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Alkohol für das Herz: Wann ist es wirklich gefährlich?

Lesezeit: 2 Minuten Alkohol kann das Herz stärken – oder auch schädigen. Es kommt eben darauf an, wie oft und wie viel man trinkt? Ist es für das Herz besser, jeden Tag ein bisschen oder nur einmal, dafür dann aber viel zu trinken?

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Alkohol für das Herz: Wann ist es wirklich gefährlich?

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Was bedeutet Alkohol für das Herz?

Alkohol gehört bei uns zum täglichen Leben dazu. Keine Feier ohne Sekt, kein Fußball ohne Bier und kein Festessen ohne Wein. Das wirkt sich auch auf unsere Gesundheit und insbesondere auf unser Herz aus. Es ist schon länger bekannt, dass bestimmte Stoffe gerade im Rotwein das Herz stärken und die Gefäße schützen.

Es ist aber nicht nur entscheidend, was man trinkt, sondern auch, wie oft und wie viel. Ist es für das Herz besser, jeden Tag ein bisschen oder eher einmal in der Woche, aber dann richtig, zu trinken?

Besser oft wenig Alkohol, als einmal viel

Wie eine französische Studie ergeben hat, ist es für das Herz besser, jeden Tag ein bisschen Alkohol zu trinken, satt sich bei einem Gelage einmal in der Woche richtig zu betrinken. Bei einer entsprechenden Untersuchung fanden die Wissenschaftler um Dr. Jean-Bernard Ruidavet aus Toulouse heraus, dass Männer im mittleren Alter, die in kurzer Zeit sehr viel Alkohol konsumieren, ein höheres Herzrisiko haben als die Männer, die jeden Tag ein bisschen trinken.

So haben die „Einmal-Säufer“ ein höheres Risiko, auch wenn die Männer der moderaten Trinkergruppe auf die Gesamtmenge in der Woche gleich viel oder sogar mehr Alkohol trinken.

Die Forscher untersuchten zehn Jahre lang das Trinkverhalten von fast 10.000 Männern in den drei französischen Städten Lille, Toulouse und Straßburg sowie im nordirischen Belfast. Dabei schauten sie besonders auf das Trinkverhalten, also ob die Männer eher regelmäßig wenig Alkohol trinken oder sich einmal in der Woche betrinken.

Alkohol für das Herz: Irisches Trinkverhalten

Zunächst einmal stellten die Forscher fest, dass die Männer in Frankreich und Nordirland ein unterschiedliches Trinkverhalten haben. In Frankreich gaben 90 Prozent der Befragten an, mindestens einmal pro Woche Alkohol zu trinken. Auf der irischen Insel waren es nur 60 Prozent. In Frankreich tranken 75 Prozent der „Trinker“ täglich ein Gläschen. In Belfast tranken nur 12 Prozent jeden Tag.

Bei so vielen täglichen Trinkern ist es kein Wunder, dass der generelle Alkoholkonsum in Frankreich mit 32,8 Gramm pro Tag deutlich höher lag als der in Belfast (22,1 Gramm pro Tag). Auf die Woche hochgerechnet bedeutet das aber auch, dass in Frankreich eher moderat getrunken wird, während man in Belfast eher einmal in der Woche, dann aber viel trinkt.

Das ergab auch die Befragung. Dabei gaben 9,5 Prozent der Befragten in Belfast an,  ihren Alkoholkonsum als „Koma-Saufen“ zu betrieben. In Frankreich trinken nur 0,5 Prozent fast bis zur Besinnungslosigkeit. Es bleibt die Frage, was besser fürs Herz ist.

Koma-Säufer haben eher Herzprobleme

Bei der Auswertung stellten die Forscher fest, dass die Koma-Säufer ein deutlich höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Bei ihnen lag die Rate für schwere Herz-Vorfälle wie beispielsweise der Herzinfarkt bei 5,65 je 1.000 Personenjahre. In Frankreich waren mit 2,78 nur halb so viele. Es liegt also die Vermutung nahe, dass ein moderater Alkoholkonsum besser fürs Herz ist.

Es könnte aber auch daran liegen, was man trinkt, räumen die Wissenschaftler ein. Denn während in Belfast eher Bier und Schnaps getrunken wird, öffnen die Franzosen lieber eine Flasche Wein. Und bei Rotwein weiß man eben, dass der in Maßen genossen, das Herz schützen kann. Und generell ist Alkohol ohnehin ungesund und sollte wenn, dann nur in kleinen Mengen getrunken werden.

Bildnachweis: 5ph / stock.adobe.com

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