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Arthrose im Sprunggelenk: Beweglichkeit wiederherstellen

Lesezeit: 2 Minuten Das Sprunggelenk ist selten von Arthrose betroffen. Im Gegensatz zum Hüft- oder Kniegelenk ist hier die Versteifung immer noch sehr häufig das Mittel der Wahl, da die Bewegungseinschränkung von vielen Patienten als eher gering eingestuft wird.

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Arthrose im Sprunggelenk: Beweglichkeit wiederherstellen

Arthrose im Sprunggelenk: Beweglichkeit wiederherstellen

Lesezeit: 2 Minuten

Verglichen mit Hüft- oder Kniegelenksarthrosen ist eine Abnutzung des Sprunggelenks vergleichsweise selten, obwohl es eines der Gelenke im Körper ist, die die größte Last tragen. Das Gelenk gliedert sich in zwei Bestandteile. Das untere Sprunggelenk ist für die Seitwärtsbewegungen des Fußes zuständig, also für das Drehen nach außen und nach innen. Das obere Sprunggelenk hingegen ermöglicht Ihnen die Bewegung des Fußes nach oben und nach unten (z. B. das Drücken des Gaspedals beim Autofahren). Häufiger betroffen ist das obere Sprunggelenk.

Wie eine Sprunggelenksarthrose entsteht

In den meisten Fällen entstammt eine Arthrose im Sprunggelenk einem Knochenbruch, bei dem entweder der Unterschenkel oder der Knöchel verletzt wurde. Liegen Schäden an den Gelenkflächen vor, kann dies bereits nach wenigen Jahren zu einer fortgeschrittenen Arthrose führen.

Therapie: Versteifung oder Prothese?

Solange die Arthrose ohne größere Schmerzen abläuft, kann der weitere Verlauf durch die Bewegungs- und Schmerztherapie positiv beeinflusst werden. Auch orthopädische Schuhe können ihn begünstigen. Treten jedoch Schmerzen auf, gibt es zwei Möglichkeiten: eine Versteifung oder eine Prothese. Es werden verhältnismäßig wenige Prothesen eingesetzt, was damit zusammenhängt, dass die Einschränkungen durch ein nicht funktionierendes Sprunggelenk relativ gering sind und es nach der Operation eine recht hohe Komplikationsrate gibt.

Prothesen werden nur beim oberen Sprunggelenk eingesetzt, wo sie meist zementfrei implantiert werden. Dies erleichtert zugleich einen späteren Wechsel. Allerdings stellen Prothesen bei weitem nicht die volle Beweglichkeit wieder her, sondern erhalten lediglich eine gewisse Grundfunktionalität.

Kommt keine Prothese zum Einsatz, kann das Gelenk alternativ versteift werden. Dies gilt besonders beim unteren Sprunggelenk, wo Prothesen kaum eingesetzt werden. Die Fähigkeit, den Fuß ein- und auszudrehen, vermissen die meisten Menschen nicht besonders. Die Auf- und Abwärtsbewegung, die durch die Versteifung des oberen Sprunggelenks verloren geht, kann durch Abrollsohlen ausgeglichen werden, sodass Sie auch mit einem versteiften Gelenk fast normal gehen können.

Wie es nach der Operation weitergeht

Nach der Operation ist eine intensive Nachbehandlung durch eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme gepaart mit Krankengymnastik notwendig, um mögliche negative Folgen abzumildern und die Beweglichkeit zu verbessern. Aufgrund der weiten Entfernung der Wunde zum Herzen kann es zu Wundheilungsstörungen kommen. Zudem besteht das Risiko einer Thrombose. Sollte sich die Prothese lockern, muss sie eventuell ausgetauscht oder das Gelenk alternativ doch noch versteift werden. Bei einem normalen Verlauf sollten Sie mindestens für sechs Wochen Gehstützen nutzen, noch besser jedoch für zwölf Wochen, um das Gelenk ideal zu entlasten.

Bildnachweis: avemario/123rf.com

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