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Alpenveilchen pflegen – Zimmerpflanzenklassiker und wilde Schönheit

Lesezeit: 2 Minuten Neben der auffälligen Blüte erfreuen uns Alpenveilchen durch eine besonders hübsche Blattzeichnung. Dieser Zimmerpflanzenklassiker kann allerdings noch viel mehr: Es gibt sogar in unseren Breiten winterharte Arten, die auf dem Balkon oder im Garten "übersommern". Entdecken Sie den Zauber der Alpenveilchen und erfahren Sie hier alles zu ihrer Pflege.

2 min Lesezeit
Alpenveilchen pflegen – Zimmerpflanzenklassiker und wilde Schönheit

Alpenveilchen pflegen – Zimmerpflanzenklassiker und wilde Schönheit

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Die Heimat unseres Alpenveilchens liegt in den Bergen im östlichen Mittelmeerraum

Wer einmal wilde Arten im Osten der Türkei bewundern konnte, lernt die Gattung Cyclamen von seiner einmaligen Seite kennen: Aus einer abgeflachten Knolle entspringen annährend herzförmige Blätter mit wunderbarer Zeichnung.

Ab Herbst bis ins Frühjahr bilden sich auf einzelnen Stängeln Blüten in weiß, rosa, pink, lila oder rot. Besonders gefragt sind die Arten mit ausgefransten Blütenblättern. Jedoch besitzen alle Sorten, ob die kleinen Wilden oder die Gezüchteten, ihren Reiz.

Die Alpenveilchen, die wir als Zimmerpflanzen kennen, stammen vom Cyclamen persicum ab und werden ab Herbst in Supermärkten und Fachgeschäften angeboten. Sie werden bis zu 30 cm hoch. Sie wünschen einen kühlen Standort, das beheizte Fensterbrett mögen sie gar nicht.

Die Temperatur sollte höchstens 20° Celsius betragen optimal sind 15°. Sie benötigen Licht, aber keine direkte Sonne und wollen während der Vegetationsperiode ausreichend gegossen werden. Sie vertragen keine Staunässe. Gießen Sie ruhig von oben, vermeiden Sie es allerdings die Blüten einzusprühen.

Gießen: Bewährt hat sich das Tauchverfahren

Dabei wird ein Eimer mit Wasser in Zimmertemperatur vorbereitet, die Pflanzen werden hineingestellt, bis die Erde durchgefeuchtet ist. Danach abtropfen lassen und zurück an ihren Platz stellen. Während der Blütezeit düngen Sie alle zwei Wochen mit einem Blühpflanzendünger.

So übersommern Sie das Alpenveilchen

Nach der Blüte sollte die Düngung auf jeden Fall eingestellt werden. Nach und nach gießen Sie auch immer weniger, bis die Blätter eintrocknen. Während des Sommers sollte nur so viel gegossen werden, dass die Knolle nicht vertrocknet. Im Spätsommer können die Knollen umgetopft werden und wieder öfter gegossen und gedüngt werden. Verwenden Sie gut durchlässige, tonhaltige Blumenerde. Jetzt beginnt das Alpenveilchen erneut zu blühen.

Diese Pflegeregeln gelten im Großen und Ganzen auch für die unbekannteren und teils winterharten Sorten. Hier einige Beispiele.

Alpenveilchen: Die Wilden

Cyclamen purpurascens, das Europäische Alpenveilchen ist selten geworden und nach der Bundesartensortenschutzverordnung besonders geschützt. Es wächst in Österreich und Deutschland (Mittelgebirge und Alpen) auf kalkhaltigen Böden in schattigen Lagen wie Mischwäldern bis in Höhenlagen von 2000 Metern.

Im Garten eignet es sich für helle bis halbschattige Standorte, ohne direkte Mittagssonne im Sommer. Im Gegensatz zu c. coum und c. hederifolium wächst und blüht das europäische Alpenveilchen vom Frühjahr bis in den Herbst und zieht während des Winters seine Blätter ein.

Weitere Alpenveilchen für den Garten

Cyclamen hederifolium, das Efeublättrige Alpenveilchen eignet sich im Garten für sonnige bis halbschattige Standorte. Da die Wachstums- und Blütezeit im Herbst/Winter liegt, verträgt es auch Mittagssonne. Die heiße Zeit überdauert es nur als Knolle.

Cyclamen repandum, das geschweiftblättrige Alpenveilchen kommt in Südeuropa, von Frankreich bis zur Ägäis vor. Als Standort werden schattige, meist immergrüne Wälder und Gebüsche sowie Macchien bevorzugt. Leider ist es bei uns nicht winterhart.

Weitere Arten sind: Cyclamen graecum, Cyclamen coum, Cyclamen intaminatum, Cyclamen cilicium, Cyclamen mirabile, Cyclamen pseudibericum, Cyclamen cyprium und viele mehr.

Vorsicht: Alpenveilchen sind als stark giftig eingestuft.

Bildnachweis: Rafael Ben-Ari / stock.adobe.com

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