Computer Praxistipps

BitBox: Schützen Sie mit diesem virtuellen Browser Ihren PC

Im Internet lauern viele Gefahren: Spionagesoftware nistet sich auf Ihrem PC ein, Viren und andere Malware attackieren Ihr System, und ohne es zu bemerken, werden Sie auf gefälschte Webseiten umgeleitet, die den Originalen täuschend ähnlich sehen. Der Browser BitBox soll Sie beim Surfen schützen.

BitBox: Schützen Sie mit diesem virtuellen Browser Ihren PC

Die Schädlinge nutzen dabei Sicherheitslücken in Windows und in anderen Programmen aus, um Ihren PC zu infizieren. Aber auch durch einen unachtsamen Klick von PC-Nutzern auf eine infizierte Datei schaffen es Hacker immer wieder, ihren Schadcode zu verbreiten.

Damit der Schadcode keinen Zugriff auf Ihr Windows und Ihre Daten bekommt, brauchen Sie einen wirksamen Schutz mit dem Browser in the Box (BitBox). Lesen Sie jetzt, wie Sie sich mit BitBox bestmöglich vor den Gefahren im Internet schützen und dabei die gewohnte Funktionalität nur gering einschränken.

BitBox: Der virtuelle Browser schützt Sie beim Surfen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat einen Browser entwickeln lassen, der Ihrem PC während des Surfens bestmöglichen Schutz gibt.

Denn sollte Ihr PC mit einem Virus oder Trojaner infiziert werden, steht Ihnen doppelter Ärger ins Haus: Ihr PC steht Ihnen für die Dauer der Virenreinigung nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Und die Gefahr ist groß, dass ein Trojaner Ihre wertvollen Daten für kriminelle Zwecke missbraucht.

Für einen besseren Schutz vor den Internetgefahren sollten Sie den Browser in the Box (BitBox) nutzen. Es handelt sich dabei um eine virtuelle Maschine, auf der ein minimiertes Linux-Betriebssystem und ein Browser (Firefox oder Chrome) läuft. Angriffe aus dem Internet betreffen somit nicht das eigentliche Windows mit Ihren Daten, sondern nur die virtuelle Maschine, die zudem unter einem extra Benutzerkonto ausgeführt wird. Aufgrund der Ausführung von BitBox in einem anderen Benutzerkontext wird verhindert, dass Angreifer aus dem Internet auf Ihre Firmendaten zugreifen können.

Die aktuelle Version von BitBox können Sie kostenlos herunterladen. Zur Auswahl stehen dabei zwei Versionen:

  • Browser in the Box mit Firefox
  • Browser in the Box mit Chrome

Die BitBox Version 4.1.4 unterstützt aktuell die Betriebssysteme Windows 10, Windows 8.1 und Windows 7. Nach dem Download beginnen Sie mit der Installation von BitBox.

So einfach installieren Sie BitBox auf Ihrem PC

Nach dem Download klicken Sie die heruntergeladene Installationsdatei im Windows-Explorer doppelt an. Das Installationsprogramm richtet VirtualBox von Oracle ein. Dabei werden auch diverse Gerätetreiber in Windows installiert, die Sie jeweils mit der Schaltfläche "Installieren fortsetzen" bestätigen.

Nach dem Bestätigen der Lizenzbedingungen klicken Sie auf den "Standardmodus" und legen anschließend den gewünschten Installationspfad fest. Sofern Sie keinen anderen Speicherort angeben, bestätigen Sie die Voreinstellung und klicken auf "Weiter".

Mit "Browser in the Box als Standardbrowser einrichten" richten Sie den Browser als Standardbrowser für Ihr System ein. Der Vorteil: Anstelle des bisherigen Browsers startet nun bei jedem Link, den Sie anklicken, automatisch BitBox. Damit haben Sie die Installation abgeschlossen.

Wie Sie mit Browser in the Box sicher surfen

Starten Sie BitBox über "Start" und "Alle Programme" (Windows 7) bzw. "Alle Apps" (Windows 10). Sie finden BitBox im Unterordner "Browser in the Box". Bei Windows 8.1 wechseln Sie in die Kachelansicht und klicken auf "Browser in the Box". Nach dem Startvorgang der virtuellen Maschine und des Browsers sehen Sie den Startbildschirm von BitBox.

Stellen Sie als Erstes Ihre wichtigste Webseite als Startseite ein. Sie wird dann beim Start von BitBox automatisch geladen.

