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Altersdepression behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Altersdepression tritt sehr häufig auf. Jeder Fünfte über 60 Jahren ist betroffen. Häufig genug jedoch wird die Altersdepression nicht entsprechend behandelt, da Beschwerden dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben und nicht ernst genommen werden. Eine Altersdepression muss nicht hingenommen werden, sie ist auch in fortgeschrittenem Alter sehr gut behandelbar.

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Anzeichen einer Altersdepression

Gerade ältere Menschen klagen im Zuge der Erkrankung eher über körperliche Beschwerden als über seelische Probleme. Eine Depression im Alter wird daher sehr häufig übersehen. Hinzu kommt, dass Ältere, wenn sie denn offen über ihr seelisches Befinden sprechen, nicht ernst genommen werden. Die seelischen Beschwerden werden häufig als normal angesichts der beschwerlich gewordenen Lebensumstände im Alter angesehen.

Welche Beschwerden Hinweise auf eine Altersdepression geben, können Sie in meinem Artikel „Altersdepression erkennenlesen.

Wenn Sie vermuten, dass Sie selbst, ein Familienangehöriger oder ein Bekannter unter einer Altersdepression leiden, nehmen Sie die Anzeichen ernst und sprechen offen darüber. Erster Ansprechpartner ist der behandelnde Hausarzt. Er kann körperliche Ursachen ausschließen und die weitere Behandlung in die Wege leiten.

Haben Sie keine Scheu vor der Behandlung

Eine Altersdepression kann auch in fortgeschrittenem Alter sehr gut behandelt werden. Den besten Erfolg erzielt eine Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie.

Bei der Medikamentenwahl kommt es auf eine sorgfältige Auswahl an. Ältere Menschen nehmen meist schon unterschiedliche Medikamente für körperliche Grunderkrankungen ein. Dann kommt es darauf an, ein Mittel gegen die Depression zu finden, welches sich mit den anderen Medikamenten verträgt, damit es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen oder sogar Aufhebungen der Wirkung kommt.

Teilweise rufen die Medikamente gegen die Depression in den ersten Wochen der Einnahme unerwünschte Nebenwirkungen hervor. Dazu gehören Gewichtszunahme, morgendliche Übelkeit, Mundtrockenheit oder auch innere Unruhe. Diese unangenehmen Begleiterscheinungen verschwinden in der Regel nach einigen Wochen.

Auch im Alter ist eine Psychotherapie noch sehr sinnvoll und wirksam. Es werden andere Themen besprochen als in jüngeren Jahren, aber für eine kognitive Verhaltenstherapie ist es nie zu spät.

Regelmäßige Bewegung und ein fester Tagesrhythmus können die Niedergeschlagenheit lindern

  • Ihr Tag sollte eine feste Struktur haben. Achten Sie auf Mahlzeiten zu festen Terminen, Rituale und regelmäßige Termine außer Haus. Das können Einkäufe, Treffen mit Freunden oder der Besuch einer Seniorengruppe sein.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Ein Spaziergang in der Sonne hellt die Stimmung sofort auf.
  • Überlegen Sie die Anschaffung eines Haustieres. Ein Tier kann die Einsamkeit vertreiben, Sie müssen sich um regelmäßiges Fressen und Pflege kümmern und werden wieder gebraucht.

Eine Altersdepression muss nicht, wie etwa altersbedingte körperliche Einschränkungen, hingenommen werden, sie ist gut therapierbar.

Bildnachweis: micromonkey / stock.adobe.com

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