Computer Praxistipps

Bildschirmkopie direkt ausdrucken ohne Zwischenablage

Lesezeit: 3 Minuten Früher zu DOS-Zeiten war das Anfertigen einer Bildschirmkopie ganz einfach: Einmal kurz auf die Taste Druck getippt und der Drucker legte los. Mit Windows ist der Ausdruck eines Screenshot komplizierter: Sie müssen die Bildschirmkopie erst in einem anderen Programm einfügen, bevor Sie diese ausdrucken können. Mit einem kostenlosen Tool geht der Ausdruck direkt und damit schneller.

3 min Lesezeit

Bildschirmkopie direkt ausdrucken ohne Zwischenablage

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Die Bildschirmkopie und ihre korrekte Bezeichnung

Die Bildschirmkopie hat viele Namen, sie wird häufig auch als Screenshot, Screendump oder Hardcopy bezeichnet. Die englischen Namen ermöglichen dabei eine Differenzierung, die das deutsche Wort nicht erlaubt:

  • Screenshot ist eine Aufnahme des Bildschirms wie das Schießen eines Fotos.
  • Screendump ist eine Kopie der Bildschirmdaten in eine Datei oder einen Zwischenspeicher wie bei der Zwischenablage.
  • Hardcopy ist eine anfassbare Kopie des Bildschirminhalts so wie eine Fotokopie oder ein Ausdruck.

Drücken Sie bei Windows auf die Taste Druck oder PrtSc, erzeugen Sie
einen Screendump, die Daten aus dem Bildschirmspeicher werden also im
Zwischenspeicher abgelegt.

Den Screenshot, also das aufgenommene Bild, sehen Sie erst nach dem
Einfügen des Screendumps in ein Bildbearbeitungsprogramm oder eine
Textverarbeitung.

Die Hardcopy des Bildschirms halten Sie erst mit dem Ausdruck in Händen.

Die Bildschirmkopie bei Windows ohne Tool

Windows kennt zwei Arten der Bildschirmkopie: Das Kopieren des gesamten Bildschirminhalts und das Kopieren des Fensters, das gerade den Fokus hat.

Zum Kopieren des gesamten Bildschirminhalts drücken Sie die Taste Druck oder bei einer Tastatur mit englischer Beschriftung die Taste PrtSc. Gedruckt wird dann jedoch nichts, sondern das Bild nur in die Zwischenablage übertragen.

Drücken Sie die Taste Druck zusammen mit der Alt-Taste, wird nur das gerade ausgewählte Fenster in die Zwischenablage übertragen. Gedruckt wird auch hier nichts.

Wie Ihnen Tools die Bildschirmkopie erleichtern

Windows lässt bei Bildschirmkopien einige Funktionen vermissen, die häufiger benötigt werden. Dazu gehört der direkte Ausdruck der Bildschirmkopie, aber auch das exakte Ausschneiden eines Fensters, das gerade nicht im Fokus ist, oder das Aufnehmen eines Bildausschnitts.

Ohne spezielle Tools müssen Sie die Nachbearbeitung manuell mit einem Bildbearbeitungsprogramm durchführen, was recht mühsam und zeitaufwändig ist. Im Fall von Windows 7 hilft Ihnen das mitgelieferte "Snipping Tool" ein wenig weiter. Sie können damit ein Fenster aufnehmen, erhalten das Bild direkt angezeigt und können es beschriften. Das direkte Ausdrucken geht auch hier nicht.

Besser sind FRAPS oder FastStone Capture, die Ihnen weit mehr Bearbeitungsfunktionen liefern. Beide sind jedoch nur in englischer Sprache verfügbar. Mit FastStone Capture lassen sich auch Videos der Bildschirmbedienung erstellen, zum Beispiel für ein YouTube-Video. 

FRAPS erstellt auch Bildschirmkopien von Computerspielen und Videos, was mit der normalen Bildschirmkopie-Funktion von Windows nicht immer funktioniert. Dafür kostet FRAPS allerdings auch 27 EUR, während die meisten anderen Screenshot-Tools kostenlos sind.

Ein Spezial-Tool zum direkten Drucken der Bildschirmkopie

Solche Tools bieten Ihnen zwar den gewünschten Bildausschnitt und erleichtern die Nachbearbeitung, dennoch bleibt das Grundproblem: Wie erhalten Sie einen direkten Bildschirmausdruck, ohne erst den Inhalt der Zwischenablage in ein anderes Programm einzufügen und den Druck zu starten?

Speziell dafür gibt es das Tool "Hardcopy" von Siegfried Weckmann, das seinem Namen alle Ehre macht: Sie installieren Hardcopy, drücken auf die Druck-Taste und erhalten einen Ausdruck des Bildschirminhalts, ganz so wie zu alten DOS-Zeiten, bevor Microsoft die Funktionsweise änderte.

Hardcopy läuft unter Windows 98, Windows Me, Windows 2000, Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 sowie Windows 2003 Server und Windows 2008 Server. Dabei werden jeweils die 32- und 64-Bit-Versionen von Windows unterstützt, soweit diese vorhanden sind. Laut dem Entwickler wird das Tool Hardcopy auch von SAP empfohlen.

Die Bedienung des Tools Hardcopy

Hardcopy reagiert nicht nur auf die Druck-Taste, sondern unterstützt auch die Tastenkombination Alt-Druck, um nur das aktuell ausgewählte Fenster zu drucken. Daneben gibt es zum Ausdruck noch ein Hardcopy-Symbol im SystemTray, das ist der Bereich der Taskleiste mit der Uhr.

Das Fenster im Vordergrund wird von Hardcopy um ein Drucker-Symbol erweitert, das Ihnen weitere nützliche Funktionen bietet:

  1. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Drucker-Symbol von Hardcopy, wird das aktuelle Fenster ausgedruckt.
  2. Ein Klick mit der mittleren Maustaste auf das Drucker-Symbol, ermöglicht das Ausschneiden eines Bereichs für den Ausdruck. Allerdings haben die wenigsten Mäuse heutzutage eine mittlere Maustaste. Die Funktion lässt sich bei Bedarf jedoch auch auf eine andere Taste Ihrer Maus legen.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Drucker-Symbol wird das Bild in Microsoft Word übertragen.

Statt der Steuerung über die Maus, können auch die Tasten Druck, Rollen und Pause mit den Funktionen Bildschirm drucken, in eine Datei speichern und per E-Mail versenden belegt werden.

Hardcopy bietet Ihnen darüber hinaus noch eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, um das Bild zum Beispiel statt nach Word zu Excel oder PowerPoint zu kopieren, es automatisch in das Querformat (Landscape) zu drehen, in Graustufen umzuwandeln oder zu invertieren.

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