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Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Sodbrennen

Lesezeit: 2 Minuten Laut Frauenärzten im Netz leiden 40 bis 80 Prozent aller schwangeren Frauen während der Schwangerschaft an Sodbrennen. Diese Beschwerden sind zwar meistens harmlos aber teilweise sehr schmerzhaft. Bevor Sie zu Medikamenten greifen, probieren Sie erst diese bewährten Hausmittel.

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Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Sodbrennen

Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Sodbrennen

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Beschwerden in der Schwangerschaft: Sodbrennen

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt. Diese Beschwerden in der Schwangerschaft äußern sich sehr unterschiedlich: Kratzen im Hals, Aufstoßen, extremer Speichelfluss, Völle- oder Blähgefühl oder brennende Schmerzen entlang der Speiseröhre. Es fühlt sich an, als hätte sich ein Feuerball hinter dem Brustbein festgesetzt.

Beschwerden in der Schwangerschaft: So entsteht Sodbrennen

Der Verschlussmuskel des Magens sorgt dafür, dass der saure Mageninhalt nicht in die empfindliche Speiseröhre gelangt. Während der Schwangerschaft bereitet das Hormon Progesteron den Körper auf die Schwangerschaft vor und lockert Muskeln, Sehnen und Gewebe. Als Folge entspannt sich auch der Verschlussmuskel des Magens und die Magensäure tritt in die Speiseröhre aus. Deshalb gehört Sodbrennen zu den lästigen Beschwerden während der gesamten Schwangerschaft.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft tritt Sodbrennen allerdings häufiger auf, weil die wachsende Gebärmutter und das Baby auf den Magen drücken. Kommt jetzt noch eine üppige Mahlzeit dazu, entsteht ein Platzmangel. Ein Teil der Magensäure entweicht in die Speiseröhre und verursacht die Beschwerden. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch Speisen, die direkt die Speiseröhre angreifen. In seltenen Fällen sind auch organische Ursachen wie eine Zwerchfellschwäche für das Sodbrennen verantwortlich.

Beschwerden in der Schwangerschaft: Sodbrennen vermeiden

Achten Sie in der Schwangerschaft besonders sorgfältig auf die Signale Ihres Körpers. Vermeiden Sie alle Speisen, auf die Sie mit Unwohlsein oder auch nur Unbehagen reagieren.

  • Sodbrennen entsteht unter anderem durch Platzmangel. Statt riesiger Portionen essen Sie in der Schwangerschaft lieber kleine Mengen, die Sie über den Tag verteilen.
  • Essen Sie langsam und kauen Sie das Essen gründlich.
  • Trinken Sie möglichst wenig während der Mahlzeiten.
  • Am Abend nur eine leichte Mahlzeit zu sich nehmen. Essen Sie nichts mehr vor dem Schlafengehen.
  • Scharfe und fettige Speisen reizen die Speiseröhre.
  • Vermeiden Sie Speisen, die die Produktion der Magensäure anregen: Zitrusfrüchte, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Essig, Kaffee, Schokolade.
  • Achten Sie auf Ihre Haltung und sitzen Sie möglichst gerade. Wer sich nach vorne zusammenkrümmt, zwängt den Magen zu sehr ein.

Beschwerden in der Schwangerschaft: Sodbrennen lindern

Oft helfen schon erprobte Hausmittel gegen das Sodbrennen. Probieren Sie aus, was Ihnen hilft und gut bekommt. Wenn die Beschwerden sich nicht bessern, scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt aufzusuchen. Inzwischen gibt es Medikamente gegen Sodbrennen, die auch Schwangere einnehmen dürfen.

  • 15 – 20 Tropfen frisch gepressten Zitronensaft auf einen Esslöffel geben, mit etwas kaltem Wasser auffüllen und herunterschlucken. Dieses alte Heilmittel der Kräuterschwester Bernardine lindert oft sofort die stechenden Schmerzen.
  • Kartoffelsaft: Eine rohe Kartoffel reiben und auspressen. Nehmen Sie zweimal täglich einen Esslöffel vor den Mahlzeiten.
  • Pfefferminztee oder Fencheltee
  • Ein Stück Brot kauen oder Haferflocken essen.
  • Geschälte Mandeln kauen.
  • Etwas Milch oder Kondensmilch trinken.
  • Liegen Sie nicht ganz flach sondern leicht erhöht mit einem Kissen unter dem Rücken.

Bildnachweis: PR Image Factory / stock.adobe.com

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