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Auswirkungen von Ozon auf die Gesundheit: Was hilft?

Lesezeit: 2 Minuten Gereizte Augen können verschiedene Ursachen haben, Nicht immer sind es Allergien. Auch Überanstrengung ist häufig eine Ursache, aber wussten Sie, dass auch Ozon ein Auslöser ist? Erfahren Sie etwas über die Hintergründe und welche Maßnahmen Abhilfe schaffen – ganz natürlich.

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Auswirkungen von Ozon auf die Gesundheit: Was hilft?

Auswirkungen von Ozon auf die Gesundheit: Was hilft?

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Wir hören immer Ozonloch und tatsächlich fehlt Ozon in der Atmosphäre. Bei uns auf dem Boden finden sich aber besonders im Sommer häufig erhöhte Ozonkonzentrationen.

Ozon ist ein reizendes Gas, das aus Sauerstoff entsteht, genaugenommen eine spezielle Sauerstoffkonfiguration. Während ein Molekül des Luftsauerstoffes aus zwei Atomen besteht, besteht Ozon gleich aus dreien. Dadurch ist Ozon instabil und stark reizend. So werden Schleimhäute aber eben auch Augen stark beeinflusst.

Wie und wo Ozon entsteht

Ozon entsteht immer dann, wenn starkes UV-Licht auf Stickstoffdioxid trifft. Dieses Abgas entsteht in Automotoren und der Industrie. Das Stickstoffdioxid wird in Stichstoffmonooxid und atomaren Sauerstoff zerlegt. Dieses einsame Sauerstoffatom bindet sich sofort an den Luftsauerstoff und schon haben wir das Ozonmolekül aus drei Sauerstoffatomen.

Im Übrigen entsteht auch beim Kopieren durch das starke Licht und durch Laserdrucker Ozon. Der merkwürdige stechende Geruch im Kopierladen ist eben durch dieses Reizgas verursacht.

Auswirkungen von Ozon auf den menschlichen Organismus

Steigt im Sommer die Ozonkonzentration in der Luft wird unser Wohlbefinden je nach Sensibilität stark beeinflusst. Beispielsweise lässt sich bei Kindern bereits ab 140 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft eine Veränderung der Lungenfunktion nachweisen.

Je höher die Konzentration desto mehr treten Reizungen der Atemwege und sogar Asthmaanfälle auf. Na und schlapper wird man außerdem. Auch eine Heuschnupfensymptomatik wird natürlich verstärkt. Oft sind die Symptome sogar ausschließlich ozonbedingt und eine Allergie nicht nachweisbar. Die Augen werden trockener, röten sich und jucken. Durch Pollenflug wird die Situation verschärft, andererseits macht Ozon die Pollen aggressiver. Ein Teufelskreis.

Natürliche Hilfe für die Augen

Es gibt in der anthroposophischen Medizin eine Reihe von erprobten Augentropfen, die Linderung verschaffen. Bei gereizten Augen ist das erste Mittel der Augentrost Euphrasia. Euphrasia-Augentropfen gibt es von Weleda und auch von Wala, zwei anthroposophischen Arzneimittelherstellern.

Sie wirken vor allem bei roten juckenden Augen mit vermehrtem Tränenfluss, kurz die klassische Allergiesymptomatik. Stehen trockene Augen im Vordergrund greifen Sie besser zu Chelidonium-Augentropfen ebenfalls von Weleda. Eine individuelle Beratung und Anamnese durch einen Heilpraktiker mag auch noch andere Mittel wie Ruta oder Silicea ergeben.

Verhalten bei hohen Ozonkonzentrationen

Einige simple Verhaltensregeln verringern die Belastung bei erhöhten Ozonwerten:

keine körperliche Anstrengung im Freien. Wenn Joggen sein muss bitte früh am Morgen. Am Nachmittag und frühen Abend sind die Ozonwerte in den Städten am höchsten.

  • Eine gute Sonnenbrille hat Ihre Berechtigung, das Auge wird vor UV-Licht geschützt
  • Kinder sind besonders anfällig
  • Lüften nur morgens oder spät abends
  • Verringern Sie Ihre eigene Ozonproduktion und nehmen mal die Öffentlichen.

Ein paar weitere Tipps für einen unbeschwerten Sommer, Ihre Augen und bei Heuschnupfen finden Sie in den folgenden Artikeln:

Bildnachweis: nmann77 / stock.adobe.com

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