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Barfuß joggen: So setzen Sie es erfolgversprechend ein

Lesezeit: 2 Minuten Warum in teure Laufschuhe investieren, wenn man doch auf den eigenen Körper vertrauen kann? Der Mensch ist von Natur aus mit einem hervorragenden Bewegungsapparat ausgestattet. Man muss ihn nur sinnvoll zu nutzen wissen. Auch beim Laufsport kann es sinnvoll sein, die Schuhe mal in der Ecke stehen zu lassen. Hier erfahren Sie, welche Vorteile das bringen kann.

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Barfuß joggen: So setzen Sie es erfolgversprechend ein

Barfuß joggen: So setzen Sie es erfolgversprechend ein

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Die Menschen haben sich im Laufe der Zeit daran gewöhnt, etwas an den Füßen zu tragen. Die menschliche Entwicklung der letzten Jahrhunderte brachte das mit sich. Der menschliche Körper ist aber grundsätzlich darauf ausgelegt, große Strecken ohne Schuhe zurück zu legen.

Durch die Gewöhnung an Schuhe verkümmern allerdings unsere Füße. Das führt nicht selten zu Fehlstellungen. Der Trend im Laufsport geht jetzt allerdings wieder zurück zu den Ursprüngen. Vieles spricht nunmehr dafür zum Beispiel barfuß zu joggen. Gerade bei aktiven Läufern hat das zahlreiche Vorteile.

1. Vorteil: Verletzungen minimieren

Zahlreiche Erkrankungen wie zum Beispiel Probleme mit der Achillessehne treten häufig aufgrund von Schuhen auf. Die Füße sind nicht kräftig genug und Muskelgruppen verkümmern. Aus diesem Grund kann der Fuß bei großen Belastungen wie einer Marathonvorbereitung irgendwann nicht mehr „Schritt halten“ und streikt.

Durch das Barfußlaufen kann diese Muskulatur wieder gezielt aufgebaut werden. Der Fuß wird gestärkt und Verletzungen werden vorgebeugt, da der Fuß weniger anfällig ist.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich der Sportler im Voraus längere Zeit (mindestens drei Monate) an diese Art der Fortbewegung gewöhnt hat.

2. Vorteil: Es beugt Fußschäden vor

Es gibt viele Fehlstellungen, die nur aufgrund von falschen oder zu engen Schuhen entstehen. Dies gilt allgemein und nicht nur für Läufer. So können beispielsweise Fußfehlstellungen wie Hallux Valgus vermieden werden, wenn erstens häufig barfuß gelaufen wird (zuhause, am Strand, im Garten).

Zudem sollten Sie sich auch fachgerecht (von einem Orthopäden) beraten lassen, um das richtige Schuhwerk auszuwählen. Gerade wenn Sie anfällig für derlei Erkrankungen sind.

3. Vorteil: Barfuß laufen stärkt Sehnen, Bänder und Muskulatur

Der entscheidende Vorteil ist jedoch, dass durch maßvolles und gezieltes Barfußlaufen die gesamte Fußmuskulatur, die beteiligten Sehnen, Bändern und sogar die Venen gestärkt werden.  Gerade wenn man mit dem Barfußlaufen beginnt, stellt sich schnell Muskelkater ein. Dieser befindet sich aber an Stellen, die Sie vorher nie gespürt haben. In diesem Prozess bilden sich die verkümmerten Fußpartien neu aus.

Hat sich Ihr Körper einmal daran gewöhnt, kann Ihnen das später in Wettkämpfen einen entscheidenden Leistungssprung bringen. Sie können wesentlich stabiler und kraftvoller laufen. Das macht sich dann auch in der Zeit bemerkbar.

Allerdings sollten Sie bei all den Vorteilen auch bedenken, dass Barfußlaufen nicht für jeden empfehlenswert ist. Es kann zwar auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden, was durchaus erfolgversprechend ist. Es kann aber auch das Gegenteil bewirken.

Wenn Sie bereits eingehende Probleme mit der Achillessehne, komplexe Fußfehlstellungen oder Arthrose haben, ist diese Art des Laufens für Sie nicht zu empfehlen. Es kann die Symptome noch verschlimmern.

Bildnachweis: Jenner / stock.adobe.com

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