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„An ihm ist Hopfen und Malz verloren“1 min read

Reading Time: 1 minute Vor 490 Jahren, am 23. April 1516, erließ Herzog Wilhelm IV. von Bayern das Reinheitsgebot. Allein die Zutaten Gerste, Hopfen und Wasser sollten fortan zum Bier brauen verwendet werden. Während es Bier schon seit mehr als 6.000 Jahren gibt, kam der Hopfen als bitter-würzige und haltbar machende Zutat erst vor etwa 1.000 Jahren hinzu. Und Malz, das Sie als Bierbestandteil ebenfalls kennen, wird aus der Gerste gewonnen. Es kurbelt durch seinen Zuckergehalt den Gärprozess an.

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„An ihm ist Hopfen und Malz verloren“1 min read

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Jetzt kommt Ihnen vielleicht auch der Spruch "an ihm/ihr ist Hopfen und Malz verloren" in den Sinn. Bier brauen war früher eine heikle Angelegenheit, nicht selten lief etwas schief. Das schürte den Aberglauben – Bierhexen mussten schuld gewesen sein, waren viele Betroffene überzeugt. Zur Abwehr des Bösen legten sie deshalb Kräuter um den Braukessel. Sogar zu Hexenverbrennungen kam es; die letzte Bierhexe soll Ende des 16. Jahrhunderts ihr Leben gelassen haben.
Da die Menschen noch für den Eigenbedarf brauten, war es besonders schmerzlich, wenn das Gebräu nicht gelingen wollte. Dann waren eben "Hopfen und Malz verloren". Wenn wir diese Redensart auf einen Menschen beziehen, meinen wir damit, dass bei ihm/ihr jede Mühe vergeblich ist. "Männer sind ganz unverbesserlich geboren, an ihnen ist der Hopfen wie das Malz verloren".
Diese Aussage stammt von August von Kotzebue (1761–1819), dem deutschen Dramatiker. Auch der mit ihm bekannte Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) sagte: "Oft ist Malz und Hopfen, an so viel armen Tropfen, so viel verkehrten Toren, und alle Müh verloren."