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Bitte lächeln! So schminken Sie ein natürliches Foto-Make-Up

Lesezeit: 4 Minuten Während manche Leute schon beim Anblick einer Kamera am liebsten die Flucht ergreifen würden, gehe andere im Blitzlicht voll auf. Unabhängig von der persönlichen Fotogenität hilft aber vor allem das richtige Make-Up, auf Fotos gut auszusehen. Je nach Foto sollte das Make-Up jedoch nicht im Mittelpunkt stehen. Stattdessen gilt es, das eigene Aussehen mit einem natürlichen Make-Up zu betonen.

4 min Lesezeit
Bitte lächeln! So schminken Sie ein natürliches Foto-Make-Up

Bitte lächeln! So schminken Sie ein natürliches Foto-Make-Up

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Oberstes Gebot: Mattieren

Zwar sollten sich Männer und Frauen unterschiedlich schminken, um auf einem Foto gut auszusehen. Für beide gilt jedoch: Die Gesichtshaut muss ausreichend mattiert sein. Der Grund dafür ist ganz einfach: Wenn das Blitzlicht zu stark von der Haut reflektiert wird, entstehen helle, glänzende Stellen.

Das wirkt auf einem Foto unprofessionell und kann – wenn der Glanz zu stark ist – auch nicht mehr in Bildbearbeitungsprogrammen korrigiert werden. Das liegt daran, dass die Reflektionen meistens so hell sind, dass die betreffende Stelle für das Programm beinahe rein weiß ist. Die Stelle nachträglich dunkler zu retuschieren, geht dann nicht mehr, da auch jegliche Textur (also die Hautstruktur wie Poren oder feine Härchen) in dem Glanz verschwunden sind.

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Grundlagen: Der Teint

Unter Blitzlicht treten Hautunreinheiten und sonstige kleine Probleme gerne hervor. Daher ist es wichtig, einen guten Grundstein zu legen. Bei perfekt reiner und ebenmäßiger Haut reicht theoretisch ein Abpudern, aber nebst Hautunreinheiten gilt es auch, kleine Probleme wie leichte Augenringe abzudecken.

Am besten für eine ebenmäßige Gesichtshaut eignet sich Camouflage (z.B. von catrice, 2,99€). Damit ist kein naturnahes Flecktarnmuster gemeint, sondern eine Art Abdeckpaste, die es meistens im Tiegel gibt. Diese wird auf Problemstellen wie Pickel, Augenringe oder unruhige Hautstellen aufgetragen.

Ist die Grundlage für einen ebenmäßigen Teint geschaffen, wird eine Foundation aufgetragen, also ein flüssiges Make-Up, das den Teint weiter mattiert und die Haut ruhiger wirken lässt. Die Foundation wird entweder mit einem geeigneten Pinsel oder mit den Fingern aufgetragen.

Dank Camouflage und Foundation steht es um den Teint nun recht gut. Da es dank Ausleuchtung aber vor der Kamera schnell warm wird und Hautglanz vermieden werden muss, wird jetzt gut abgepudert. Dazu eignet sich ein mattierendes Puder in einer dem Hautton angepassten Farbe. Ist der Puder einen Tick dunkler als die Haut, wird diese Farbdifferenz vom Blitz auch schnell geschluckt. Wichtig ist es aber, das Make-Up an Haaransatz und Kinn so auslaufen zu lassen, dass das Gesicht später nicht dunkler wirkt als der Hals und keine Ränder entstehen.

Besonderheiten des Foto-Make-Ups bei Männern

Auch bei Männern gilt es, die Haut ebenmäßig wirken zu lassen und kleine Probleme zu kaschieren. Allerdings sollten Männer auf Fotos keinesfalls geschminkt wirken. Daher ist es ratsam, zuerst wie gehabt mit Camouflage den Augenbereich und eventuelle Problemstellen zu egalisieren. Eine Foundation wirkt jedoch bei Männern oft zu extrem, zumal man bei ihnen auch ruhig eine etwas gröbere Hautstruktur erkennen darf. Allzu weiche, perfekte Haut wirkt – zumindest ab einem gewissen Alter – oft zu feminin.

