Finanzen Praxistipps

Bitcoin und Co.: Welche Kryptowährung passt in Ihr Portfolio?

Am 3. Januar 2009 wurden die ersten Bitcoins gemined. Mittlerweile sind über 17 Millionen davon weltweit im Umlauf. Inzwischen haben sich zahlreiche weitere Kryptowährungen entwickelt, die sich aufgrund ihrer Performance ebenfalls einen festen Platz auf dem Kryptomarkt gesichert haben. Für Anleger und Trader, die an Kryptowährungen interessiert sind, stellt sich also nicht mehr nur die Frage, wo sie Bitcoin kaufen oder handeln möchten, sondern auch, ob der Urvater aller Kryptowährungen für das eigene Portfolio die richtige Wahl ist.

Bitcoin und Co.: Welche Kryptowährung passt in Ihr Portfolio?

Bitcoin und Co.: Welche Kryptowährung passt in Ihr Portfolio?

Am 3. Januar 2009 wurden die ersten Bitcoins gemined. Mittlerweile sind über 17 Millionen davon weltweit im Umlauf. Inzwischen haben sich zahlreiche weitere Kryptowährungen entwickelt, die sich aufgrund ihrer Performance ebenfalls einen festen Platz auf dem Kryptomarkt gesichert haben. Für Anleger und Trader, die an Kryptowährungen interessiert sind, stellt sich also nicht mehr nur die Frage, wo sie Bitcoin kaufen oder handeln möchten, sondern auch, ob der Urvater aller Kryptowährungen für das eigene Portfolio die richtige Wahl ist.

Der Bitcoin und die Alternativen

Bitcoin (BTC) ist nach wie vor die wichtigste digitale Währung im Krypto-Universum. Das zeigt sich an einer wichtigen Kennzahl, der sogenannten „BTC Dominanz“. Diese weist aus, welchen Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen der Bitcoin hat. Auch wenn der Wert über die Jahre ein wenig abgenommen hat, lag er im Mai 2022 immer noch bei beachtlichen 42,5 Prozent. 

Bitcoin läuft auf seiner eigenen Blockchain und arbeitet nach dem sogenannten Proof-of-Work-Verfahren. Das Grundprinzip dahinter ist, dass Miner im Bitcoin-Netzwerk nachweisen müssen, dass sie einen Aufwand erbracht haben, um einen Block zu erzeugen. Im Normalfall handelt es sich dabei um eine Rechenaufgabe, die gelöst werden muss. 

Doch neben dem Bitcoin haben sich im Laufe der Jahre ein paar weitere Player am Kryptomarkt positioniert. Vor allem die folgenden Währungen sind dabei für Investoren interessant: 

  • Ethereum (ETH) ist die zweitgrößte Kryptowährung, die sich im Gegensatz zu BTC als Plattform für die Abwicklung von Finanzdienstleistungen unterschiedlicher Art mit eigener Kryptowährung versteht. 
  • Bei Tether (USDT) handelt es sich um einen sogenannten Stablecoin. Das heißt, der Wert ist stark an den US-Dollar gekoppelt. 
  • Binance Coin (BNB) ist die eigene Kryptowährung der Handelsplattform Binance. 
  • Bei Ripple (XRP) handelt es sich um ein Zahlungsnetzwerk für Banken. Das Ziel dabei ist es, den internationalen Zahlungsverkehr damit effizienter und kostengünstiger zu gestalten. 
  • Avalanche (AVAX) gilt als besonders schnelles Blockchain-Netzwerk und soll deshalb langfristig eine Alternative zu „überlasteten“ Plattformen wie etwa Ethereum darstellen. 
  • Solana (SOL) ist ähnlich wie Ethereum eine dezentrale Plattform zur Ausführung von Smart Contracts. Die Entwickler nehmen für sich in Anspruch, die drei wichtigsten Aspekte einer Blockchain (Dezentralität, Sicherheit, Skalierbarkeit) am besten vereint zu haben. 
  • Dogecoin (DOGE) ist die Erfindung von zwei Software-Ingenieuren aus den USA und ging ursprünglich an den Start, um sich über Bitcoin lustig zu machen. Solche Projekte werden in der Kryptowelt als „Meme Coins“ bezeichnet. 
  • Bei Polkadot (POT) handelt es sich um ein Blockchain-Protokoll der nächsten Generation. Es soll ermöglichen, unterschiedliche Blockchains miteinander zu verbinden. 
  • Das Ziel von Tron (TRX) ist es, eine Unterhaltungsplattform zu schaffen. Diese soll kostenlos und global sein und die Vorteile der Speicherung in der Blockchain nutzen. 
  • Litecoin (LTC) ist eine Kryptowährung, die von einem früheren Google-Mitarbeiter (Charlie Lee) im Jahr 2011 auf den Markt gebracht wurde. Sie wurde in erster Linie dazu erfunden, um Gelder direkt zwischen Einzelpersonen und Unternehmen zu transferieren. 
  • Das Netzwerk von Chainlink (LINK) wird primär dazu verwendet, um fälschungssichere Daten außerhalb einer Blockchain in diese zu übertragen. Die Kryptowährung baut ebenfalls auf Ethereum auf. 

