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Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose) – wie können Sie sie erkennen?

Lesezeit: 2 Minuten Der häufigste Grund für den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks ist eine Arthrose des Hüftgelenks, auch Coxarthrose genannt. Hierbei wird das Knorpelgewebe der Gelenkpfanne abgenutzt, was eine entzündliche Schrumpfung der Gelenkkapsel zur Folge hat und im Röntgenbild als verringerter Zwischenraum sichtbar ist. Welche Ursachen hat die Arthrose? Wie können Sie eine solche Coxarthrose erkennen?

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Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose) - wie können Sie sie erkennen?

Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose) – wie können Sie sie erkennen?

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Primäre und sekundäre Ursachen einer Coxarthrose

Bei der primären Form der Coxarthrose kommt es trotz völlig normaler anatomischer Verhältnisse zum typischen Knorpelabrieb. Dies ist allerdings nur bei 25% aller Coxarthrose-Patienten der Fall.

Bei der weitaus häufigeren, sekundären Form des Hüftgelenkverschleißes kann zum Beispiel ein anatomisches Missverhältnis zwischen dem Neigungswinkel des Oberschenkelknochens und der Gelenkpfanne des Beckens vorliegen. Hierdurch kommt es zu Belastungsdifferenzen und somit zu Verschleißerscheinungen.

Solch eine Achsenabweichung kann jedoch ebenfalls als Folge von Unfällen, fehlerhaft zusammengewachsenen Frakturen oder anderen Verletzungen verursacht werden. Eine andere, seltenere Ursache kann die Verformung des Hüftkopfes durch eine Stoffwechselerkrankung (z. B. Morbus Perthes) sein.

So erkennen Sie eine Arthrose des Hüftgelenks

Die entstehenden Schmerzen bei der Hüftarthrose beschränken sich nur auf das betroffene Hüftgelenk. Typisch sind ausstrahlende Schmerzen bis ins Kniegelenk oder auch aufsteigend in die Lendenwirbelsäule. Mit zunehmenden Beschwerden verringert sich die Bewegungsfähigkeit und Belastbarkeit des betroffenen Beins.

So verringern sich zunächst die Rotationsbewegungen, dann Streckungen hinter die Körperachse und schließlich die Abspreizbewegungen des Beins. Das Gelenk wird zunehmend steif und schmerzhaft. Vor allem die Standbeinphase wird im Verlauf schmerzhafter. Das hat ein verändertes Gangbild bis hin zum Humpeln und Schwanken zur Folge.

Ihre Möglichkeiten, eine Arthrose des Hüftgelenks zu behandeln

Je nach Schweregrad wird die Arthrose des Hüftgelenks konservativ oder operativ behandelt. Bei geringfügigen oder anfänglichen Beschwerden werden Schmerzmittel und bei Bedarf Gehhilfen oder andere Hilfsmittel verordnet. Außerdem können in gewissen Abständen Injektionen in das betroffene Gelenk Schmerzen für eine gewisse Zeit verringern.

Als sehr gute Möglichkeit erweist sich gezielte Physiotherapie in Kombination mit geeigneten Sportarten. Innerhalb der Therapie werden durch Muskelaufbau, Dehnungen und Mobilisationen sowie Streckungen des Gelenks Schmerzen gelindert, Bewegungsausmaße erhalten und die Stabilität des Hüftgelenks im Gang erarbeitet.

In gravierenderen Fällen, in denen die konservative Therapie keinen Erfolg bringt, wird zur operativen Therapie geraten. Als häufigste Methode gilt dabei die Totalendoprothese, oder auch Hüft-TEP. Je nach Alter, Mobilitätsgrad und Anatomie wird diese Prothese zementiert oder nicht zementiert eingebaut. Außerdem können in seltenen Fällen Spezialprothesen oder Teilprothesen zum Einsatz kommen.

Der Behandlungserfolg ist in jedem Fall vor der Früherkennung und den dann eingeleiteten Maßnahmen abhängig. Daher ist ein frühes Konsultieren des Arztes hierbei auch im Hinblick auf andere Diagnosen empfehlenswert.

Bildnachweis: riju / stock.adobe.com

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