Lebensberatung Praxistipps

Auf vernetztes Denken kommt es an

Lesezeit: 3 Minuten Unser Leben besteht aus vielen Seiten. Positives Denken allein beleuchtet nur eine Seite. Die negativen Ereignisse gehören untrennbar dazu und lassen sich nur durch vernetztes Denken in die ganzheitliche Lebensgestaltung mit einbeziehen. Erst dadurch wird das Bild rund und das Leben wird als Ganzes, als große, schöne, fließende Entwicklung, erschlossen.

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Auf vernetztes Denken kommt es an

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Sie waren sicherlich schon einmal in einem Konzert. Bevor der Dirigent auf der Bildfläche erschien, begannen die Musiker eine seltsame, teils schaurige Musik anzustimmen. Sie zupften an ihren Instrumenten und spielten jeder für sich ein bisschen zur Probe.

Das nennt sich stimmen und das ist sehr wichtig, denn so ein Musikinstrument ist in seinem Klang sehr empfindlich. Da spielt die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und vieles mehr eine wichtige Rolle. Dem Geiger kommt es beispielsweise nicht darauf an, ob sein Instrument noch für den gestrigen Auftritt richtig gestimmt ist. Ihm kommt es auf die heutige Stimmung, auf die Einstellung zur heutigen Situation an.

Lassen auch Sie das Gestern beiseite, es ist bereits Vergangenheit. Heute ist ein ganz anderer Tag, eine neue Situation, neue Chancen für weitere interessante Erlebnisse. Wie ein Gitarrist seine Saiten anzupft, so möchte ich auch Sie gedanklich anregen, einstimmen und sensibel machen.

Wie schnell sagen wir, dieses ist gut, oder jenes ist schlecht. Wir werten, wir teilen ein. Dieser Kollege ist mir sympathisch, jener ist mir unsympathisch. Wir haben die Welt eingeteilt in arm und reich, in hoch und tief, in warm und kalt, in gut und böse. Wir reden von der Dualität, von den zwei Seiten, die angeblich jede Sache hat, von den Gegensätzen. Wenn wir allerdings genauer hinschauen, dann besteht die Welt gar nicht aus Gegensätzen. Sie ist ein Ganzes.

Vernetztes Denken
Unser Verstand, dieses Werkzeug, das uns helfen will in dieser Welt zurecht zu finden, hat diese Welt eingeteilt, weil er nur verschiedene Dinge miteinander vergleichen und abwägen kann. Unser Verstand arbeitet mit den Gegensätzen, er benötigt extreme Gegensätze, er braucht ausgeprägte Gegensätze, die er besser miteinander vernetzen sollte.

Aber die Dualität ist nicht die Wirklichkeit, sie ist gleichsam eine Schemazeichnung von den Dingen. Die Gegensätze sind nur die äußersten Ansichten einer Sache. Sie sind nur eine "Krücke“ des Verstandes. Er macht aus dem Leben zwei Seiten, statt es miteinander zu vernetzen.

Die eine erscheint uns als die schlechte Seite, mit den Sorgen, Nöten und Problemen, von denen wir uns entfernen wollen. Die andere Seite ist die schöne, mit den Wünschen, Zielen und Vorstellungen, wo wir hin wollen. Die eine Seite beinhaltet die misslungenen Handlungen, unangenehmen Erlebnisse der Vergangenheit. Die andere Seite bekommt ihre schöne Färbung aus erhofften, zukünftigen Erlebnissen und Höhepunkten.

Der Verstand liefert uns eine Welt mit zwei Ufern, ein linkes und ein rechtes. Aber der Lebensstrom, unser Leben, fließt zwischen diesen beiden Ufern, es ist ein Ganzes.

Positives Denken ist auch nur eine Seite des Lebens
Sie haben sicherlich schon eine Menge über positives Denken gehört. Das ist sehr wichtig, wirksam und gut. Ganze Bibliotheken könnte man mit den Texten, die man darüber im Internet findet, füllen. Positives Denken betrifft aber auch nur eine Seite der Wirklichkeit. Die andere Seite muss negativ sein: das fragende, kritische, zweifelnde, vorsichtige Denken. Das ist auch für etwas gut.

Warum akzeptieren wir nicht beide Seiten des Denkens als wirklich gut? Warum sollten wir, geleitet von der "Beschränktheit“ unseres Verstandes, immer nur einäugig von den beiden extremen Polen, von positiv oder negativ, ausgehen? Wer "einäugig“ oder "eingleisig“ plant und denkt, für den ist bald das gesamte Leben monoton.

Jeden Tag Sonnenschein – wie unangenehm. Oder alle Winde von Westen – wie langweilig. Oder jeden Tag Regen – wie trübe.

Auf vernetztes Denken kommt es an

Mit den Methoden des Herzens vernetzen wir beide Pole, plus und minus, rhythmisch, pulsierend, ausgleichend. Beides ist schön. Das Leben bekommt so Spannung. Es ist wie ein Fluss, der in wunderbaren Windungen und Schleifen durch die Landschaft fließt und sie prägt. Fließen, lebendig sein, wach und aufmerksam sein, immer in Entwicklung bleiben. Das ist gut. Nicht irgendwo in der persönlichen oder beruflichen Entwicklung verharren, denn stehendes Wasser fängt bald an zu stinken. Pflanzen, die aufhören zu wachsen, sterben.

In seinen Coachingbriefen empfiehlt der Autor für alle sieben wichtigen Lebensbereiche eine Situationsanalyse durchzuführen und daraus die Chancen für die Zukunft abzuleiten, sie zu vernetzen.

Wenn anschließend die einzelnen Erkenntnisse wieder zusammengefügt werden, dann kommt man mit der Zeit zu einer Lebensgestaltung, die das Leben als Ganzes, als große, schöne, fließende Entwicklung, erschließt.

Vernetztes Denken führt dazu, dass der ganzheitlich denkende und empfindende Mensch nicht in Gegensätzen lebt. Unser Haus besteht auch nicht nur aus den  Wänden und Decken. Der innenliegende Raum, den sie umgeben, macht das Leben darin erst möglich.

Bei einer ganzheitlichen Betrachtung unseres Seins lösen sich die scheinbaren Widersprüche auf und schaffen interessante Lebensräume. Man akzeptiert beide Seiten, beide Ufer, beide Standpunkte – wie Aussichtplattformen.

Wie könnte ein Vogel nur mit einem Flügel fliegen? Es ist nicht bedeutsam, ob er den linken oder den rechten Flügel höher bewertet, wichtig ist, dass er beide gleichermaßen benutzt.

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