Naturheilkunde Praxistipps

Bindehautentzündung beim Hund und bei der Katze mit Schüßlersalzen behandeln

Lesezeit: 3 Minuten Eine Konjunktivitis kann genauso wie beim Menschen auch bei unseren Haustieren, z.B. den Hunden und Katzen auftreten. Hierbei können verschiedene Faktoren verursachend sein. Es kommt beim Hund und auch bei der Katze zu tränendem und gerötetem Auge bzw. der Augenbindehaut und evtl. einer Anschwellung des Augenlides. Mit den Schüßlersalzen können Sie dem leidenden Tier helfen.

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Bindehautentzündung beim Hund und bei der Katze mit Schüßlersalzen behandeln

Bindehautentzündung beim Hund und bei der Katze mit Schüßlersalzen behandeln

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Eine entzündliche Konjunktiva (Bindehaut) gehört beim Auge des Tieres zu den häufigsten Erkrankungen und wird unterteilt in nicht-infektiöse und infektiöse Bindehautentzündung. Hierbei kann eine Vielzahl von Faktoren verursachend sein:

Zur nicht-infektiösen Konjunktivitis zählt unter Anderem:

  • Zugluft nach einer Autofahrt mit geöffneten Fenstern oder beim Liegen am offenen Fenster
  • Fremdkörper
  • Allergien
  • Chemische Reizungen jeglicher Art
  • Staub
  • Zu wenig Tränenflüssigkeit
  • Verletzungen des Auges oder der Augenbindehaut

Zur infektiösen Konjunktivitis zählt unter Anderem:

  • Infektionen mit Bakterien, Parasiten, Viren, Pilze (äußerst sich meistens mit Eiterfluss – Tierarzt sollte konsultiert werden, um eine spätere Schädigung des Auges auszuschließen und ein entsprechende Medikament – z.B. antibiotikahaltigen Augentropfen zu erhalten)

Des weiteren unterscheidet man ebenfalls unter einer akuten und einer chronischen Konjunktivitis. Von einer chronischen Bindehautentzündung spricht man, wenn diese länger als 3 Monate besteht, ansonsten handelt es sich um eine akute Konjunktivitis.

Beim Hund oder einer Katze äußert sich eine akute Bindehautentzündung durch das ständige Reiben der Pfote am betroffenen, juckenden Auge, welches sich rot entzündet hat. Des Weiteren kommt es zu einem vermehrten Tränenfluss und eventuell zu einem grün-gelblichen Ausfluss, der wiederum auf einen bakteriellen oder viralen Infekt deuten kann. Ein Tierarztbesuch wäre hier ratsam.

Hier kann die Naturheilkunde jedoch auch als unterstützende Behandlung des Tierarztes durchgeführt werden. Es haben sich praxismäßig folgende biochemische Mineralsalze gegen eine Konjunktivitis sehr bewährt:

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3 als Hauptmittel gegen die Entzündung. Sofort nach dem Erkennen einer Bindehautentzündung sollte dem betroffenen Tier jede ½ Stunde eine Tablette verabreicht werden.

Bei einer bereits manifesten Bindehautentzündung hat sich die Nr. 4 Kalium chloratum D6, da dieses biochemische Mineralsalz eine abschwellende Eigenschaft aufweist. Hierbei sollte dem Tier jeweils jede Stunde im Wechsel mit der Nr. 3 Ferrum phosphoricum das biochemische Mineralsalz Nr. 4 Kalium chloratum verabreicht werden.

Um den heilenden Effekt noch zu erhöhen, können die biochemischen Mineralsalze Nr. 6 Kalium sulfuricum D6 und das Schüßlersalz Nr. 10 Natrium sulfuricum D6 als Stoffwechsel- und Entgiftungssalze mit jeweils einer Tabletten am späten Nachmittag verabreicht werden

Um den übermäßigen Tränenfluss und das Ausschwemmen von Gift- und Fremdsubstanzen zu fördern, kann morgens bereits mit dem biochemischen Mineralsalz Nr. 8 Natrium chloratum D6 mit jeweils 1 bis 2 Tabletten begonnen werden.

