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Ambrosia: Die fremde Schönheit im Garten

Lesezeit: 2 Minuten Ambrosia aus der Familie der Korbblütler ist ein Beispiel dafür, dass man manchmal ungebetene Gäste im Garten entdeckt. Pflanzen die zwar schön aussehen, aber nicht ganz ungefährlich sind. Ambrosia keimt im Frühling oder Sommer und ist einjährig.

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Ambrosia: Die fremde Schönheit im Garten

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Ambrosia kann gefährlich werden
In der letzten Woche sorgte unsere Lokalzeitung mit einem Bericht über Ambrosia für Aufsehen. In der Nachbargemeinde hatte man ein vermeintliches Vorkommen entdeckt und per Foto in der Zeitung abgebildet. Ambrosia kann für Menschen mit Allergien und Asthma recht unangenehm werden. Die Aufregung legte sich jedoch schon am nächsten Tag. Der örtliche Gärtnermeister identifizierte die Pflanze als jungen Beifuß.

Also wieder mal viel Lärm um nichts? Ja und nein. Im Jugendstadium kann man die Ambrosia schon mal mit anderen Gewächsen verwechseln. Lautet ihr deutscher Name doch eigentlich Beiflußblättriges Traubenkraut.

Wo stammt Ambrosia her?
Ursprünglich aus Nordamerika stammend, ist sie manchmal Bestandteil im Vogelfutter für die Winterfütterung. Wer also im Winter sein Vogelfutterhäuschen mit handelsüblichem Futter beschickt hat, tut gut daran mal nachzuschauen, was eigentlich darum herum inzwischen alles so wächst. Ich hoffe es sind lauter Sonnenblumen – wie bei mir im Garten.

Ambrosia: Gefährlich sind die Pollen
Vor zwei Jahren habe ich mich allerdings auch über ein schönes unbekanntes Gewächs gewundert. Na mal schauen was das wird – war meine erste Reaktion. Irgendwann kam mir die Sache dann doch komisch vor und ich beschloss, lieber auf Nummer sicher zu gehen und die Pflanze zu identifizieren.

Mein Erstaunen war groß als sich das Gewächs als Ambrosia herausstellte. Damit war ihr Schicksal allerdings besiegelt. Ich war froh, sie noch rechtzeitig erkannt zu haben, denn das Gefährliche an dieser Pflanze sind die Pollen während der Blüte. Laut Literatur kann jeder Stock bis zu eine Milliarde davon freisetzen. Sie verbreiten sich über die Luft und enthalten das wohl weltweit stärkste bekannte Pollenallergen.

Wie erkennt man Ambrosia?
Am besten achten Sie auf beifußartige Gewächse im Garten. Vergleichen Sie "ihre Pflanze" mit den ausführlichen Beschreibungen und Abbildungen im Internet. (Davon findet man reichlich.) Sollte der Steckbrief stimmen, hilft nur eines: Rigoros rausreißen.

Ambrosia entfernen
Das geht natürlich am einfachsten, wenn die Ambrosia noch nicht blüht. Bei empfindlichen Personen kann aber schon die Berührung allergische Reaktionen auslösen. Also besser Handschuhe an und keine nackten Arme oder Beine beim Roden. Sollte die Pflanze schon blühen, ist unbedingt ein Mundschutz angebracht.

Dann packen Sie jedes einzelne Kraut ganz unten am Stängel und ziehen es langsam aus der Erde. Wenn der Boden nicht gerade knochenhart ist, geht das mit dem entsprechenden Fingerspitzengefühl ganz prima. Wichtig ist, das die gesamte Wurzel entfernt wird – notfalls hilft dann eben nur noch ausgraben.

Am besten alles in eine Mülltüte – gut verknoten und ab in die Restmülltonne. Bitte nicht auf den Kompost, sonst haben sie den ungebetenen Gast bald wieder am Hals.

Ambrosia: Vogelfutter prüfen
Für den nächsten Winter gilt dann Vogelfutter kaufen, das den Aufdruck "Ambrosia kontrolliert" trägt.

Aber auch da ist man nicht vor bösen Überraschungen gefeit. Laut verschiedener Test enthielten auch geprüften Futtermischungen Ambrosia. Da hilft nur eines: Vertrauen ist gut – Kontrolle besser.

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