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Brainstorming durch Clustern – Schreibideen sammeln und sortieren

Lesezeit: 2 Minuten Sie haben ein Thema, über das Sie schreiben wollen. Das Thema ist gut, dennoch fehlen Ihnen konkrete Ideen. In alten Schulzeiten griff man zur Stoffsammlung, damit aus dem Aufsatz etwas werden konnte. Heute sagt man Clustern oder Clustering. Diese kreative Methode ist strukturiert und locker zugleich. Es macht Spaß, damit zu arbeiten. Hier lesen Sie am Beispiel "Spielsucht", wie es funktioniert.

2 min Lesezeit
Brainstorming durch Clustern - Schreibideen sammeln und sortieren

Brainstorming durch Clustern – Schreibideen sammeln und sortieren

Lesezeit: 2 Minuten

Beispiel: Machen Sie für Ihren Roman ein Cluster zum zentralen Thema Spielsucht

Nehmen Sie einen großen Bogen Papier, am besten in DIN A 3. Dazu einen Stift, mit dem Sie schwungvoll schreiben können. Setzen Sie in die Mitte des Papiers Ihr Thema. Oft genügt schon ein Wort, ein Begriff oder eine kleine Wortgruppe. Je kürzer, desto konzentrierter.

Um Ihr Thema herum malen Sie ein Oval und kreisen es so ein. Ein Beispiel: Sie wollen einen Roman schreiben, dessen zentrales Thema die Spielsucht ist. Also schreiben Sie dieses Wort in die Mitte und überlegen: Was fällt Ihnen dazu ein. Schreiben Sie es auf. Jede Kleinigkeit kann Sie weiter bringen.

Bündeln Sie Begriffe, Vorstellungen, Fantasien, Ideen

Bei jedem neuen Begriff überlegen Sie, ob er sich mit anderen Begriffen bündeln lässt. (Cluster = Traube, Bündel.) Gut ist es, wenn Sie zunächst Oberbegriffe finden. Beispiel: Emotionen. Ein Strich führt dann vom Kernwort zum Wort Emotionen oder Gefühle. Einkringeln und weiter nachdenken: Welche Gefühle könnten mit der Spielsucht verbunden sein? Was wissen Sie davon, was stellen Sie sich vor?

Beispiel: Welche Gefühle könnten einen Menschen in die Spielsucht treiben?

Hier ein paar Möglichkeiten:

  • unerträgliche Langeweile
  • Enttäuschung – vielleicht weil es beruflich einfach nicht voran geht
  • Einsamkeit
  • Lust
  • Gier oder unrealistische Träume – die Villa mit Pool und Butler
  • Hilflosigkeit – wenn man keinen Ausweg sieht
  • Arbeitsunlust
  • Existenzängste durch Schuldenlast
  • Verdrängung unliebsamer Gefühle

Bilder im Kopf – Wie sieht es aus in einer Spielhölle in Las Vegas?

Welche Bilder entstehen in Ihrem Kopf, wenn Sie weiter nachdenken? Vielleicht sehen Sie eine Spielhalle oder gar eine Spielhölle vor sich. Dort herrscht eine bestimmte Atmosphäre. Atmosphäre könnte also als weiterer Oberbegriff vom Suchwort „Spielsucht“ abzweigen. Was fällt Ihnen dazu ein? Wieder ein paar Beispiele:

  • Rauch
  • bunte Beleuchtung
  • einarmige Banditen
  • hochrote Gesichter
  • Geräusche
  • viele Menschen

Kringeln Sie die Begriffe ein und denken Sie weiter. Was für Geräusche? Stimmengewirr, Musik, Aufschreie? Was für Musik? Kommt sie aus den Boxen oder gibt es vielleicht, weil Ihre Spielhölle in Las Vegas in einem großen Hotel ist, irgendwo im Hintergrund eine Barsängerin mit rauchiger Stimme? Das hochrote Gesicht gehört zu den psychosomatischen Reaktionen des Spielers. Auch dazu könnten Sie mehr finden: Herzrasen, Angstschweiß, nervöses Zucken, Streit usw.

Von Ast zu Ast im Baum Ihrer Fantasie

Klettern Sie in Ihrer Fantasie von Ast zu Ast. Eine Idee wird die nächste bringen. Und plötzlich habe sie ein große, fruchtige Traube voller Gedankenansätze, aus denen sich vielleicht ein Exposé machen lässt für Ihr Buch. Oder das Gerüst für eine spannende Kurzgeschichte.

Bildnachweis: seanlockephotography / stock.adobe.com

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