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Aufmerksamkeitsdefizit: Eine Störung, nicht nur für Kinder

Lesezeit: 2 Minuten Woran denken Sie, wenn Sie die Begriffe „Aufmerksamkeitsdefizit“ und „Hyperaktivitässyndrom“ hören? Wahrscheinlich an Kinder. Diese Gruppe von Störungen – besser bekannt als ADHS – beeinflusst das Leben von etwa 3% bis 6% aller Schulkinder in Deutschland. Aber auch Erwachsene können vom Aufmerksamkeitsdefizit betroffen sein. Lesen Sie, wie Sie ein Aufmerksamkeitsdefizit bei sich diagnostizieren können.

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Aufmerksamkeitsdefizit: Eine Störung, nicht nur für Kinder

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Aufmerksamkeitsdefizit auch bei Erwachsenen
ADHS betrifft auch Erwachsene. Über die Hälfte der Kinder mit einem Aufmerksamkeitsdefizit müssen damit rechnen, auch als Erwachsene mit ADHS leben zu müssen. Laut dem Deutschen Ärzteblatt sind das etwa 1,3% bis 4,7% aller Erwachsenen. Ein  Aufmerksamkeitsdefizit im Erwachsenenalter ist seit 1995 bekannt und seit 2003 auch in Deutschland als Krankheit anerkannt. Leider gibt es eine Reihe von Erwachsenen, bei denen das Aufmerksamkeitsdefizit niemals festgestellt worden ist.

Aufmerksamkeitsdefizit: Worauf Sie achten sollten
ADHS beginnt typischerweise in der Kindheit. Wenn es bis in das Erwachsenenalter andauert, sind die Symptome meist etwas weniger auffällig. Bei Erwachsenen zeigt sich ein Aufmerksamkeitsdefizit meist durch eines von zwei Symptomen, manchmal auch durch beide:

  • Unaufmerksamkeit – Sicht auf eine Aufgabe zu konzentrieren, kann für Betroffene eine große Herausforderung sein. Die Organisation der täglichen Arbeit – sogar zuhause -, das Befolgen von Instruktionen oder der Abschluss eines Projekts kann für diese Menschen viel schwieriger sein als für Nichtbetroffene.
  • Übermäßige Aktivitätsniveau und schwierig zu kontrollierende Impulse – Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit werden wahrscheinlich nicht so aktiv sein wie betroffene Kinder. Stattdessen können erwachsene ADHS-Betroffene unter Gefühlen wie Ruhelosigkeit und Anspannung leiden. Ebenso kann das Gefühl vorherrschen, dass man immer in Bewegung bleiben muss. Impulsaktivität kann sich als Ungeduld oder Stimmungsschwankung, in cholerischen Anfällen oder in Beziehungsproblemen äußern.

So identifizieren Sie ein Aufmerksamkeitsdefizit
Wenn bei einem Erwachsenen ein ADHS-Verdacht besteht, beginnt die Suche mit einem Arztbesuch. Eine medizinische Untersuchung kann Störungen ausschließen, die ähnliche Symptome wie bei einem Aufmerksamkeitsdefizit hervorrufen können. Einige Allgemeinärzte können mit ADHS umgehen. Andere werden Sie vielleicht an einen Psychiater oder Psychologen überweisen.

So behandeln Sie ein Aufmerksamkeitsdefizit
Obwohl es dem Behandlungsziel zu widersprechen scheint, beruht eine erfolgreiche ADHS-Therapie auf stimulierenden Medikamenten. Diese scheinen die Wirkung eines Transmitters namens Dopamin zu blockieren und die Wirkung von adrenalinähnlichen Transmittern im Stirnlappen des Gehirns zu erhöhen. Bislang ist nicht genau bekannt, warum sie so wirken.

Viele Erwachsene mit Aufmerksamkeitsdefizit empfinden eine psychologische Behandlung als sehr hilfreich. Für die meisten Betroffenen mag eine solche Beratung ausreichen. Ein Psychotherapeut oder Verhaltenspsychologe kann Ihnen beibringen, wie Sie sich so an tägliche Situationen anpassen, den Alltag optimal bewältigen können.

Wenn Sie eine Psychotherapie oder eine Verhaltenstherapie in Betracht ziehen, fragen Sie den Therapeuten nach seiner Erfahrung mit ADHS, besonders nach Fortbildungen und Zeugnissen.

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