fliege als Aphrodisiakum bekannt, wenn auch mit unberechenbaren Nebenwirkungen.

Cantharis funktioniert wie viele Mittel in der Homöopathie: Gleiches wird mit Gleichem behandelt. So wird von der Eigenschaft des Mittels die Haut und die Harnwege zu reizen Gebrauch gemacht und Cantharis bei Blasenentzündungen, Verbrennungen 1. und 2. Grades, Versengungen, Sonnenallergie und Sonnenbrand eingesetzt. Auch bei Entzündungen der Nieren oder der Harnleiter wird Cantharis eingesetzt.

Cantharis wirkt stark schmerzlindernd. Es nimmt den Druck auf der Blase und den brennenden Schmerz beim Urinieren. Selbst ohne Entzündung, bei einem ständig erhöhten Harndrang, kann Cantharis die Beschwerden lindern. Auch bei Blutspuren im Urin hilft das homöopathische Mittel.

Das homöopathische Mittel Cantharis wirkt auch außerhalb der Urologie

In der Dermatologie lindert Cantharis Juckreiz und bringt Erleichterung bei Sonnenbrand, der brennt und mit Bläschen einhergeht. Im Magen-Darm-Trakt hilft Cantharis bei Sodbrennen und kann saurem Aufstoßen vorbeugen. In der HNO wirkt Cantharis besonders bei Kindern mit Mittelohrentzündung, lindert Schmerzen und kann einem eventuellen vorübergehenden Hörverlust vorbeugen, der häufig mit einer Mittelohrentzündung einhergeht.

Auch im Rachen und in der Kehle hilft Cantharis, Entzündungen zurückgehen zu lassen. Bei gereizten Mundschleimhäuten und Augenentzündungen, die mit brennenden und tränenden Augen einhergehen, kann das homöopathische Mittel Cantharis ebenfalls Linderung bringen.

Cantharis in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft hat sich Cantharis bei Blasenentzündungen und Harnwegsinfekten als Alternative zu Antibiotika bewährt, auf die während einer Schwangerschaft aus Schutz für das ungeborene Kind nicht zurückgegriffen werden sollte. Als Dosis empfehlen sich beim ersten Auftreten der Symptome, wie ein leichtes Brennen beim Wasserlassen oder einem ersten Druck in der Blase, drei Mal fünf Globuli in einem Abstand von einer viertel Stunde. Danach sollte diese Dosis einmal die Stunde eingenommen werden. Am zweiten Tag reichen fünf Globuli alle zwei Stunden und am dritten Tag drei Mal täglich alle fünf Stunden.

Eine Verbesserung der Symptome kann durch Ruhe und Wärme eintreten. Eine Verschlechterung zeigt sich häufig bei Berührung, im Stehen und Gehen und beim Trinken, da dadurch die Harnwege wieder gefordert werden. Allerdings ist es bei einer Harnwegsinfektion unerlässlich viel zu trinken.

Sollten sich die Beschwerden nicht bessern, ist es unbedingt ratsam einen Arzt aufzusuchen, der über das weitere Vorgehen entscheidet. Gerade wenn noch Nierenschmerzen in der Rückengegend und Fieber hinzukommen, reicht das homöopathische Mittel Cantharis bei einer Entzündung mit vielen Bakterien nicht mehr aus.

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Bildnachweis: gladder / stock.adobe.com

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