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Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Schlafprobleme

Lesezeit: 2 Minuten Das kennt fast jede schwangere Frau: Mutter und das ungeborene Baby haben einen völlig unterschiedlichen Schlafrhythmus. Aber nicht nur die Turnübungen des Babys verursachen in der Schwangerschaft Schlafprobleme. Ängste und eine unbequeme Schlafposition rauben ebenfalls die Nachtruhe der Schwangeren. Hier helfen unsere Tipps weiter.

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Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Schlafprobleme

Beschwerden in der Schwangerschaft lindern: Schlafprobleme

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Wenn der Nachwuchs nicht schlafen will

Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Schlafproblemen. Wenn die Mutter sich bewegt, wird das Baby sanft in den Schlaf geschaukelt. Herrscht Ruhe, wird es aktiv. Tatsächlich wird das ungeborene Baby munter, wenn die Mutter liegt. Jetzt wird die Plazenta gut durchblutet, ein Energieschub für den Kleinen.

Freuen Sie sich einfach über die Bewegungen Ihres Kindes. Nutzen Sie den Moment, um mit Ihrem ungeborenen Kind zu sprechen. Erzählen Sie Ihm von den Ereignissen des Tages oder singen Sie ein Lied. Auch Streicheln über den Bauch verstärkt die traute Zweisamkeit.

Die richtige Schlafposition

Wenn sich der Bauch immer mehr wölbt, fällt es der werdenden Mutter schwer, die richtige Schlafstellung zu finden. Wer gerne auf dem Bauch oder dem Rücken schläft, muss sich jetzt umstellen. Die Rückenposition empfiehlt sich nicht mehr in den letzten Schwangerschaftswochen, da die Gebärmutter die großen Venen abdrücken kann. Das führt zu Ohnmachtsgefühlen, Herzrasen oder Atemnot.

Versuchen Sie in der Schwangerschaft Ihre Schlafprobleme zu lösen, indem Sie auf der linken Seite schlafen. Das entlastet den Kreislauf. Bitten Sie Ihren Partner, Rücken und Beine mit einem Kissen abzustützen. Auch der Bauch wird mit weichen Kissen sanft in Position gebracht. Wer trotzdem keine angenehme Schlafstellung findet, macht es sich in einem gemütlichen Sessel bequem.

Wenn in der Schwangerschaft die Sorgen drücken

Trotz aller Freude über die Schwangerschaft, viele Unwägbarkeiten wie die Geburt und die Zeit mit dem neuen Erdenbürger verunsichern viele werdende Mütter. Nachts kreisen die Gedanken und lassen sich nicht ausblenden. Diese Schlafprobleme vermeiden Sie, wenn Sie sich gründlich vorbereiten:

Haben Sie Angst vor der Geburt, besuchen Sie einen guten Schwangerschafts-Vorbereitungskurs. Reden Sie auch mit anderen Müttern über Ihre Sorgen. Haben Sie Bedenken, ob Sie die ersten Wochen mit dem Säugling schaffen, dann suchen Sie sich eine liebevolle Hebamme. Welche Probleme Sie auch belasten, reden Sie mit Verwandten und Bekannten und bitten Sie um Unterstützung.

Hilfe, die Blase drückt

In der Schwangerschaft verstärkt das wachsende Baby den Druck auf der Blase. Schlafprobleme sind die Folge, denn es ist kein Vergnügen, sich nachts aus dem Bett zu wälzen. Trinken Sie bitte nicht weniger, Flüssigkeit ist wichtig für eine gesunde Schwangerschaft. Versuchen Sie stattdessen, tagsüber viel zu trinken und abends weniger.

Bevor Sie schlafen gehen, gehen Sie auf Toilette. Im Bett legen Sie die Füße hoch und lesen noch etwas oder entspannen sich. Nach ungefähr 20 Minuten gehen Sie noch einmal auf die Toilette. Versuchen Sie die Blase komplett zu entleeren.

Wenn Sie in der Schwangerschaft nicht einschlafen können

Oft gibt es während der Schwangerschaft gar keinen bestimmten Grund für Schlafprobleme. Obwohl Sie müde sind, können Sie einfach nicht einschlafen. Oder Sie wachen mitten in der Nacht auf und sind putzmunter. Und je mehr Sie sich von einer Seite auf die andere wälzen, desto unruhiger werden Sie.

Stehen Sie lieber gleich auf und machen etwas Langweiliges, zum Beispiel Abwaschen oder einen öden Film schauen. Das macht so müde, dass Sie mit etwas Glück bald weiterschlafen können. Gegen Einschlafproblemen  hilft außerdem, den Abend ruhig ausklingen zu lassen: Nehmen Sie ein Bad, hören Sie ruhige Musik oder entspannen Sie in Ihrer Kuschelecke bis Sie merken, wie Sie langsam müde werden.

Entdecken Sie das Mittagsschläfchen

Es wird Ihnen nicht immer gelingen, die Nächte tief und fest durchzuschlafen. Wenn Sie sich wie gerädert fühlen, holen Sie den Schlaf einfach tagsüber nach. Ein Mittagsschläfchen wird Sie erfrischen, wenn Sie nicht länger als eine Stunde schlafen. So bereiten Sie sich gleichzeitig auf die Zeit mit Ihrem Baby vor. Auch hier müssen Sie den fehlenden Schlaf in kurzen Momenten nachholen.

Bildnachweis: Artem / stock.adobe.com

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