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Bockshornklee zur Stärkung nach schwerer Krankheit einsetzen

Lesezeit: 2 Minuten Das in Vergessenheit geratene Heilmittel und Gewürz Bockshornklee ist erst im 19. Jahrhundert wieder neu entdeckt worden. Heutzutage wird es gerne zur Stärkung nach einer schweren Krankheit eingesetzt und gilt in der ayurvedischen Medizin auch als Verjüngungsmittel.

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Bockshornklee zur Stärkung nach schwerer Krankheit einsetzen

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Die Pflanze

Im Indischen heißt er methi und ist auch als Kuhkornklee, Philosophenklee oder Stundenkraut bekannt. Die ungefähr ein Meter hohe Pflanze ist ein einjähriges Kraut, welches von Mai bis Juni gelb bis weißlich blüht und sehr stark duftet.

Die Früchte, die dann entstehen, sind etwa zehn Zentimeter lang und tragen um die 20 Samen darin. Ursprünglich stammt der Bockshornklee aus Zentralasien und dem Mittelmeerraum. Im Mittelalter spielte er als Gewürz- und Heilpflanze eine sehr große Rolle und ist dann in Vergessenheit geraten. Erst im 19. Jhd. erlangte er erneut Bedeutung, dies vor allem durch Sebastian Kneipp.

Wirkung des Bockshornklees

Es ist ein bitteres Kraut, das in der ayurvedischen Heilkunde vor
allem bei Schwächezuständen nach Schwangerschaft oder schweren
Krankheiten eingesetzt wird. Außerdem ist es für folgende Wirkungen
bekannt:

  • Mittel gegen Durchfall
  • appetitanregend
  • verdauungsfördernd
  • gegen frühzeitiges Ergrauen der Haare, verjüngend
  • Verbesserung der Wundheilung
  • Behandlung von Hautkrankheiten wie Akne, Abszessen, Furunkeln
  • Pflege der Kaphahaut
  • stärkt die Nerven
  • unterstützt Genesung
  • stärkt nach Schwangerschaft
  • wohltuend als Nasenspülung bei Erkältungen
  • gegen Fieber
  • milchbildend in der Stillzeit
  • entzündungshemmend
  • blutreinigend

Anwendungsformen des Bockshornklees

Durch seinen starken scharfen und bitteren Geschmack sollte Bockshornklee mit Vorsicht dosiert werden.

  • innerliche Anwendung: Samen mit Mörser pulverisieren und anschließend trocknen
  • Tee: zwei Esslöffel Pulver mit einem Viertel Liter KALTEM Wasser übergießen, drei Stunden ziehen lassen, danach aufkochen und abseihen, ist ebenfalls gut zum Spülen des Mundraums bei Zahnschmerzen oder Parodontose
  • Sprossen: In der kalten Jahreszeit werden die Sprossen gerne zur Kräftigung und Blutreinigung gegessen.
  • äußerliche Anwendung: Samen zusammen mit Kurkuma mischen und kochen, dann auf 40-50 Grad abkühlen lassen und Honig dazumischen, anschließend auf die kranken Hautstellen auftragen

Die Samen, Saat, Sprossen oder Blätter kann man abgepackt in Reformhäusern, in der Apotheke oder asiatischen Läden kaufen. Bitte achten Sie auf eine nachträgliche Herstellung, wie BIO etc. Die Samen werden gelegentlich auch als "methi seeds" oder "Fenugrec" bezeichnet.

Wirkung im Ayurveda

Bockshornklee ist bitter im Geschmack und reduziert Vata und Kapha. Vor allem lindert er Kapha-Beschwerden. Auf Pitta hat es eine vermehrende Wirkung. In der ayurvedischen Medizin wird er vor allem zur Stärkung nach schwerer Krankheit eingesetzt und als Verjüngungsmittel verwendet.

Nebenwirkungen von Bockshornklee

Es ist möglich, dass bei wiederholter äußerlicher Anwendung, negative Hautreaktionen auftreten können.

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