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Aluminium im Deo: Worauf sollten Sie achten?

Lesezeit: 3 Minuten Unangenehmen Körpergeruch möchte Jeder vermeiden. Gerade im Sommer greifen daher viele Leute täglich zu Deorollern oder -sprays. Doch bei der Auswahl des richtigen Deos sollte nicht nur die Duftnote mit in die Kaufentscheidung einfließen, sondern auch die Inhaltsstoffe. Lesen Sie hier, warum Sie auf Aluminium verzichten sollten und was ein Antitranspirant von einem Deodorant unterscheidet.

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Aluminium im Deo: Worauf sollten Sie achten?

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Aluminium im Deo: Worauf sollten Sie achten?

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Was ist Aluminium und wofür wird es verwendet?

Der Durchschnittsdeutsche kann beim Gang in den Drogeriemarkt aus ungefähr 80 verschiedenen Deodorants jenes aussuchen, das genau zu ihm passt. Ob für empfindliche Haut, mit fruchtig-frischem Duft oder herber männlicher Note.

Gerade bei Männern werden inzwischen ganze Lebensstile durch die Wahl des Deos definiert. Der toughe Abenteurer braucht selbstverständlich ein anderes Deo als der geschniegelte Gentleman. Dabei haben beinahe alle Deos doch eine Gemeinsamkeit: Den Inhaltsstoff Aluminium.

Aluminium ist ein Leichtmetall, das häufigste Metall in der Erdkruste. Bis vor ungefähr hundert Jahren wurde es nicht genutzt, doch inzwischen findet man Aluminium in vielen Alltagsprodukten. Es wird im Maschinenbau für Autokarosserien, Motor- und Getriebegehäuse genutzt, dient zur Verpackung in Form von Getränkedosen und Alufolie, kommt in Scannern, Medikamenten und Pyrotechnik vor, um nur einige der Verwendungsmöglichkeiten aufzulisten.

Aluminium ist für den Menschen wie für Tiere nicht verwertbar, dennoch enthält der Körper ungefähr 40 Milligramm des Leichtmetalls. Bei übermäßiger Aufnahme scheiden gesunde Menschen den Stoff über die Niere wieder aus, ist die Niere jedoch geschädigt und funktioniert nur eingeschränkt, kann es zu Vergiftungserscheinungen wie einer Anämie und Gedächtnis- und Sprachstörungen kommen.

Weiterhin haben einige Menschen eine Allergie gegen das Leichtmetall, die sich bei externer Anwendung durch Ausschläge bemerkbar machen kann.

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Deodorant vs. Antitranspirant

Zuerst sollte zwischen Deodorant und Antitranspirant unterschieden werden. Im Alltagsgebrauch wird zwischen beiden nicht unterschieden, jedoch wirken sie unterschiedlich. Während ein Deodorant antiseptisch wirkt und den Schweißgeruch neutralisiert, verschließen Deodorants mit Aluminiumsalzen die Poren, sodass der Schweiß nicht austreten kann.

Aluminium wird also lediglich in Antitranspirantien eingesetzt, auch wenn meistens nur von ‚Deos‘ gesprochen wird. Das Leichtmetall kann – wie oben beschrieben – bei einigen Menschen Hautausschläge verursachen, da vor allem in der Achselregion häufig ein feuchtes Klima herrscht und Antitranspirantien täglich genutzt werden.

Sind Aluminiumsalze gesundheitsschädlich?

Ebenfalls als potentiell gesundheitsschädigend werden aluminiumsalzhaltige Deos eingeschätzt, da sich die meisten Frauen und auch immer mehr Männer die Achseln rasieren. Bei diesem Vorgang kommt es schnell zu winzigen Schnittverletzungen.

Wird kurz nach dem Rasieren ein Antitranspirant aufgetragen, führt das dazu, dass die Inhaltsstoffe durch die Verletzungen der Haut in den Körper gelangen. Deshalb sollten Antitranspirantien laut Hersteller oft erst 24 Stunden nach einer Rasur angewendet werden.

Aluminiumsalze stehen ebenfalls im Verdacht, Brustkrebs bei jungen Frauen zu begünstigen, was durch Studien jedoch nicht bewiesen werden konnte. Die These, dass durch die Unterdrückung des Schwitzens keine Giftstoffe ausgeschwemmt werden könnten, hat sich zudem als medizinisch nicht korrekt erwiesen.

Eher im Verdacht gesundheitsschädlich zu sein, stehen im Moment Parabene, die als Konservierungsstoffe genutzt werden. Auch der Verdacht, dass Aluminium Alzheimer begünstigt, konnte nicht bestätigt werden.

Ein Ärgernis bleibt allerdings: Die Aluminiumsalze sind für weiße oder gelbe Flecken auf der Kleidung verantwortlich, weshalb einige Hersteller anfangen, Teile der Aluminiumsalze durch Meersalz zu ersetzen.

Welche Alternativen bieten Drogerien an?

Wirkliche Deodorants sind eine gute Alternative. Wer empfindliche Haut hat oder einfach auf Nummer sicher gehen möchte, kann beim nächsten Besuch im Drogeriemarkt nach Deodorants Ausschau halten. Häufig sind die Namen der Produkte jedoch verwirrend, und was als Deo angepriesen wird, ist aluminiumhaltig und damit in Wirklichkeit ein Antitranspirant.

Sicherheit bietet hierbei nur ein Blick auf die Inhaltsangabe, in der Aluminiumsalze meistens recht klar erkenntlich sind.

Wer besonders empfindliche Haut hat, sollte beim Kauf von Deodorants Alkohol, Parfüm und synthetische Farbstoffe als Inhaltsstoffe vermeiden, da Alkohol die Haut austrocknen kann und Parfüms und Farbstoffe ebenfalls Hautreizungen verursachen können. Wer jedoch keine Probleme mit der Haut hat, muss sich von diesen Inhaltsstoffen nicht unbedingt abschrecken lassen. Generell sind viele Deodorants wesentlich verträglicher als Antitranspirantien.

Wer von Antitranspirantien auf Deodorants umsteigt, wird vielleicht feststellen, dass er in der Anfangszeit vermehrt unter den Achseln schwitzt. Diese Reaktion des Körpers stellt sich jedoch nach einigen Tagen bis Wochen wieder ein und normalisiert sich von alleine.

Bildnachweis: Piotr Marcinski / stock.adobe.com

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