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Akuter Husten – ein Symptom, viele Erkrankungsmöglichkeiten

Lesezeit: 2 Minuten Husten empfinden wir meistens als lästig oder sogar unerträglich, doch im Grunde ist er ein wichtiges Signal, das auf eine Störung im Körper aufmerksam macht. Er dauert selbst bei akuten Krankheiten oft wochenlang an und wirkt sehr erschöpfend. Falls Sie nicht sicher sind, was hinter Ihrem Husten steckt, und ihn nicht in den Griff bekommen, lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt untersuchen.

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Akuter Husten – ein Symptom, viele Erkrankungsmöglichkeiten

Akuter Husten – ein Symptom, viele Erkrankungsmöglichkeiten

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Gegen Husten hilft kein Antibiotikum. Am häufigsten müssen wir uns mit einem Husten aufgrund einer Erkältung plagen. Wenn er sich nach einigen Tagen nicht reduziert, denken viele, dass sie ein Antibiotikum brauchen. Husten ist jedoch nur ein Symptom für gereizte Bronchien oder übermäßige Schleimbildung, Begleiterscheinungen einer Erkältung oder einer Grippe, gegen die kein Antibiotikum hilft, weil sie meistens durch ein Virus ausgelöst werden.

Da Husten jedoch ziemlich anstrengend sein kann, sollte man ihn mit entsprechenden Hustenmitteln behandeln. Dabei wird ein trockener Reizhusten anders therapiert als verschleimte Atemwege. Meist helfen pflanzliche Wirkstoffe, zum Beispiel Thymian, der gegen beide Hustenarten eingesetzt werden kann. Ebenfalls empfehlenswert sind standardisierte Extrakte aus Schlüsselblume, Efeu, Spitzwegerich und Eibisch.

Gefährliche Erkrankungen, die durch Husten angekündigt werden

Kommen zu Ihrer Erkältung hohes Fieber und starke Kopf- und Gliederschmerzen hinzu, sollten Sie Ihren Hausarzt konsultieren. Wenn der Husten zunächst trocken, anschließend verschleimt ist, Atemnot verursacht und Sie sich allgemein sehr geschwächt fühlen, könnte es sich um eine Lungenentzündung handeln. Ein trockener Reizhusten kann auch auf eine Rippenfellentzündung hinweisen, wenn Sie vor allem beim Atmen Schmerzen haben und deshalb nur flach atmen können. Eine Entzündung des Rippenfells oder der Lunge entsteht oft durch eine Lungenembolie, Entzündungen oder Krebs. Husten tritt ebenfalls bei einem Pneumothorax auf, bei dem ein Lungenflügel zusammenfällt und plötzlich starke Schmerzen im Brustbereich entstehen.

Husten durch Reflux

Husten kann auch durch einen Reflux ausgelöst werden. Wenn der Mageninhalt die Speiseröhre wieder hochsteigt, was besonders leicht im Liegen geschieht, wird Magensäure mittransportiert. Sie gelangt bis in die Kehle, wird dann eingeatmet und kann heftige Hustenanfälle auslösen. Für Asthmatiker ist ein Reflux besonders problematisch, da das Einatmen der Magensäure einen Asthma-Anfall hervorrufen  kann. Ein dauerhafter Reflux kann außerdem Entzündungen in den Bronchien, Nasennebenhöhlen  verursachen und sollte daher unbedingt vom Arzt behandelt werden.

Medikamente können Husten auslösen

Medikamente können ebenfalls zu Hustenanfällen führen. Hier sind vor allem Betablocker gegen Herzrhythmusstörungen und hohen Blutdruck bekannt für diese Nebenwirkungen. Sie dämpfen das Atemzentrum zum Teil so sehr, dass der Patient nur schwer Luft bekommt und zu husten anfängt, um die Atemwege zu befreien. Wenn Sie einen Betablocker nehmen müssen und Probleme mit den Bronchien bekommen, besprechen Sie dies sofort mit Ihrem Arzt. Er wird Ihnen eine andere Dosierung oder ein anderes Medikament verordnen.

Staub und Gase sind schlecht für die Lunge

Ist viel Feinstaub oder sind Reizgase in der Luft, können auch diese heftigen Husten oder sogar Atemnot auslösen. Verschwindet der Husten nicht, sollten Sie vorsorglich zum Arzt gehen, denn auch wenn Sie diese Gase nur eine begrenzte Zeit eingeatmet haben, können sie eine Entzündung auf den Bronchien verursachen. Sie müssen fachgerecht behandelt werden, damit keine chronische Atemwegserkrankung daraus wird.

Bildnachweis: Africa Studio / stock.adobe.com

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