Gesundheit Praxistipps

Arbeit und Freizeit immer seltener getrennt

Lesezeit: 2 Minuten Arbeit und Freizeit vermischen sich zusehends. Viele Arbeitnehmer sind auch nach Feierabend noch Stand-By. Ihr Blackberry bleibt angeschaltet, und die E-Mails werden vor dem Einschlafen noch einmal abgerufen. Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht ausgeschlossen.

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Arbeit und Freizeit immer seltener getrennt

Arbeit und Freizeit immer seltener getrennt

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Die elektronischen Medien machen es möglich, und die wachsenden Anforderungen der Arbeitswelt fördern es – die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Die Vorteile, auch unabhängig vom Arbeitsplatz per Mail und Telefon erreichbar zu sein, können sich ins Gegenteil verkehren, wenn die Betroffenen nicht in der Lage sind, eine klare Grenze zu ziehen.

Wird der Blackberry wirklich abgeschaltet oder sind Sie auch in Ihrer Freizeit immer im „Stand-By-Betrieb“? Die Auswirkungen auf Schlaf und Gesundheit sind nachweisbar, wie eine Umfrage der BKK ergeben hat.

50% nach Feierabend erreichbar

Mehr als die Hälfte der befragten Berufstätigen gab an, auch nach Feierabend erreichbar zu sein. Dabei wurde nicht unterschieden, inwieweit diese Erreichbarkeit auch in Anspruch genommen wird. Oft ist es auch so, dass eine Erreichbarkeit arbeitgeberseitig gar nicht erwartet wird, der Arbeitnehmer sie aber trotzdem zur Verfügung stellt.

Abschalten durch Abschalten

Unbestritten ist, dass eine ständige Möglichkeit der Inanspruchnahme durch die Arbeit einen Stressfaktor darstellt. Dennoch fehlt vielen Betroffenen das Bewusstsein dafür. Ein Großteil gibt an, dass sie sich von diesem Zustand nicht belastet fühlen. Wirklich abschalten kann aber nur, wer sein Diensthandy beizeiten auch wirklich abschaltet und sich danach ganz anderen Themen widmet. Die Regeneration, die dann eintritt, kommt am Ende einer größeren Leistungsfähigkeit zugute.

Checkliste für Dauer-Erreichbare

Beantworten Sie die nachfolgenden Fragen ehrlich. Besonders, wenn Sie zu den dauernd erreichbaren Berufstätigen gehören, sollten Sie diese Punkte kritisch betrachten.

  1. Wissen Sie eigentlich, wie ihr Blackberry oder Telefon aus- und eingeschaltet wird?
  2. Wie viele der nach Feierabend gelesenen Mails oder geführten Telefonate waren bisher wirklich so wichtig, dass ein Verschieben auf den nächsten Morgen echte Folgen gehabt hätte?
  3. Wäre es für andere nur eine Unbequemlichkeit, wenn Sie nach Feierabend nicht erreichbar wären, oder hängt wirklich etwas davon ab?
  4. Können Sie sich vorstellen, Ihren Urlaub dort zu verbringen, wo Ihr Smartphone nicht funktioniert?

Die von der BKK aufgegriffene Thematik macht deutlich, dass es in Bezug auf die neuen Medien nicht nur darauf ankommt, sie technisch zu beherrschen. Es geht auch darum, sich zu verdeutlichen, dass sie unser Leben und unseren Rhythmus nachhaltig verändern können.

Engagiert im Beruf zu sein und die neuen Medien aktiv zu nutzen heißt nicht, sich von ihnen vereinnahmen zu lassen. Die Trennung zwischen Privat- und Berufsleben war früher schon technisch bedingt vorgegeben. Heute müssen wir die Grenzen zunehmend selbst ziehen. Die Kompetenzen, die hierfür nötig sind, müssen vielfach erst noch erworben werden.

Bildnachweis: jotily / stock.adobe.com

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