Gesundheit Praxistipps

Allergie: Die Hausstauballergie wird meist durch Milbenkot verursacht

Lesezeit: 2 Minuten In jeder Wohnung und in jedem Haus befindet sich Hausstaub, der eine Vielzahl von Allergenen enthält. Das hauptsächliche Allergen, das besonders für die Hausstauballergie verantwortlich ist, ist die Milbe. Doch nicht die Milben selbst, sondern deren Kot sind für die Hausstauballergie verantwortlich.

2 min Lesezeit
Allergie: Die Hausstauballergie wird meist durch Milbenkot verursacht

Allergie: Die Hausstauballergie wird meist durch Milbenkot verursacht

Lesezeit: 2 Minuten

Milben sind mit der Spinne verwandt

Die Milbe ist nur etwa 0,3 Millimeter groß und für das menschliche Auge unsichtbar. Milben ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschüppchen. Aber auch der Abrieb von Daunen, Federn und Wollfasern dient ihnen als Nahrung. Aus diesem Grund leben sie besonders gern in Betten.

Zusätzlich zum Hautabfall ernähren sich die Milben von kleinsten Schimmelpilzen, die auf den Matratzen wachsen. Diese Schimmelpilze und die Hautschüppchen werden im Darm der Milbe zu einem stark wirkenden Allergen verarbeitet. Die Milbe scheidet dieses Allergen dann mit dem Kot aus und verursacht so eine Hausstauballergie.

Ein Gramm Matratzenstaub kann etwa 2000 bis 15000 Milben beherbergen

Unvorstellbar aber wahr, in unseren Betten tummeln sich tausende von Milben. Dort ist es warm und feucht, dies lieben die Milben und können sich so ungehindert vermehren. So ist es kaum verwunderlich, dass viele Menschen eine Hausstauballergie entwickeln, von der sie anfangs gar nicht wissen, dass es sich um eine Allergie gegen den Milbenkot handelt.

Wie kann man erkennen, ob man an einer Hausstauballergie leidet?

  1. Nachts oder nach dem Aufwachen kann der Betroffene eine laufende oder verstopfte Nase haben. Anfangs kann dies mit einem Schnupfen verwechselt werden, doch wenn die Beschwerden über längere Zeit bestehen bleiben, deutet dies auf eine Allergie gegen die Hausstaub-Milbe hin.
  2. Husten macht sich besonders nachts und nach dem Aufwachen bemerkbar. Der Husten tritt tagsüber dann meist nicht mehr auf.
  3. Es kann in schlimmen Fällen zu einem Asthmaanfall kommen.
  4. Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kann ebenfalls bei der Hausstauballergie auftreten.

Wie kann man sich vor Hausstauballergie schützen

  1. Das Schlafzimmer und auch die anderen Wohnräume sollten nach Möglichkeit staubfrei gehalten werden.
  2. Ersetzen Sie Matratzen, Daunenbetten, Kopfkissen, Wolldecken, Teppiche und Vorhänge durch synthetische Fasern. Bewährt haben sich Mikrofaser Kopfkissen und Bettdecken. Teppiche sollten Sie durch leicht zu reinigende Bodenbeläge wie Parkett oder Kunststoff ersetzen.
  3. Entfernen Sie nach Möglichkeit die entbehrlichen Staubfänger, wie Figuren, Kunstblumen oder ähnliches aus den Räumen.
  4. Reinigen Sie regelmäßig Ihre Matratzen mit einem Staubsauger, das Bettzeug und die Kissen sollten Sie in der Maschine waschen können.
  5. Stofftiere aus Naturfasern führen schon bei kleinen Kindern zu einer Hausstaub-Allergie. Kaufen Sie deshalb Stofftiere aus Kunststofffasern, die Sie regelmäßig waschen können.

Vor dem Zubettgehen sollten Sie Ihr Schlafzimmer noch einmal gut durchlüften. Schlafen Sie wenn möglich in einem ungeheizten Raum, er sollte kühl und trocken sein sollte. Wechseln Sie die Bettwäsche öfters, saugen Sie regelmäßig die Matratzen ab. Kaufen Sie nur noch Bettzeug, das Sie in der Maschine waschen können.

Bildnachweis: Elroi / stock.adobe.com

PS: Qualitätsmanagement ist uns wichtig!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Ihnen unser Beitrag gefällt. Klicken Sie hierzu auf die unten abgebildeten Sternchen (5 Sternchen = sehr gut):