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Baby richtig abstillen: So geht es

Lesezeit: 2 Minuten Muttermilch ist für Ihr Baby in den ersten Lebensmonaten die beste Ernährung. Sie enthält alle wichtigen Nährstoffe und unterstützt den Aufbau des Immunsystems des Säuglings. Aber die Stillphase ist nur ein begrenzter Zeitraum und irgendwann muss sich jede Mutter über das Abstillen Gedanken machen.

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Baby richtig abstillen: So geht es

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Jedes Kind hat seine eigene Stillphase

Es gibt keine Regel, die festlegt, wann ein Kind am besten abgestillt werden sollte. Manche Mütter fangen bereits im 4. Lebensmonat an, einzelne Mahlzeiten zu ersetzen, andere Mütter bewahren sich bis über das zweite Lebensjahr hinaus noch die eine oder andere Stillmahlzeit.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für ein Abstillen, wie gesundheitliche Probleme der Mutter, Wiedereinstieg in das Berufsleben, Wunsch nach mehr Unabhängigkeit oder das Baby fügt der Mutter mit seinen ersten Zähnchen Schmerzen beim Stillen zu. Keine Mutter braucht für ihre Entscheidung ein schlechtes Gewissen zu haben.

Abstillphase dauert mehrere Wochen

Auf keinen Fall klappt das Abstillen von heute auf morgen. Die Milchproduktion muss langsam heruntergefahren werden und der Säugling braucht Zeit, sich an das neue Nahrungsangebot zu gewöhnen. Je seltener an der Brust gesaugt wird, umso weniger Milch wird gebildet. In den ersten drei Tagen nach Beginn der Umstellung werden sich die Brüste hart anfühlen und prall gefüllt sein. Zur Erleichterung können Sie dann die Milch etwas ausstreichen oder ganz leicht abpumpen. Bei letzterem sollen Sie  jedoch sehr vorsichtig vorgehen, damit dadurch die Milchproduktion nicht wieder angeregt wird.

Zuerst nur eine Mahlzeit ersetzen

Am Anfang sollten Sie zunächst nur wenige Löffel Brei füttern. Das Baby hat ohnehin Schwierigkeiten, nun vom Löffel zu essen und muss sich außerdem mit einem neuen Geschmack anfreunden. So wird die Mahlzeit am besten noch mit Stillen ergänzt. Zur Einführung der neuen Kost bietet sich die Mittagszeit an. So kann sich das Verdauungssystem des Babys daran gewöhnen und eventuelle Blähungen stören dann nicht die Nachtruhe. Haben Sie Geduld beim ersten Zufüttern, das Kind wird sich nach zwei Wochen schon etwas geschickter anstellen. Es ist für einen Säugling eine große Herausforderung, seine Nahrung nun vom Löffel zu saugen.

Nach und nach weitere Mahlzeiten umstellen

Geben Sie Ihrem Baby ruhig drei bis vier Wochen Zeit, ehe Sie ihm eine weitere Breimahlzeit anbieten. Jetzt können Sie es am Abend versuchen. Beginnen  Sie wieder mit einer kleinen Menge, die dann allmählich die gesamte Mahlzeit ersetzt. Damit das Kind gut einschläft, können Sie ihm abends ruhig noch die Brust geben. Lassen Sie es aber nicht endlos nuckeln, bieten Sie ihm stattdessen einen Nuckel zur Befriedigung seines Saugbedürfnisses an. Bald wird es durch das nahrhafte Essen am Abend länger durchschlafen und erst am Morgen wieder Hunger haben. So ersetzen Sie ganz automatisch ein bisheriges nächtliches Trinken.

Letzte Stillmahlzeit bewahren

Bald wird nur noch die morgendliche Stillmahlzeit übrig bleiben. Genießen Sie diese ruhig so lange wie es Ihnen und ihrem Kind angenehm ist. Zum einen ist es sehr praktisch, wenn die morgendliche Mahlzeit schon vor dem Aufstehen gleich tafelfertig ist und zum anderen hat eine Mutter nie wieder so eine intensive Bindung zu ihrem Kind wie in der Stillperiode. Manchen Müttern fällt es sogar sehr schwer, darauf zu verzichten und sie stillen bis ins Kleinkindalter hinein.

Wenn das Abstillen schnell gehen muss

Manchmal gibt es Gründe, die ein schnelles Abstillen erfordern. Die Mahlzeiten müssen dann zunächst durch Flaschennahrung ersetzt werden. Aber Mütter brauchen auch hier kein schlechtes Gewissen zu haben, denn auch die Flaschennahrung enthält alle wichtigen Nährstoffe. Um einen Milchstau oder das Verhärten der Brüste zu vermeiden, kann neben dem sanften Ausstreichen der überschüssigen Milch auch Salbei- oder Pfefferminztee bei der Einschränkung der Milchproduktion helfen. Ebenso können Spannungen durch sanfte Massage der Brust oder durch kalte Umschläge gemildert werden.

Bildnachweis: Kzenon / stock.adobe.com

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