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Autogenes Training und dessen Wirkung auf Körper und Geist

Lesezeit: 2 Minuten Was passiert bei Ihnen in Körper und Geist, wenn Sie die Übungen des Autogenen Trainings bei sich regelmäßig anwenden? Ist es nur Einbildung oder passiert tatsächlich etwas mit Ihnen? Welche körperlichen Reaktionen erwarten Sie?

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Autogenes Training und dessen Wirkung auf Körper und Geist

Autogenes Training und dessen Wirkung auf Körper und Geist

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Wissenschaftlich belegt oder nur Einbildung?

Bereist der Neurologe und Psychiater Johannes Heinrich Schulz belegte nach zahlreichen Versuchen und seinen Beobachtungen sowie Erfahrungen mit Patienten, die sich unter Hypnose befanden, dass es sich bei der Entspannungsmethode des Autogenen Trainings durchaus nicht um Einbildung handelte. Autogenes Training ist der fernöstlichen Meditation sehr ähnlich.

Er wies zum Beispiel nach, dass der Patient die Anweisungen des Therapeuten unter Hypnose nicht nur fühlte, weil es ihm suggeriert wurde, sondern selbst erlebte. Hypnotisierte Patienten fühlten sich nach der Hypnose nicht nur entspannt und erholt, sondern tatsächlich dieses Wärme und Schwergefühl.

Aus dieser Überlegung heraus kam Johannes Schulz zum Schluss, dass sich ein Patient mittels Selbstsuggestion warme und schwere Gliedmaßen nicht nur einbildet, sondern real auch fühlt.

Die Fremdsuggestion konnte so bei verschiedenen Beschwerden durch die Selbstsuggestion abgelöst werden. Johannes Schulz entwickelt dafür eine spezielle Formel, die sich der Patient gedanklich vorsagt.

Was bedeute Suggestion beim Autogenen Training?

Das Autogene Training unterscheidet zwei Formen der Suggestion. Zu einem der Fremdsuggestion, bei der Sie durch einen Therapeuten angeleitet werden. Und zum anderen durch die Selbstsuggestion bzw. der Autosuggestion. Bei dieser Form üben Sie sich selbst zu beeinflussen. Eine Suggestion ist nichts anderes als eine Beeinflussung. Ein sogenanntes Einflüstern.

Am deutlichsten wird es an Hand von Werbespots. Diese sind dafür gedacht, eine bestimmte Zielgruppe derart zu beeinflussen, dass das beworbene Produkt gekauft wird oder eine sich daraus entsprechende abgeleitete Handlung vom Umworbenen getätigt wird. Die Kindermilchschnitte zum Beispiel steckt voller Zucker, der doch ungesund ist. Es wird jedoch den Eltern suggeriert dieses Produkt sein unheimlich gesund. Letztlich liegt es in der Verantwortung eines jeden, sich nicht derart beeinflussen zu lassen.

Auch die Medizin kennt ein gutes Beispiel der Beeinflussung. Der Effekt eines Placebos. Das ist ein Medikamente ohne jegliche Wirkung.  Allerdings ist es so, dass ein Patient, der ein Placebo erhalten hat, zum Beispiel als Ersatz für ein Schlafmittel, ohne es zu wissen die versprochene Wirkung fühlt, ohne tatsächlich ein Schlafmittel genommen zu haben. Er schläft tatsächlich und bildet sich diesen Zustand nicht ein.

Oder Sie beobachten zufällig eine Person, die sich andauernd am Arm kratz. Bevor Sie sich fragen warum, wird auch Ihre Haut stark juckt. Und das völlig grundlos. Diesen Wirkungsmechanismus der Suggestion nutzt das Autogene Training.

Wie wirkt das Autogene Training?

  • Das Autogene Training als Selbstsuggestion wirkt auf Ihren Geist und Körper letztlich so, wie Sie sich selbst zu beeinflussen vermögen.
  • Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Übungen mittels der dazugehörigen Formeln häufig wiederholen.
  • Dass Sie sich, das Vorgesagte möglichst bildhaft vorstellen.
  • Und dass Sie die Formeln individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen.
  • Ihr Unterbewusstsein benötigt etwas Zeit, um die Selbstsuggestion umzusetzen. Das kann Tage bis Wochen dauern. Lassen Sie sich nicht entmutigen und vor allem lassen Sie sich und Ihrem Körper etwas Zeit.

Mehr über Autogenes Training lesen Sie in

  • Autogenes Training und dessen Wirkung auf Körper und Geist
  • Autogenes Training und dessen Anwendungsgebiete
  • Die Grundstufe des Autogenen Trainings
  • Autogenes Training – Die Schwereübung und die Wärmeübung

Bildnachweis: Susanne Güttler / stock.adobe.com

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