Das Potenzial der Altcoins

Die restlichen Kryptowährungen werden unter dem Begriff „Altcoins“ zusammengefasst. Gemeint ist damit nicht das Alter dieser Währungen, sondern die Tatsache, dass sie als Alternativen zu Bitcoin auf den Markt gebracht wurden.

Viele Altcoins wurden bereits als neue Sternchen am Kryptohimmel gehandelt. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Kurse von Altcoins je nach Marktlage innerhalb kürzester Zeit rasant in die Höhe schnellen können. Wie es bei Sternchen aber so üblich ist, kann es auch ebenso schnell wieder zu einem Absturz der Kurse kommen. 

Wer mit Altcoins erfolgreich handeln möchte, sollte deshalb unbedingt sein Ohr am Puls der Zeit haben. Denn um den Aufstieg oder Fall einer Kryptowährung rechtzeitig zu erkennen, ist es wichtig, den Kryptomarkt ganz genau und vor allem regelmäßig zu analysieren. Die Kunst ist es, zu kaufen, bevor es alle machen und die entsprechenden Altcoins wieder loszuwerden, bevor sie eventuell wieder wertlos werden. Denn das kann mit neuen Altcoins am Markt jederzeit passieren.

Echte Coins oder CFD auf Kryptowährungen?

Wer mit Kryptowährungen handeln möchte, hat dafür grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Er kann entweder „echte“ Coins kaufen oder mittels sogenannten Differenzkontrakten (CFD: Contract for Difference) von den steigenden oder fallenden Kursen profitieren. 

Die Anleger erwerben mit den CFDs keine tatsächlichen Coins, sondern ein sogenanntes Derivat. Der Kurs leitet sich dabei jeweils vom Basiswert, also etwa von einer Aktie, einem Index oder eben auch einer bestimmten Kryptowährung ab. 

Für Anleger ist es wichtig, im Vorfeld eine grundlegende Entscheidung zu treffen, welche Strategie sie verfolgen möchten. Wer eher langfristig investieren möchte, ist gut damit beraten, die Coins zu kaufen und auf einen dauerhaften Kursanstieg zu hoffen. Das schnelle Geld lässt sich jedoch eher mit CFDs machen, weil diese schnell und einfach gehandelt werden können. Damit steigt jedoch auch das Verlustrisiko. 

Nicht jeder Broker oder jede Börse bietet beide Varianten an. Wer eine Mischung aus beiden Varianten als Anlagestrategie wählt, sollte dafür auch einen Broker auswählen, der beide Möglichkeiten anbietet. 

Fazit: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Dieses alte Sprichwort sollten Trader befolgen, die beim Handel mit Kryptowährungen langfristig Gewinne einfahren möchten. Wichtig ist es, nicht nur den Trends zu folgen. Denn dadurch hinken Anleger der besten Entwicklung meist ein paar Tage hinterher. 

Wer gute Quellen findet, hat die Möglichkeit, Trends vor allen anderen zu erkennen und so eventuell von einer echten Kursexplosion eines neuen Altcoins profitieren zu können. Auf der anderen Seite ist auch ein Gespür dafür erforderlich, wann der Trend wieder zu Ende geht. Wer den richtigen Moment für den Verkauf bei den Altcoins verpasst, muss unter Umständen mit einem Totalverlust seiner Investition rechnen. 

Kryptowährungen – auch der Bitcoin – sind nach wie vor hochvolatil. Das heißt, es handelt sich dabei immer noch um sehr riskante Spekulationsgeschäfte. Experten raten deshalb dazu, den privaten Finanzplan im Blickfeld zu behalten und nur einen kleinen Teil des Vermögens in Kryptowährungen zu investieren. 

Bildnachweis: Farknot Architect / stock.adobe.com

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