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Autismus: Was ist das?

Beim Autismus handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Er ist nicht heilbar. Es gibt unterschiedliche Formen. Eine frühzeitige Erkennung hilft den Betroffenen und ihren Angehörigen.

Autismus: Was ist das?

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Autismus: Was ist das?

Autistische Menschen ziehen sich stark in sich zurück. Sie scheinen in einer eigenen inneren Welt zu leben.

Autismus: Charakteristische Merkmale

  • Auffälligkeiten in der Kommunikation
  • Auffälligkeiten bezüglich Interessen und Aktivitäten: stereotype Verhaltensweisen
  • Auffällige soziale Interaktion

Formen des Autismus

  • Frühkindlicher Autismus (Kanner)
  • Asperger Autismus
  • High-Functioning-Autismus
  • Atypischer Autismus

Man spricht grundsätzlich auch von Autismus-Spektrum-Störungen (ASS). Die Symptome des Autismus sind nicht heilbar. Sie lassen sich aber durch Erziehung, Bildung und Therapie günstig beeinflussen.

Leitsymptome beim frühkindlichen (Kanner) Autismus

  • Beginn vor dem 3. Lebensjahr
  • unproduktive Sprache
  • Angst vor Veränderungen
  • fehlender Blickkontakt
  • fehlendes Antwortlächeln
  • Kein Mitleid mit anderen
  • Kein Bedürfnis nach emotionaler Zuwendung
  • häufig verbunden mit Epilepsie und Intelligenzminderung
  • tiefgreifende Störung bei Empathie (sich in andere Hinein versetzen), Kontakt, Interesse, Entwicklungsfähigkeit und Sprache

Leitsymptome beim Asperger Autismus

  • Beziehungsstörungen
  • Spezialbegabungen
  • stereotype Aktivitäten
  • originelle Denkmuster im kognitiven Bereich
  • die Sprache ist oft monoton und der Situation nicht angepasst
  • oberflächlich gesehen perfekter sprachlicher Ausdruck
  • oft fehlt das Interesse an der Schule
  • mangelnder Wunsch, mit Gleichaltrigen zu interagieren
  • sozial und emotional unangemessenes Verhalten
  • begrenzte Mimik und Gestik

Stärken beim Asperger Autismus

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Loyalität
  • Hohe Motivation
  • Wahrheitsliebe
  • Detailgenauigkeit
  • Beständigkeit

Grundsätzlich handelt es sich um eine Behinderung, die man nicht sieht. Autismus macht sich nur durch Verhaltensauffälligkeiten bemerkbar. Autisten sind oft distanzlos und können sich nicht lange konzentrieren.

Sekundär kann es zu psychischen Störungen, wie starken Ängsten kommen. Insbesondere beim Asperger Autismus wird die Diagnose teils erst im Erwachsenenalter gestellt. Der Kranke empfindet die Diagnose oftmals als befreiend. Er wusste meist Zeit seines Lebens, dass er „anders“ ist. Die Aufklärung kann die Störung positiv beeinflussen.

Bildnachweis: Feng Yu / stock.adobe.com

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