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„Anschaffungsnahe Herstellungskosten“: Sofortabzug oder Abschreibung?

Lesezeit: < 1 Minute Wer 3 Jahre nach dem Kauf einer Immobilie mehr als 15% des Nettokaufpreises dafür ausgibt, sie zu renovieren, zu modernisieren und instand zu setzen, muss diese sogenannten anschaffungsnahen Herstellungskosten zusammen mit dem Gebäudewert abschreiben, anstatt sie sofort als Werbungskosten abziehen zu können. Aber gilt das auch für reine Schönheitsreparaturen? Ja, entschied jüngst der Bundesfinanzhof (14.06.2016, IX R 25/14, IX R 15/15 und IX ‚R 22/15).

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„Anschaffungsnahe Herstellungskosten“: Sofortabzug oder Abschreibung?

„Anschaffungsnahe Herstellungskosten“: Sofortabzug oder Abschreibung?

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Käufer wollte Kosten aufteilen

Die 15-%-Grenze hatten die Käufer dreier Immobilien überschritten. Sie investierten das Geld in umfangreiche Renovierungs-, Instandsetzungs- und Umgestaltungsarbeiten. Dabei wurden Wände eingezogen, Bäder erneuert, Fenster ausgetauscht sowie Tapezier- und Streicharbeiten durchgeführt, um die Gebäude anschließend vermieten zu können. Die Kosten wollten die Kläger sofort als Werbungskosten abziehen.

Das Finanzamt aber ließ nur eine Abschreibung als „anschaffungsnahe Herstellungskosten“ zu. Die Käufer wehrten sich. Zumindest die Kosten für Tapezieren und Streichen wollten Sie sofort abziehen. Aber vergeblich: Der Bundesfinanzhof wies ihre Klage ab.

Gesamtkosten nicht aufteilbar

Der Gesetzgeber habe bewusst eine typisierende Regelung geschaffen, die das geltende Recht vereinfachen sollte. Daher sei eine Aufteilung der Kosten in Schönheitsreparaturen und sonstige Kosten nicht statthaft, so die Richter.

Bildnachweis: Halfpoint / stock.adobe.com

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