Gesundheit Praxistipps

Autogenes Training: Die Atemübung

Lesezeit: 2 Minuten Aus dem Autogenen Training, einem recht beliebten Entspannungsprogramm, ist Ihnen sicher bereits die Wärmeübung und die Schwereübung bekannt. Wer diese beiden Übungen beherrscht, kann sich an die nächste Übungsstufe, die Atemübung, wagen.

2 min Lesezeit
Autogenes Training: Die Atemübung

Autogenes Training: Die Atemübung

Lesezeit: 2 Minuten

Die Atemübung wird zusammen mit der Schwereübung und der Wärmeübung durchgeführt. Mit dieser Übung lernen Sie, ruhig und gleichmäßig ein- und wieder auszuatmen.

Die Atemübung ist wichtig, weil Sie sich damit während des Autogenen Trainings besser und schneller entspannen. Außerdem hilft Ihnen diese Übung bei Alltagsstress oder Situationen in denen Sie bewusst Ihren Körper zur Ruhe zwingen. Nicht nur, um Ihren Körper bewusst und aktiv mit Sauerstoff zu versorgen. Richtiges Atmen hilft bei Stressabbau, Schlafstörungen und Verspannungen.

Wahrscheinlich kennen Sie denn beliebten Spruch: „Jetzt beruhige Dich und atme ein paarmal tief ein und wieder aus.“ Jeder kennt sicher den positiven und beruhigenden Effekt davon.

Das Atmen selbst erfolgt in den drei Schritten Einatmen, Ausatmen und der dazwischen liegenden Atempause. Während das Einatmen ein aktiver Vorgang des Körpers ist, vollzieht sich die Atempause und das Ausatmen eher automatisch. Das bedeutet, dass Sie sich nicht auf jeden Atemzug konzentrieren. Wenn Sie einatmen, hebt sich Ihr Brustkorb. Dabei spannen sich verschiedene Muskeln an. Beim Ausatmen erfolgt die Entspannung der Muskulatur. Es sei denn, die drei Phasen des Atmens erfolgen vollständig und im Einzelnen bewusst. Sie können demnach alle drei Phasen des Atmens auch bewusst steuern bzw. beeinflussen.

Anwendung der Atemübung beim Autogenen Training

Damit Sie Ihren individuellen und harmonischen Atemrhythmus finden, wird es sicher etwas dauern. Die meisten Menschen plagen sich mit Fehlhaltungen, die das Atmen negativ beeinflussen, und verschiedenen anderen Gesundheitsstörungen herum. Eine gezielte und langfristige Atemübung kann hier kleine Wunder bewirken.

Sind Sie Asthmatiker oder leiden unter anderen Atemwegserkrankungen?

Befragen Sie zuerst Ihren Arzt. Die Übung kann, wenn sie nicht korrekt ausgeführt wird, zu einem Asthmaanfall führen. Die meisten Asthmatiker erhalten durch die Asthmaschulung bereits eine ausführliche Unterweisung für ein korrektes und situationsgerechtes Atmen. Die Atemübung in Verbindung mit dem Autogenen Training wird gerade dieser Personengruppe zusätzlich positive Impulse geben.

Die ungefähre Reihenfolge der Atemübung in Verbindung mit der Schwere- und Wärmeübung:

  • Nehmen Sie eine für sich bequeme Körperhaltung an einem ruhigen Ort ein.
  • Zu Beginn schließen Sie die Augen und atmen tief ein und wieder aus. (6x)

Schwereübung:

  • Der rechte Arm ist schwer. (3x)
  • Der linke Arm ist schwer. (3x)
  • Das rechte Bein ist schwer. (3x)
  • Das linke Bein ist Schwer. (3x)
  • Alternativ: Mein ganzer Körper ist schwer. (6x)

Wärmeübung:

  • Der rechte Arm ist warm. (3x)
  • Der linke Arm ist warm. (3x)
  • Das rechte Bein ist warm. (3x)
  • Das linke Bein ist warm. (3x)
  • Alternativ: Mein ganzer Körper ist warm. (6x)

Atemübung:

  • Ich atme ruhig. (6x)
  • Es atmet mich. (6x)

Ganz am Schluss einer jeden vollständigen Übung erfolgt die Rücknahme:

  • Spannen Sie die Arme ganz fest an.
  • Atmen Sie tief ein und wieder aus.
  • Strecken Sie sich und öffnen Ihre Augen.

Bildnachweis: JenkoAtaman / stock.adobe.com

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