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Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Übelkeit und Erbrechen

Lesezeit: 3 Minuten Die Reaktionen jedes Körpers auf eine Schwangerschaft sind völlig unterschiedlich. Das trifft auch auf Beschwerden wie die morgendliche Übelkeit und Erbrechen zu, die längst nicht alle Schwangeren durchleiden. Auch die Intensität ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Unsere Tipps helfen Ihnen, diese unangenehme Zeit zu überstehen.

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Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Übelkeit und Erbrechen

Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Übelkeit und Erbrechen

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Wie entsteht Übelkeit in der Schwangerschaft?

Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen treten vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft, dem so genannten ersten Trimester auf. Die genauen Ursachen sind bisher noch nicht erforscht. Aber es ist wahrscheinlich, dass die Entwicklung der Plazenta und die erhöhte Hormonproduktion die Übelkeit verursachen. Auch Faktoren wie Stress und emotionale Probleme können diese Beschwerden mit beeinflussen.

Allerdings leiden nicht alle Frauen unter diesem Phänomen. Manche Schwangere haben gar keine Beschwerden, andere verspüren nur gelegentlich eine leichte Übelkeit und andere müssen sich am Morgen übergeben.

Wann führen Übelkeit und Erbrechen zu Problemen?

Die Schwangerschaftsübelkeit schadet weder Mutter noch Kind, wenn die Frauen nicht häufig erbrechen und es schaffen, sich trotzdem gesund zu ernähren. Kritisch wird es, wenn sie mehrmals am Tag erbrechen und nicht genug Flüssigkeit speichern können. Suchen Sie sofort Ihren Frauenarzt auf, wenn Sie häufig erbrechen, sich schwindelig fühlen oder sich einfach nicht wohl fühlen. Er wird Sie durchchecken und notfalls die richtige Therapie verordnen.

Es ist völlig unerforscht, warum einige Frauen die Übelkeit verspüren und andere nicht. In seltenen Fällen tritt die extreme Schwangerschaftsübelkeit auf, die so genannte hyperemesis gravidarum. Die betroffenen Frauen übergeben sich mehr als fünf Mal am Tag, was zur völligen Erschöpfung der Frau führt. Häufig sind Depressionen die Folge.

Denken Sie bitte immer daran, Sie haben keine Schuld an dieser heftigen Reaktion Ihres Körpers. Sicher, es ist ungerecht, dass gerade Sie so leiden während andere Schwangere in dieser Zeit regelrecht aufblühen. Aber dieser Zustand ist vorübergehend und dann genießen auch Sie die Schwangerschaft in vollen Zügen. Betroffene Schwangere finden Informationen und Zuspruch im Internet bei Hyperemesis gravidarum.

Tipps gegen die Übelkeit in der Schwangerschaft

  • Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. Oft warnt die Übelkeit die schwangere Frau vor Speisen, die ihr in dieser Zeit nicht gut bekommen. Meiden Sie Lebensmittel, vor denen Sie sich ekeln.
  • Wenn Sie trotz Übelkeit Appetit auf bestimmte Nahrungsmittel verspüren, signalisiert Ihnen Ihr Körper, was er braucht. Geben Sie diesem Drang ruhig nach – Ihr Körper weiß am besten, was Ihnen fehlt.
  • Wenn Sie sich übergeben müssen, versuchen Sie viel Wasser zu trinken, damit der Körper nicht austrocknet. Eine gute Ergänzung sind wasserhaltige Früchte oder Gemüse wie Melone, Trauben oder Gurke.
  • Die morgendliche Übelkeit kann auch ein niedriger Blutzuckerspiegel verursachen. Beginnen Sie den Tag schon im Bett mit einem Kräutertee, der ihnen gut schmeckt. Kamille oder Fenchel beruhigen den Magen. Ingwertee hilft den Zinkmangel zu bekämpfen, der als einer der Ursachen für die morgendliche Übelkeit gilt.
  • Falls Sie keinen Tee mögen, können Sie auch zu Zwieback greifen.
  • Greifen Sie lieber öfter zu kleinen Portionen statt Ihren Organismus mit großen Mengen zu überlasten.
  • Fette, schwere oder stark gewürzte Speisen jetzt lieber meiden.
  • Lassen Sie die Übelkeit gar nicht erst entstehen. Es klingt unlogisch, aber mit einem leeren Magen wird Ihnen leichter übel. Knabbern Sie immer wieder zwischendurch zum Beispiel an Zwieback, Keksen oder getrocknete Früchte. Durch den Speichelfluss beim Kauen verhindern Sie Übelkeitsattacken.
  • Ein heißer Tipp gegen die Übelkeit sind Nüsse. Zu Brei gekaut binden sie die Säure im Magen.
  • Oft entwickeln schwangere Frauen eine starke Abneigung gegen starke Gerüche wie Zigarettenrauch oder Parfüm, die ebenfalls Übelkeit auslösen können.
  • Vielleicht beruhigt sich Ihr Magen, wenn Sie frische Düfte über eine Duftlampe verbreiten. Auch der Geruch einer aufgeschnittenen Zitrone kann die Übelkeit vertreiben.
  • Denken Sie auch an Ihre Psyche. Legen Sie sich am Tag immer wieder hin und versuchen Sie zu entspannen.
  • Gehen Sie viel an der frischen Luft spazieren. Das ist ohnehin gesund und lenkt Sie obendrein von den Schwangerschaftsbeschwerden ab.
  • Gegen die Schwangerschaftsübelkeit helfen auch homöopathische Mittel, Akupunktur oder Medikamente. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.
  • Suchen Sie das Gespräch mit betroffenen schwangeren Frauen oder einer Hebamme. Verständnis und Mitgefühl sind Balsam für Ihre Seele.

Bildnachweis: Valua Vitaly / stock.adobe.com

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