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Arbeitszimmer absetzen: Neuer Fall zeigt interessante Ausnahme

Lesezeit: < 1 Minute Normalerweise gilt: Ein häusliches Arbeitszimmer ist nur dann absetzbar, wenn nirgendwo sonst ein verfügbarer Arbeitsplatz besteht. Stellt etwa ein Arbeitgeber in seinen Räumen ein Büro zur Verfügung, wird das häusliche Arbeitszimmer in der eigenen Wohnung des Steuerpflichtigen nicht anerkannt. Ein Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz allerdings zeigt, dass sich Einspruch und Klage manchmal durchaus lohnen können (07.09.2016, Az. 1 K 2571/14).

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Arbeitszimmer absetzen: Neuer Fall zeigt interessante Ausnahme

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Arbeitsecke im Labor reicht für Chemie-Professor nicht

Geklagt hatte ein Dozent im Fachbereich Chemie. An seiner Universität hatte er zwar kein eigenes Büro. Doch stand ihm in einem Labor eine Arbeitsecke zur Verfügung. Sie war mit Schreibtisch, Telefon und PC ausgestattet, wurde regelmäßig geputzt und im Winter auch beheizt. Das sei ausreichend, befand das Finanzamt und strich kurzerhand die Kosten für sein häusliches Arbeitszimmer im Eigenheim, das der Professor steuerlich geltend gemacht hatte. Schließlich stünde ihm ein „anderer Arbeitsplatz“ zur Verfügung.

Finanzgericht: Kein Drucker, kein Scanner, keine Fachliteratur

Das Finanzgericht erklärte die Argumentation des Finanzamts für nicht stichhaltig. Der Mann müsse regelmäßig Vorlesungen vorbereiten. Da sei eine Arbeitsecke, in der weder ein Drucker noch ein Scanner noch Regale für die notwendige Fachliteratur stünden, wohl kaum ausreichend. Fazit: Bis 1.250 €  pro Jahr kann der Professor die Kosten für sein häusliches Arbeitszimmer absetzen.

Bildnachweis: gpointstudio / Adobe Stock

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