Homöopathie Praxistipps

Bei welchen Beschwerden hilft Berberis vulgaris?

Lesezeit: 2 Minuten Berberis vulgaris ist ein homöopathisches Mittel mit einem breiten Einsatzgebiet, das hauptsächlich auf Stoffwechselstörungen abzielt, die mit einer zu hohen Harnsäure-Produktion im Körper einhergehen. Bei welchen Beschwerden das Mittel angewendet werden kann, lesen Sie in diesem Artikel.

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Bei welchen Beschwerden hilft Berberis vulgaris?

Bei welchen Beschwerden hilft Berberis vulgaris?

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Berberis vulgaris, besser bekannt als die gewöhnliche Berberitze, wird in der Homöopathie als Heilmittel eingesetzt. Berberis wird auch Sauerdorn oder Essigdorn genannt und ist in Asien und Europa verbreitet. Die roten Beerenfrüchte, die an den Sträuchern hängen, sind sehr sauer, aber genießbar.

Die homöopathische Urtinktur wird aus der Wurzelrinde, der Stammrinde oder der gesamten Wurzel gewonnen. In diesen Pflanzenteilen sind die sogenannten Berberinalkaloide enthalten, die die Wirksamkeit enthalten, die in der Homöopathie gewünscht ist. Berberis vulgaris gibt es in Globuli- und in Tropfenform.

Typische Beschwerden von Berberis vulgaris-Patienten

Die Leitsymptome, die den Einsatz von Berberis vulgaris rechtfertigen, sind vielfältig. Nierenschmerzen, trockene Schleimhäute, ausstrahlende und wandernde Schmerzen und Schmerzen in den Beinen beim Urinieren sind typisch für Berberis vulgaris-Patienten. Das homöopathische Mittel wird daher besonders gerne in der Urologie eingesetzt und hilft bei Blasenentzündungen und Problemen mit dem Urogenitaltrakt.

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Beschwerden können die Lebensqualität beeinträchtigen

Typisch sind Steine im Harntrakt, die in der Harnblase wandern und für starke Schmerzen sorgen. Heftige Unterbauchschmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit und ein brennendes Gefühl im Bauchraum gehen häufig mit diesen Harnsteinen einher. Beim Wasserlassen haben die Personen Schwierigkeiten, der Urinstrahl wird immer wieder unterbrochen und er kann Blutspuren aufzeigen.

Bei männlichen Patienten können die Schmerzen bis in den Hodensack ausstrahlen und sogar so stark werden, dass Geschlechtsverkehr unmöglich wird. In diesem Fall liegt eine klare Beeinträchtigung der Lebensqualität vor, die unbedingt behandelt werden sollte.

Das Einsatzgebiet von Berberis vulgaris ist noch weitaus größer

Berberis vulgaris kann jedoch auch in der Rheumatologie angewendet werden. Bei rheumatischen Erkrankungen aller Art wirkt das Mittel schmerzlindernd. Auch bei diesen Beschwerden hilft das Mittel insbesondere dann, wenn sich zu den Gelenkschmerzen Harnwegsentzündungen gesellen. Berberis wirkt auf den Stoffwechsel und kann überschüssige Harnsäure neutralisieren.

Diese ist sowohl für Steinchenbildung in der Harnblase oder den Harnleitern als auch für rheumatische Beschwerden verantwortlich. So kann sich Harnsäure in den Organen und im Gewebe absetzen und führt so zu starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Werden diese Symptome nicht behandelt, dann können sich Steine sowohl in den Nieren als auch in der Galle, der Blase oder im Harnleiter bilden.

Weitere Anwendungsgebiete des homöopathischen Mittels

In der Dermatologie hilft Berberis vulgaris bei Röschenflechte, ein Hautausschlag mit rötlichen, stark juckenden Flecken am ganzen Körper. In der Gastroenterologie hilft Berberis vulgaris Patienten mit Erkrankungen der Leber, des Magen-Darm-Trakts, der Speiseröhre, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse.

Auch in diesen Fällen liegt meist ein gestörter Stoffwechsel zu Grunde, weshalb Stoffwechselprodukte nicht ganz abgebaut werden können. Ständige Übelkeit, Durchfälle oder Verstopfung und ein dicker und zähflüssiger Speichel sind Anzeichen für eine Krankheit.

Wie wird Berberis vulgaris dosiert?

Bei rheumatischen Beschwerden werden zwei Mal am Tag fünf Globuli Berberis vulgaris in den Potenzen C6 bis C30 eingenommen. Bei gastroenterologischen Beschwerden helfen morgens und abends 20 Tropfen, die vor den Mahlzeiten in Wasser aufgelöst und geschluckt werden. Bei Hauterkrankungen werden zwei Mal täglich 10 Globuli  in den Potenzen D3 bis D6 eingenommen.

Bildnachweis: lepatriote / stock.adobe.com

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