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Allergien: Neue Fortschritte bei der Immuntherapie

Lesezeit: < 1 Minute Die Allergie-Immuntherapie besteht aus einer Reihe von Injektionen, die über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Auf diese Weise sollen Allergie-Patienten gegen bestimmte Allergene desensibilisiert werden. Durch die Immuntherapie können aber auch allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Nun gibt es neue Erkenntnisse, die es ermöglichen sollen, eine Immuntherapie zukünftig schonender durchführen zu können.

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Allergien: Neue Fortschritte bei der Immuntherapie

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Neue Immuntherapie gegen Allergien
In der Regel werden bei der Immuntherapie 100 oder mehr Injektionen über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren verabreicht, wobei besonders viele im ersten Jahr der Immuntherapie verabreicht werden müssen.

Ein neues Medikament – Omalizumab (Xolair®) – bindet und neutralisiert die für die allergische Reäktion verantwortlichen Antikörper. Auf diese Weise wird die Behandlung sicherer, wirksamer und vor allem wesentlich angenehmer. Aber diese Methode ist teuer, weshalb sie in der Regel nur angewandt wird, um schweres allergisches Asthma zu behandeln. Dafür wurde das Medikament im Oktober 2005 in Deutschland und zuvor im Juli 2003 in den USA zugelassen.

Vor Kurzem kamen Forscher zu folgendem bemerkenswerten Ergebnis: Es ist möglich, denselben Behandlungserfolg wie von einem ganzen Jahr Immuntherapie an nur einem einzigen Tag zu erzielen. Und zwar, wenn etwa 2 bis 4 Injektionen von Omalizumab vor der Allergie-Immuntherapie verabreicht werden. Dies reduziert die für die Immuntherapie benötigte Anzahl der Injektionen und Arztbesuche auf weniger als die Hälfte. In den ersten Wochen nach Behandlungsbeginn werden begleitend weitere Omalizumab-Injektionen verabreicht.

Der Hauptnachteil von Omalizumab sind die Kosten. Jede Injektionslösung mit 150 mg kostet etwa 480 Euro. Viele Krankenversicherungen übernehmen die Kosten nicht, da Omalizumab nur für schweres allergisches Asthma und nicht für die Immuntherapie zugelassen ist. Außerdem besteht auch hier das Risiko einer allergischen Reaktion.

Beachtet werden sollte dabei auch: Die nachfolgenden Wechselwirkungen dieses Medikaments auf zukünftige Reaktionen im Zusammenhang mit der Immuntherapie sind nicht bekannt. Dennoch geben viele Ärzte folgende Empfehlung: Wenn Ihr Arzt Ihnen zu einer Allergie-Immuntherapie rät, sollten auch Omalizumab-Injektionen in Erwägung gezogen werden.

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