Bei Firefox klicken Sie in der Menüleiste auf die Schaltfläche mit den drei Querstrichen, wählen "Einstellungen" und wechseln auf den Abschnitt "Allgemein". Neben "Wenn Firefox gestartet wird:" stellen Sie ein, welche Seite Firefox beim Start anzeigen soll.

In Google Chrome klicken Sie oben rechts auf die Schaltfläche mit den drei Querstrichen und wählen "Einstellungen" aus. Klicken Sie unterhalb von "Startseite anzeigen" auf "Ändern", um Ihre Startseite festzulegen.

So führen Sie einen sicheren Upload und Download von Dateien durch

Da der BitBox-Browser in einer virtuellen Maschine läuft, haben Sie keinen direkten Zugriff auf Ihr Windows und die Ordner des Windows-Explorers. Dadurch wird Ihr System zwar geschützt, doch benötigen Sie in der Regel auch eine Möglichkeit, um Dateien auf Ihren PC herunter- bzw. hochzuladen.

Der Download wird dabei wie bei jedem anderen Browser im Download-Ordner innerhalb der BitBox gespeichert. Bitte ändern Sie nicht den voreingestellten Ordner. Anschließend wird die Datei überprüft und auf dem Host, also Ihrem Windows-System, in dem bei der Installation festgelegten Download-Ordner abgelegt. Den Download-Ordner, in den die BitBox die heruntergeladenen Dateien kopiert, legen Sie in der Befehlszeile unter "Bearbeiten" und "Einstellungen" im Register "Allgemein" unter "Alle Dateien im folgenden Ordner abspeichern" fest.

Umgekehrt kann es vorkommen, dass Sie Dateien in das Internet hochladen wollen. Starten Sie dazu zuerst BitBox. Öffnen Sie dann im Host-System den Windows-Explorer, klicken Sie die hochzuladende Datei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie "Senden an" mit "Browser in the Box Upload".

Schneller suchen und finden mit der Suchleiste

Geben Sie den Suchbegriff ein. Wenn Sie die Adresse einer Internetseite vergessen haben, können Sie im Firefox den Suchbegriff neben der Adressleiste in die "Suchen"-Zeile eingeben.

Um die Suchmaschine anzupassen bzw. zu wechseln, klicken Sie einfach auf das Symbol links von der Suchleiste. Firefox bietet Ihnen die bekanntesten Suchmaschinen an, ohne dass Sie auf deren Webseiten wechseln müssen. Wenn Sie einen Suchbegriff eingeben, wird die angezeigte Suchmaschine nach diesem durchsucht, und die Ergebnisse werden in Firefox angezeigt.

Die Firefox-Adressleiste wird auch die intelligente Adressleiste genannt. Die Funktion zur Autovervollständigung bietet Ihnen dazu passende Seiten aus Ihrer Browser-Chronik, aus den Lesezeichen sowie aus den offenen Tabs in einer Auswahlliste an.

Und je mehr Sie diese nutzen, desto größer wird das Vervollständigungsverzeichnis und auch die Trefferquote wird sich erhöhen.

Wie Sie mit BitBox einen Ausdruck vornehmen

In der virtuellen Maschine von BitBox haben Sie keinen direkten Zugriff auf den Drucker Ihres Windows-Systems. Beim Drucken einer Datei oder Webseite aus "Browser in the Box" wird deshalb eine PDF-Datei erzeugt, die dann anschließend unter Windows mit dem Adobe Reader gedruckt werden kann. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  1. Klicken Sie in der Befehlszeile der BitBox auf "Datei" und "Drucken".
  2. Wählen Sie den PDF-Drucker "PDF" aus und starten Sie anschließend mit "Drucken" den Druckauftrag.
  3. Anschließend wird die soeben erzeugte PDF-Datei in Ihr Windows-System übertragen, und zwar standardmäßig im Download-Ordner im Unterverzeichnis ""BitBoxPrint".
  4. Öffnen Sie in Ihrem Windows-System den DownloadOrdner und den Ordner "BitBoxPrint". Klicken Sie die PDF-Datei mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü "Drucken".

Fazit: Mit Browser in the Box surfen Sie sicher. Sie sind im Internet mit einem Browser innerhalb einer virtuellen Maschine unterwegs, die keinen direkten Zugriff auf Ihr Windows-System erlaubt. Schadsoftware kann Windows somit nicht infizieren.

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