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Angst vor Hunden: Was Sie dagegen tun können – dritter Schritt

Lesezeit: 1 Minute Angst vor Hunden kann symptomatisch sein für tieferliegende Ängste. Hunde sind temperamentvoll, spontan und unkontrollierbar, daher sind sie die passende Besetzung für die Rolle eines Angstauslösers. Um die Angst vor Hunden zu bekämpfen, sollten Sie in einem dritten Schritt eine tiefer schürfende Therapieform wählen.

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Angst vor Hunden: Was Sie dagegen tun können – dritter Schritt

Angst vor Hunden: Was Sie dagegen tun können – dritter Schritt

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Gehen Sie Ihrer Angst vor Hunden auf den Grund

Angst vor Hunden beruht häufig auf einer tieferliegenden Angst vorm Kontrollverlust. Hunde sind nicht kontrollierbar, ebenso wenig wie Kleinkinder; dagegen sind sie jedoch ungeheuer schnell, stark und wendig. Sie sind spontan und lebendig und außerdem ganz anders als wir. Zudem sind sie Raubtiere und können mit ihren Kiefern schwere Verletzungen verursachen.

Manche Hunde neigen dazu, den Menschen körperlich sehr nahe zu kommen, und missachten deren individuelles Distanzbedürfnis. Sie geben beunruhigende Geräusche von sich. Kurz gesagt: Hunde bieten sich als Angstauslöser geradezu an, wenn man ein tieferliegendes psychisches Problem hat.

Warum eine Psychotherapie bei Angst vor Hunden wichtig ist?

Falls Sie eine unbewusste Angst vor einem Kontrollverlust oder eine andere Angststörung haben, dann wird es nicht ausreichen, sich nur in Bezug auf Ihre Angst vor Hunden zu desensibilisieren (wie im zweiten Schritt beschrieben).

Wenn Sie mit dieser Methode Ihre Angst vor Hunden erfolgreich bekämpfen würden, würde sich die zugrunde liegende Angst mit der Zeit lediglich auf andere Auslöser verlagern. Hunde waren dann nur das Objekt, welches Ihr Unbewusstes als Hinweis auf ein tieferliegendes Problem gewählt hat. Anstelle der Angst vor Hunden könnte beispielsweise die Angst vor Fledermäusen, Wespen, vor Dunkelheit, vor nassem Asphalt oder vor Aufzügen treten. Oder, oder, oder…

Leider hilft es nicht, wenn Sie sich jetzt sagen „Na, dann bleib ich lieber bei meiner Angst vor Hunden, denn die kenne ich schon, damit kann ich leben“. Es ist dennoch möglich, dass Ihr Unbewusstes nach weiteren Auslösern sucht und damit Ihre Lebensqualität immer weiter einschränkt.

Wenn Sie also das Gefühl haben, dass die Angst vor Hunden auf etwas tiefer Liegendem fußt, sollten Sie einen Psychotherapeuten aufsuchen. Eine angemessene Therapieform, die Ihnen wirklich hilft, würde sich nebenbei auch auf Ihre Angst vor Hunden auswirken.

Bildnachweis: Charles Dykstra / stock.adobe.com

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