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Auf diese 4 Punkte sollten Sie bei Permanent-Make-Up unbedingt achten

Lesezeit: 3 Minuten Ein perfekter Lidstrich direkt beim Aufstehen, kein nerviges Verrutschen von Lippenstift mehr oder stets die perfekte geschwungene Braue: Gründe für Permanent-Make-Up gibt es genügend. Allein der Name legt jedoch nahe, dass Sie ein solches Make-Up gut planen sollten. Worauf es zu achten gilt, bevor der Lidstrich für immer hält, lesen Sie hier.

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Auf diese 4 Punkte sollten Sie bei Permanent-Make-Up unbedingt achten

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Auf diese 4 Punkte sollten Sie bei Permanent-Make-Up unbedingt achten

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Vielen Frauen kommen beim Thema Permanent-Make-Up zuerst Bilder völlig überschminkter Zeitgenossinnen in den Kopf, hinter deren Make-Up man erst spät das Gesicht erkennen kann. Viel zu dunkler Lipliner umrahmt die Lippen, die Augenbrauen sehen aus wie damals 2D-Computerspiele und den Lidschatten in hellblau würde man nicht einmal probehalber auftragen, geschweige denn für sein ganzes Leben.

Vorteile von Permanent-Make-Up

Das sind aber die schlimmsten Beispiele. Auf gutes Permanent-Make-Up sollte frau eigentlich gar nicht angesprochen werden, denn es sollte so dezent sein, dass es nicht großartig ins Auge sticht, sondern Vorzüge betont und Schwächen vorsichtig ausbessert.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

Das Make-Up kann nicht verrutschen und man spart am Morgen Zeit. Wer zum Beispiel von Natur aus mit seinen Augenbrauen sehr unzufrieden ist und vielleicht sogar darunter leidet, braucht mit Permanent-Make-Up beim Sport nichts mehr zu fürchten. Ganz abseits von bloßem gut aussehen kann mit Permanent-Make-Up zum Beispiel auch Krebspatientinnen geholfen werden.

Auch Patienten mit einer starken Neurodermitis oder Narben können von Permanent-Make-Up profitieren. Wenn der Blick in den Spiegel nicht mehr jedes Mal an die Erkrankung erinnert, wird vielen eine große Last von der Seele genommen. In solchen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Allerdings sollten Sie sich vorher über diese 4 Punkte Gedanken machen:

  1. Hygiene
  2. Gute Betreuung
  3. Pflege
  4. Microblading

1. Vorsicht, Risiko! Hygiene ist wichtiger als Geld

Permanent-Make-Up wird inzwischen in vielen Kosmetikstudios angeboten. Gerade deswegen sollten Sie aber besondere Sorgfalt bei der Auswahl des Studios walten lassen. Hilfreich ist ein ausführliches Gespräch mit der Kosmetikerin, die außerdem eine Zusatzausbildung absolviert haben muss. Auch Fotos von durchgeführten Behandlungen sind ein Hinweis, ob jemand etwas von seiner Arbeit versteht.

Permanent-Make-Up dringt zwar nicht so tief in die Haut ein, wie ein echtes Tattoo, kann aber dennoch nicht leicht entfernt werden. Bis zu zwei Jahren kann es dauern, Patzer zu entfernen oder falsche Entscheidungen zu korrigieren. Daher sollte jedes Make-Up wohl überlegt sein. Eine gründliche Absprache mit der Kosmetikerin ist zusätzlich Pflicht. Diese sollte Sie zwar beraten, aber keinesfalls zu einer Entscheidung drängen.

2. Sicherheit geht vor: Warum eine gute Betreuung wichtig ist

Auch Hygienevorschriften sollten streng eingehalten werden. Da die Nadel die Haut durchdringt, droht eine Infektion, falls nicht auf sorgfältige Hygiene geachtet wird. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann statt eines Kosmetikstudios auch einen Schönheitschirurg aufsuchen.

Viele Kliniken bieten Permanent-Make-Up an. Dort kann man dann sicher sein, dass auch eine gute Aufklärung über die Risiken und eine Anweisung zum Verhalten vor und nach der Behandlung erfolgt. Das ist auch dann hilfreich, wenn eine allergische Reaktion auf die Farben auftritt. Dann ist ein Arzt gefragt, ehe es im schlimmsten Fall zur Narbenbildung kommt.

3. Pflege: So bleibt das Make-Up schön

Gute Kosmetikstudios geben eine Garantie für ein Jahr, denn das Resultat muss – ähnlich wie ein Tattoo – fast immer nachgearbeitet werden. Danach hält das Make-Up dann aber drei bis fünf Jahre. Dass Permanent-Make-Up schneller verblasst, als Tattoo liegt daran, dass das Make-Up nur in die oberste Hautschicht eindringt. Sonne und Erneuerungsprozesse der Haut lassen es daher mit der Zeit verblassen.

Ähnlich wie bei einem Tattoo und inzwischen sowieso Standardempfehlung sollte das Gesicht also mit einer guten Sonnenschutzcreme geschützt werden. Tagescremes mit einem geringen Lichtschutzfaktor reichen im Winter, im Sommer darf es je nach Empfindlichkeit der Haut lieber zu viel als zu wenig Lichtschutzfaktor sein.

4. Im Trend: Schöne Augenbrauen dank Microblading

Augenbrauen sind mit die beliebteste Behandlung. Das ist verständlich, schließlich umrahmen schöne Augenbrauen das ganze Gesicht, geben ihm mehr Struktur und Betonung. Wer genetisch eher vernachlässigt wurde, kann die Augenbrauen mit Permanent-Make-Up optisch auffüllen.

Im Trend liegt Microblading, benannt nach der sehr feinen Tätowiernadel, die genutzt wird. Damit können Augenbrauen sehr natürlich aufgefüllt oder komplett nachgebildet werden. Dank der extrem feinen Nadel sind die Striche sehr fein und wirken wie echte Härchen. Das folgt dem Trend, dass Permanent-Make-Up kleine Makel ausbessert und Vorteile unterstreicht, aber nicht direkt wahrgenommen werden sollte.

Die Entwicklung geht dahin, dass Permanent-Make-Up für alle Schichten gesellschaftstauglich wird und lediglich dazu dient, eine Art „Grundschönheit“ herzustellen. Alles darüber hinaus wird weiterhin normalem Make-Up überlassen.

Bildnachweis: Maxim / stock.adobe.com

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