Lebensberatung Praxistipps

Bleiben Sie bis ins hohe Alter geistig fit

Lesezeit: 2 Minuten Geistige Fitness ist nicht nur genetisch bedingt. Um die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten, ist ständiges Training nötig. Gemeint ist dabei nicht nur sogenanntes Gehirnjogging, sondern auch sportliche Fitness. Hier finden Sie Tipps.

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Gehirnvolumen nimmt ab

Vergleicht man die durch Kernspintomografie erstellten Aufnahmen vom Gehirn eines Zwanzigjährigen mit denen eines Achtzigjährigen miteinander, so fällt auf, dass das Gehirn des jungen Menschen den Kopf voll ausfüllt. Das Gehirn des Alten ist deutlich kleiner, fast nur halb so groß. Besagen diese Aufnahmen, dass auch die geistigen Fähigkeiten nur halb so groß sind?

Altersbedingte Veränderungen

Alzheimer und andere Demenzerkrankungen im Alter sind zum großen  Teil genetisch bedingt. Altersbedingte Veränderungen des Gehirns, wie eine schlechtere Sauerstoffversorgung, Verlust von Nervenzellen, Nervenverbindungen und Neurotransmittern sind bei jedem älteren Menschen feststellbar.

Das Voranschreiten dieses Prozesses lässt sich jedoch aktiv hinausschieben. Der Abbau beruht auf verändertem Verhalten. Ungenutztes Gehirn wird einfach eingespart. Eine rege geistige Tätigkeit, also die Mobilisierung der kleinen grauen Zellen, stoppt diesen Abbauprozess. Kognitive Aktivität hat auf das Gehirn größeren Einfluss als das Alter.

Informationsverarbeitung und kulturelles Wissen

Lebenslanges Lernen lässt das kulturelle Wissen ständig wachsen. Das Vermögen, Informationen zu verarbeiten, steigt bis zum dreißigsten Lebensjahr kontinuierlich und nimmt dann tendenziell ab. Intelligenz ist ein Mix aus beiden Fähigkeiten. Hirnforschungen haben ergeben, dass ein junges Gehirn mehr Aktivität zur Problemlösung aufbringen muss als ein älteres. Zur Aufgabenbewältigung greift das Gehirn demnach auf abgespeicherte Informationen zurück.

Bei älteren, geistig inaktiveren Personen werden größere Hirnareale aktiviert, um die gleiche Leistung zu erbringen, als bei fitteren Personen. Das Gehirn rekrutiert im Alter Gehirnareale zur Aufgabenlösung, die diese Funktion sonst nicht übernehmen. Daraus ist zu schließen, dass durch Training Bereiche des Gehirns angekurbelt werden, die sonst ungenutzt bleiben.

Was bringt Gehirnjogging?

Wie weit der Nutzen durch Lösen von Denksportherausforderungen reicht, ist bislang nicht sicher erforscht. Wer Kreuzworträtsel oder Sudokus löst oder Schach spielt, wird auf diesen Feldern seine Fähigkeiten steigern, nicht jedoch seine kognitiven Fertigkeiten im Allgemeinen. Wichtiger ist es, das Interessengebiet breit zu fächern, soziale Kontakte zu pflegen und Aufgaben samt Verantwortung zu übernehmen.

Sport im Alltag

Eine körperliche Fitness wirkt sich positiv auf die geistige Beweglichkeit aus. Botenstoffe wie z. B. der „Brain-derived neurotrophic factor“ (BDNF), welche bei körperlicher Aktivität gebildet werden, beeinflussen positiv die Bildung von Nervenzellen und -verbindungen. Altersgerechte Sportarten wie Spazieren gehen, Wandern, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen sind nützlich, besser noch sind allerdings solche wie Golf oder Tai Chi, bei denen Bewegung und Genauigkeit zu koordinieren sind, aktivieren sie doch verschiedene Regionen des Gehirns gleichzeitig. Körperliche Höchstleistungen sind im Alter nicht mehr erforderlich, aber auch nicht ausgeschlossen.

Bildnachweis: contrastwerkstatt / stock.adobe.com

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