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Allergien durch Nickel in Schmuck und Gegenständen

Lesezeit: 2 Minuten Tragen Sie gerne Modeschmuck? Haben Sie davon schon einmal eine Allergie bekommen? Schuld daran ist der Nickelanteil in den Schmuckstücken. Nickel findet sich auch in vielen Gebrauchsgegenständen. Empfindliche Personen können im Laufe der Zeit eine Nickelallergie entwickeln. Die Nickelallergie gehört zu den häufigsten Kontaktallergien in Deutschland. Wie können Sie diese Allergie vermeiden?

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Allergien durch Nickel in Schmuck und Gegenständen

Allergien durch Nickel in Schmuck und Gegenständen

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Viele Dinge des täglichen Lebens können Nickel enthalten

Nickelallergiker merken es meist erst, wenn es bereits zu spät ist. Sie haben auf einen bestimmten Gegenstand, mit dem sie in Kontakt gekommen sind, eine Allergie bekommen. In vielen Fällen ist Nickel daran schuld. Fast alle Produkte aus Edelstahl enthalten Nickel in hohen Mengen. Dies ist besonders bei Uhren, Bestecken und Kochtöpfen der Fall. Selbst wenn eine Uhr aus sogenanntem Chirurgenstahl hergestellt wurde, enthält sie immer noch einen geringen Nickelanteil, auf den empfindliche Nickelallergiker reagieren können.

Besonders Modeschmuck kann durch den Anteil an Nickel schwere Allergien auslösen. Auch Knöpfe in Kleidungsstücken, die mit der Haut in Berührung kommen, können zu Hautreizungen führen. Geldmünzen oder Sammlermünzen können ebenfalls einen hohen Nickelanteil enthalten.

Wie äußert sich die Nickelallergie?

  • juckende Pusteln, Pickel oder Ekzeme
  • rötliche Flecken die jucken
  • Quaddeln, die rot sind und nässen

Nickel ist sogar in Lebensmitteln vorhanden

Nahrungsmittel – wie zum Beispiel Kakao, Schokolade, schwarzer Tee oder Hülsenfrüchte – können geringe Spuren von Nickel enthalten. Dosengemüse und Fleisch aus Dosen kann Nickelspuren enthalten, besonders dann, wenn die Blechdosen beschädigt sind.

Durch Kochen und Garen in nickelhaltigen Kochtöpfen können Spuren von Nickel in die zubereiteten Speisen gelangen. Das Essbesteck kann ebenfalls Nickel enthalten, dies ist bei fast allen Edelstahlbestecken der Fall. Wenn Sie auf dem Edelstahlbesteck lesen: 18/10, so enthält das Essbesteck 18% Chrom und 10% Nickel.

Wie können Sie eine Nickelaufnahme vermeiden?

Das ist gar nicht so einfach. Sie wissen oft nicht, ob die gekauften Gegenstände Nickel enthalten. Das spüren Sie erst, wenn Sie allergisch darauf reagieren. Auch wenn auf einem Modeschmuckstück „nickelfrei“ steht, so bedeutet es in den meisten Fällen nicht, dass der Modeschmuck gar keinen Nickel enthält, sondern nur mit einem dünnen „nickelfreien“ Lack überzogen ist.

Aus diesem Grund rate ich Ihnen folgendes, wenn Sie allergisch auf Nickel reagieren:

  • Benutzen Sie nur noch Töpfe und Pfannen die emailliert sind oder eine Beschichtung aus Teflon oder Keramik haben.
  • Verwenden Sie nur noch nickelfreies Essbesteck.
  • Auch Scheren können Nickel enthalten. Schneiden Sie deshalb mit Scheren, die am Griff beschichtet sind.
  • Verzichten Sie auf Modeschmuck oder nickelhaltige Knöpfe.
  • Essen Sie nichts aus Dosen, die beschädigt sind.

Tipp: Es gibt Nickeltests, mit denen Sie selbst überprüfen können, ob Schmuck oder Gegenstände Nickel enthalten. Dieser Test kann Sie vor Fehlkäufen und einer Nickelallergie bewahren.

Bildnachweis: concept w / stock.adobe.com

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