Daher bietet es sich an, anstelle einer Foundation einen Primer zu nehmen. Dieser ist im Tiegel meistens milchig weiß bis zartrosa und wird im gesamten Gesicht aufgetragen. Der Primer ist weniger sichtbar als eine Foundation und wirkt damit deutlich natürlicher. Dank Silikon lässt er das Hautbild jedoch weicher wirken, polstert kleine Fältchen auf und macht Poren weniger sichtbar. Nach der Verwendung des Primers kann wie gehabt mit einem mattierenden Puder abgepudert werden.

Besonderheiten des Foto-Make-Ups bei Frauen

Sind die Grundlagen geschaffen, lohnt sich der Einsatz von Rouge, um das Gesicht etwas zu konturieren und es so weniger maskenhaft wirken zu lassen. Die Farbe sollte nicht zu dunkel gewählt sein, um noch natürlich zu wirken. Ein zartes Altrosa eignet sich etwa gut. Nebst Rouge kann wahlweise auch ein wenig (schimmerfreier!) Bronzer seitlich auf die Schläfe und unter die Wangenknochen getupft werden, um das Gesicht weiter zu akzentuieren. Der Bronzer sollte sehr sparsam verwendet werden und gut verblendet werden, um nicht übertrieben zu wirken.

Für einen natürlichen Look bietet es sich nicht an, allzu tief in den Schminktop zu greifen. Angemessen ist ein natürliches Augen-Make-Up und ein minimal tönender Lippenstift. Beides fällt unter die Kategorie ’nude look‘. Was vor einem knappen Jahr einen wahren Hype erlebte, ist bei Visagistinnen schon lange bekannt.

Um die Augen dezent zu betonen, sollte man auf einen Lidstrich entweder komplett verzichten oder ihn sehr dünn halten. Auf tiefes Schwarz sollte zu Gunsten eines warmen Brauntons verzichtet werden. Lidschatten sollte auf jeden Fall matt sein und keine Glitzerpartikel enthalten. Auch hier bieten sich helle Brauntöne als Akzente auf einer cremefarbenen Basis an.

Bei den Lippen hilft ein Nudeton, die an die individuelle Lippenfarbe angepasst ist. Zuerst sollten die Konturen nachgezeichnet werden, dann die Lippen mit einer entsprechenden Farbe aufgefüllt werden. Um auch hier Glanz zu vermeiden, werden die Lippen mit einem Kosmetiktuch abgetupft. Falls notwendig, kann hier nochmal mattierendes Puder zum Einsatz kommen.

Tipps und Tricks für gute Portraitfotos

Ein gutes Make-Up hilft zwar viel, ist aber dennoch nicht alles. Schließlich muss das Fotomodel wie auch der Fotograph auch seinen Teil dazu beitragen. Hier einige kleine Tipps, Tricks und Kniffe:

  • Die Beleuchtung sollte so gewählt sein, dass ganz leichte Schatten unter Augenbrauen und Kinn entstehen, die Person also von oben angeleuchtet wird. Das entspricht den natürlichen Gegebenheiten und wirkt für uns deswegen am natürlichsten. Der Blitz sollte also mindestens auf Kopfhöhe mit dem Portraitierten sein.
  • Der Fotograph sollte seinem Model nicht zu nah kommen, sonst fällt es schwer, natürlich zu gucken und zu lächeln. Lieber den optischen Zoom benutzen.
  • Als Model sollte das Lächeln möglichst natürlich wirken. Kleine Witze, der Gedanke an etwas Schönes und eine entspannte Atmosphäre helfen, dass auch die Augen mitlächeln und das Lachen so viel offener und freundlicher wirkt.
  • Die Fotos sollen sympathisch und natürlich wirken. Also gilt es, eine lockere, aber gerade Körperhaltung einzunehmen. Bei Portraits sieht man alles unterhalb der Brust ohnehin nicht, aber gerade deshalb bietet es sich an, zum Beispiel die Hände in die Hüften zu stemmen, den Körper etwas zu drehen und sich aufrecht zu halten.

Bildnachweis: Rostislav Sedlacek / stock.adobe.com

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