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Blutdruck-Regulationsstörungen: Hypotonie – zu niedriger Blutdruck

Lesezeit: 2 Minuten Ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) wird diagnostiziert, wenn dauerhafte Blutdruckwerte von unter 100/60 mmHg bei Frauen und 110/60 bei Männern gemessen werden. Die Messung des Blutdrucks sollte an mindestens zwei verschiedenen Zeiten eines Tages oder über einen längeren Zeitraum täglich gemessen werden, um den niedrigen Blutdruck sicher zu diagnostizieren.

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Blutdruck-Regulationsstörungen: Hypotonie - zu niedriger Blutdruck

Blutdruck-Regulationsstörungen: Hypotonie – zu niedriger Blutdruck

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Was ist Hypotonie?

Man unterscheidet zwischen einem akuten Absinken des Blutdrucks, wie es beispielsweise bei einer Ohnmacht vorkommt und einem dauerhaft zu niedrigem Blutdruck, der Hypotonie. Auslöser für eine Ohnmacht können sein: Schlafmangel, Schock, Hitze, Blutverlust, bestimmte Körperhaltungen, plötzliches Aufstehen u. a.

Erst wenn durch die Hypotonie bedingte Beschwerden, wie Schwindel, Kältegefühl, Schwächezustände und dergleichen auftauchen, ist eine Behandlung indiziert.

Kaltwasseranwendungen und Bewegung helfen bei Hypotonie

Liegt eine dauerhafte Verringerung des Blutdrucks vor, können bestimmte Therapiemaßnahmen durchgeführt werden. Hier wären zu aller erst Kaltwasseranwendungen und verstärkte Bewegung zu nennen.

Durch die Anspannung der Muskeln werden auch die Gefäße eng gestellt, so dass es zu einer kurzfristigen Erhöhung des Blutdrucks in der Bewegung selbst kommt. Die Steigerung des Grundumsatzes kann zu einer größeren Aktivierung aller Bereiche des Körpers führen, im Zuge dessen dann auch eine Blutdrucksteigerung erreicht wird.

Auch bei den Kaltwasseranwendungen kommt es zu einem Zusammenziehen der Blutgefäße, wodurch der Druck in den Gefäßen vorübergehend steigt. Die Verbesserung der Elastizität der Blutgefäße durch einen Wechsel der Temperatur bei den Anwendungen, ist ebenfalls empfehlenswert.

Die konstitutionelle homöopathische Behandlung der Hypotonie

Ein zu niedriger Blutdruck wird dem psorischen Miasma zugerechnet, so dass vor allem psorische homöopathische Mittel für die Behandlung der Hypotonie in Frage kommen. Dies wären also vor allem Psorinum, Sulphur, Lycopodium, Ferrum und Calcium carbonicum. Darüber hinaus können tuberkulinische Mittel wie Tuberculinum, Phosphor, Ferrum phosphoricum, Calcium-phosphoricum, Cantharis, Spongia und Magnesium-phosphoricum einen starken Bezug zu niedrigem Blutdruck haben.

Für die konstitutionelle homöopathische Behandlung ist es wichtig, die gesamte Krankheitsgeschichte des Patienten aufzunehmen und ein Mittel für die Behandlung von ihm als Ganzem zu verschreiben. Weisen die anderen Beschwerden und die Angaben, die der Patient zu seiner Krankengeschichte und zu seiner gesamten Entwicklung macht, auf ein anderes Heilmittel hin, kann auch dieses erfolgreich den zu niedrigen Blutdruck erhöhen.

Durch die Aktivierung der Lebenskraft kommt es zu einer Aktivierung der Gefäße und dadurch zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Beschwerden, die durch den niedrigen Blutdruck ausgelöst wurden wie Schwindel, Schwäche, rasche Ermüdbarkeit können ebenfalls gemindert werden.

Fazit:

Wenn im Zuge der Hypotonie Beschwerden entstehen, können einfache Therapiemaßnahmen wie Kaltwasseranwendungen oder regelmäßige Bewegung den Blutdruck regulieren. Ist die Hypotonie lang anhaltend und lassen sich die Beschwerden durch diese Maßnahmen nicht beheben, kann eine homöopathische Konstitutionsbehandlung erfolgreich sein.

Hier kommen in erster Linie homöopathische Mittel in Betracht, die dem psorischen Miasma zugerechnet werden. Weist die Gesamtheit der Beschwerden eines Menschen jedoch auf ein anderes homöopathisches Heilmittel hin, kann auch dieses erfolgreich gegen die Hypotonie eingesetzt werden.

Bildnachweis: VILevi / stock.adobe.com

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