Gesundheit Praxistipps

Behandlungsfehler – So wehren Sie sich erfolgreich

Lesezeit: 1 Minute Ein gutes und vertrauensvolles Arzt-Patient-Verhältnis ist der Idealfall und entspricht glücklicherweise auch meist der Realität. Doch wenn Ihrem Therapeuten ein Behandlungsfehler unterlaufen sollte, ist es wichtig, dass Sie Ihre Rechte als Patient kennen. Lesen Sie, wie Sie sich nach einem Behandlungsfehler am besten wehren und Ihre Ansprüche durchsetzen.

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Behandlungsfehler – So wehren Sie sich erfolgreich

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Der Arzt ist verpflichtet Sie über Risiken aufzuklären
Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, schließen Sie mit ihm, auch wenn es Ihnen nicht bewusst ist, einen "Behandlungsvertrag" ab, der vom Gesetzgeber eindeutig geregelt ist. Dieser Vetrag bestimmt, was als Behandlungsfehler zu werten ist. An den Arzt werden dabei hohe Anforderungen gestellt.

Das sind die Pflichten Ihres Arztes:

Schweigepflicht
– Sorgfaltspflicht (Behandlung stets nach anerkannten und gesicherten  Methoden)
– Dokumentations- und Aufbewahrungspflicht der Patientendaten
– Aufklärungspflicht (über Risiken und Kosten der Behandlung
– Behandlungspflicht

Es reicht übrigens nicht aus, wenn Ihr Arzt Ihnen ein paar Aufklärungsbögen in die Hand drückt. Er muss sich schon Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen, bei dem Sie auch Fragen stellen können. Sie sollten einer Behandlung nur zustimmen, wenn sie das Gefühl haben, ausreichend informiert worden zu sein.

Ihre Krankenunterlagen dürfen Sie jederzeit einsehen
Auch mangelnde Dokumentation kann als Behandlungsfehler gewertet werden. Ihr Arzt ist verpflichtet, alle für Ihre Behandlung wichtigen Informationen und Befunde aufzuzeichnen sowie diese mindestens 10 Jahre aufzubewahren.

Zu Ihren Krankenunterlagen zählen:

1. BefundeUntersuchungsergebnisse
2. Laborwerte
3. EKGs
4. Röntgenbilder
5. Operationsberichte
6. Arztbriefe
7. Befunde mitbehandelnder Ärzte

Sie haben Anspruch darauf, sich Kopien von Ihren Unterlagen aushändigen zu lassen. Die Kopien müssen Sie bezahlen, allerdings darf Ihr Arzt maximal 50 Cent pro Kopie verlangen.

Behandlungsfehler? Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle
Haben Sie den Verdacht, Opfer von einem Behandlungsfehler geworden zu sein, sollten Sie mit Ihren Krankenunterlagen möglichst bald eine Patienten-Beratungsstelle (Adresse siehe unten) aufsuchen. Schadens- und Schmerzensgeldansprüche verjähren nämlich nach 3 Jahren.

Hier bekommen Sie Unterstützung bei einem Behandlungsfehler:
Bundesarbeitsgemeinschaft der Patientenstellen
Auenstr. 31
80469 München
Tel.:089/767531
Fax.:089/7 25 04 74
www.patientenstellen.de

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