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Beziehungsprobleme: Wie können Sie Ihre Lebensorganisation sichern?

Lesezeit: 2 Minuten Die Lebensorganisation eines Menschen dient dazu, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und sich den Erfordernissen der jeweiligen Umwelt, zum Beispiel in der Paarbeziehung, der Familie oder am Arbeitsplatz anzupassen. In diesem Artikel lernen Sie einige Grundzüge kennen, wie Sie ihre Lebensorganisation sichern können.

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Beziehungsprobleme: Wie können Sie Ihre Lebensorganisation sichern?

Beziehungsprobleme: Wie können Sie Ihre Lebensorganisation sichern?

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Beziehungen und Familien tragen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse bei

Die Bedürfnisse eines Menschen sind hinsichtlich ihrer Wichtigkeit in einer Hierarchie von Maslow als Bedürfnis – Pyramide dargestellt worden. Das Buch „Die 7 Grundbedürfnisse von Kindern“ von Brazelton und Greenspan bietet eine grundlegende Zusammenfassung.

Auf der Ebene der Persönlichkeitsentwicklung (nach Rainer Sachse) steht die Erfüllung der unterschiedlichen Ich-Bedürfnisse im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Anerkennung (als Mensch, Mann bzw. Frau), Wichtigkeit, Verlässlichkeit von Beziehungen, Kontrolle und Einhaltung der eigenen Grenzen. Wurde die Erfüllung eines dieser Wünsche in der Kindheit vernachlässigt, kann dieser lebenslang eine besonders große Bedeutung behalten und zur Entstehung einer so genannten Persönlichkeitsstörung führen.

Beobachten Sie sich also: Welche Bedürfnisse haben Sie? Werden diese in Ihren Beziehungen und Ihrer Familie erfüllt?

Das eigene Leben weitgehend selbst organisieren

Lässt etwas zu wünschen übrig, handeln Sie am besten so, dass Sie, wo immer möglich, selbst ihr Bestes geben, also tun, was der Erfüllung Ihrer Bedürfnisse dient. Teilen Sie Ihren Mitmenschen und Angehörigen Ihre Gefühle und Wünsche mit. Bevorzugen Sie dabei Sätze, die mit „Ich“ beginnen. Dadurch beugen Sie Verletzungen vor und erhöhen die Chancen, dass Ihnen Ihr Gegenüber vielleicht sogar entgegen kommt. Treffen Sie möglichst klare, gerechte Vereinbarungen und tragen Sie zu deren Einhaltung bei.

Beziehung zu Arbeitswelt und Finanzen bessern

Vielleicht erleben Sie aber auch Mobbing bzw. Erschöpfung durch Überforderung an Ihrem Arbeitsplatz, oder Ihnen fehlt das zur Sicherung Ihres Lebensunterhaltes notwendige Einkommen, da es in unserer Gesellschaft noch kein „bedingungsloses Grundeinkommen“ (Götz W. Werner) gibt. Dadurch kann Ihnen erschwert werden, sich den Erfordernissen Ihrer Umwelt anzupassen.

Hilfe finden Sie in diesem Bereich durch Maßnahmen der Sozialpädagogik oder der Sozialen Arbeit, z. B. der Schuldnerberatung. Ihr Arzt kann in Zusammenarbeit mit einem in Sozialmedizin erfahrenen Facharzt helfen, Ihre Situation zu untersuchen und zu klären, um damit einen ersten Schritt zu Ihrer Stabilisierung einzuleiten.

Wie Sie die Lebensorganisation positiv gestalten

  1. Entlastung schaffen mit Hilfe von Psychotherapie und Beratung
    Über ambulante Therapie hinaus tragen ein Krankenhausaufenthalt oder eine Maßnahme zur Medizinischen Rehabilitation über den Rentenversicherungsträger dazu bei, dass Sie sich Ihren Aufgaben nach einer Auszeit durch Krankschreibung wieder gewachsen fühlen. Sollte dies nicht genügen, bieten stufenweise Wiedereingliederung (Hamburger Modell) oder Maßnahmen zur Teilhabe durch die Rentenversicherung zusätzliche Möglichkeiten. Bei älteren Mitbürgern kann die Frühberentung wegen Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder Rente wegen Erwerbsunfähigkeit Entlastung schaffen. Ihr Arzt darf bei Vorliegen von Gesundheitsgründen eine Bescheinigung ausstellen, die Ihnen ermöglicht, mit Ihrem Arbeitgeber einen Auflösungsvertrag abzuschließen, ohne das Arbeitslosengeld gesperrt zu bekommen.
  2. Kontakte knüpfen zu anderen Einrichtungen
  3. Lassen Sie sich ggf. von Ihrem Arzt, dem Betriebsrat, der Gewerkschaft, dem VdK oder einem Fachanwalt für Sozialrecht beraten. Diese Einrichtungen können Sie auch unterstützen, beim Amt für soziale Angelegenheiten einen Grad der Behinderung „GdB“ zu beantragen, wenn Leiden länger als 6 Monate andauern.

Wenn etwas bisher nicht funktioniert hat, bedenken Sie…

Sollte Ihnen die Gestaltung und Absicherung der Lebensorganisation besondere Schwierigkeiten bereiten, bedenken Sie, dass sich im Umgang mit Institutionen oft die seelischen Themen eines Betroffenen widerspiegeln. Hierbei kann die Klärung und Lösung eigener Blockaden guten Lösungen den Weg bereiten.

Bildnachweis: carballo / stock.adobe.com

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