Da jede Entzündungsreaktion auf eine Übersäuerung des Gewebes hinweist, sollte zum Abend hin das leidende Tier mit dem Schüßlersalz Nr. 9 Natrium phosphoricum D6 mit 2 Tabletten behandelt werden. Somit kann einer ständigen Übersäuerung und damit der bestehenden Entzündungsbereitschaft wirkungsvoll entgegengewirkt werden.

Vorbeugend gegen eitrige Entzündungen können auch die biochemischen Mineralsalze Nr. 11 Silicea D12 und Nr. 12 Calcium sulfuricum D6 jeweils zu den Abendstunden mit jeweils 1 Tablette verabreicht werden.

Falls Ihnen das zu viel ist, können Sie sich die Therapie auch erleichtern und sämtliche, oben aufgeführte biochemischen Mineralsalze wie folgt verabreichen:

Verabreichungsform

Einzelverabreichung:

  1. Hierbei kann man die Tabletten in einer Einwegspritze (ohne Kanüle – also ohne Nadel) mit lauwarmen Wasser auflösen und dem Tier langsam ins Mäulchen tröpfeln.Nachteil: Ihr Vierbeiner kann sich schnell verschlucken.
  2. Man kann mit ein paar Tropfen Wasser aus der Tablette einen Brei herstellen und dem Tier mit einem Finger diesen Brei in die Wangenschleimhaut vorsichtig einreiben.

Zusammenverabreichung:

Um den Darm des Tieres nicht unnötig mit Laktose zu belasten, können Sie die oben aufgeführten biochemischen Mineralsalze in einem Glas laufwarmen Wasser auflösen, mit einem Holz- oder Plastiklöffel umrühren und ca. eine Stunde stehen lassen. Hierdurch setzt sich die Laktose als Tablettenträger auf dem Boden des Glases ab. Die wichtigen Inhaltsstoffe befinden sich im oberen Teil des Wasserglases, also im Wasser. Danach gießen Sie das so gefertigte Wasser vorsichtig durch einen Kaffee-Papier-Filter in ein anderes Glas oder Gefäß. Der verbleibende Rest (Laktose) wird nicht benutzt und verworfen bzw. weggeschüttet.

Mit der Methode des Zusammenverabreichens können auch biochemische Augentropfen hergestellt werden.

Hierfür kochen Sie 250 ml Wasser, welches Sie für die Augentropfen verwenden wollen, ab. Sie nehmen entweder die Schüßlersalze in Tablettenform oder als Globuli (1 Tablette = 5 Globuli) und lösen diese in dem abgekochten Wasser auf, lassen danach das Wasser zum Abkühlen einfach zugedeckt stehen.

Verwenden Sie für die biochemischen Mineralsalz-Augentropfen bitte jeweils 5 Tabletten von

  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3
  • Nr. 4 Kalium chloratum D6
  • Nr. 6 Kalium sulfuricum D6
  • Nr. 8 Natrium chloratum D6
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum D6
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum D6
  • Nr. 11 Silcea D12
  • Nr. 12 Calcium sulfuricum D6

Gehen Sie dabei wie oben bereits beschrieben vor. Somit vermeiden Sie, dass sehr wenig Laktose ins Auge Ihres Tieres gelangt. Für die biochemischen Augentropfen verwenden wir in der Praxis die Schüßlersalz-Globuli, die wesentlich weniger Laktose enthalten, als in Tablettenform, jedoch die gleichen Wirungskweisen besitzen. Vorsichtshalber wird genauso verfahren wie bei der Tablettenform.

Sie können mit diesen biochemischen Mineralsalz-Augentropfen das betroffene Auge mehrmals täglich vorsichtig auswaschen und es dem Tier mit einer Pipette (Fläschchen mit Pipette bekommen Sie in beliebigen Formen und Größen in Ihrer Apotheke) vorsichtig mindestens 3 mal täglich ins betroffene Augen tröpfeln.

Hinweis: in operierten Augen bitte diese selbst hergestellten Augentropfen nicht verwenden, da sie nicht steril sind.

Im Kühlschrank halten sich diese biochemischen Mineralsalz-Augentropfen ca. 3 Wochen in einem geschlossenen Glas oder Behälter.

Bildnachweis: chalabala / stock.adobe.com

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